Zusammenfassung lesen
Viele fragen mich, ob man für Conversions in Google Ads unbedingt den Tag Manager oder Google Analytics braucht. Meine Antwort: Für ein Kontaktformular mit Danke-Seite reicht der Google Ads Tag allein.
Den Tag finden
Der Google Ads Tag ist ein kleiner Code von Google, der einmal auf jede Seite deiner Website kommt. Seine Kennung beginnt mit AW.
Du findest sie im Google-Ads-Konto unter Tools, Data Manager, beim Google-Tag auf Verwalten. Dort gibt es auch die Installationsanleitung mit dem fertigen Code.
Einbau mit Borlabs Cookie
Wenn du WordPress mit Borlabs Cookie nutzt, musst du keinen Code kopieren. Du öffnest in Borlabs Consent-Management, Services, und dort den Service Google Ads.
Unter Zusätzliche Einstellungen trägst du die Tag-ID ein und achtest darauf, dass der Schalter Code-Ausführung deaktivieren aus ist. Borlabs lädt den Tag dann auf allen Seiten, aber erst, nachdem der Besucher im Cookie-Banner zugestimmt hat.
Wichtig ist, nicht doppelt zu messen. Läuft dein Google Ads Tag schon über den Tag Manager, baust du ihn nicht zusätzlich ein, sonst zählen die Anfragen doppelt.
Die Conversion-Aktion anlegen
Danach legst du in Google Ads unter Ziele eine neue Conversion-Aktion an. Als Datenquelle wählst du deine Website, als Kategorie Lead-Formular senden. Die Kategorie misst nichts, sie gruppiert nur.
Damit deine Kampagne auf die Anfragen steuert, muss die Aktion primär sein und das Zielvorhaben in der Kampagne genutzt werden.
Die weiteren Einstellungen:
- Bei Eine Conversion erstellen nimmst du Automatisch ohne Coding.
- Den Ereignistyp lässt du auf Seitenaufbau, wählst URL enthält und trägst die Adresse deiner Danke-Seite ein, zum Beispiel slash danke.
- Bei der Zählmethode nimmst du Eine, denn wer zweimal schreibt, ist trotzdem nur ein Interessent.
Testen und absichern
Zum Schluss prüfst du alles mit einer eigenen Testanfrage und dem Google Tag Assistant. Die Danke-Seite verlinkst du nirgends und schließt sie von der Google-Suche aus, damit wirklich nur echte Anfragen zählen.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Google Ads Conversion ohne Tag Manager: geht das wirklich?
- Voraussetzung: eine eigene Danke-Seite
- Schritt 1: Den Google Ads Tag im Konto finden
- Schritt 2: Den Google Ads Tag mit Borlabs Cookie einbinden
- Schritt 3: Die Danke-Seite in Google Ads als Conversion anlegen
- So prüfst du, ob die Conversion ankommt
- Ein Schritt weiter: erweiterte Conversions mit dem Google-Tag
- Häufige Fragen zum Google Ads Tag und zur Danke-Seite
- Fazit
- Quellen
Ein Malerbetrieb schaltet Google Ads. Auf der Website gibt es ein Kontaktformular, und wer es abschickt, landet auf einer Seite mit „Danke für Ihre Anfrage“. Genau diese Seite reicht, damit Google Ads jede Anfrage als Conversion zählt. Dafür brauchst du weder den Google Tag Manager noch Google Analytics. Es genügt der Google Ads Tag auf der Website und eine Regel im Konto, die sagt: Wird die Danke-Seite aufgerufen, war das eine Anfrage.

In diesem Beitrag zeige ich dir den Weg Schritt für Schritt mit echten Screenshots aus einem Google-Ads-Konto und aus dem Cookie-Plugin Borlabs Cookie. Alle Kundendaten sind unkenntlich gemacht.
Das Wichtigste in Kürze
Warum das wichtig ist
Ohne Conversions weiß Google nicht, welche Klicks dir Anfragen bringen, und verteilt dein Budget nach Gefühl. Mit der Danke-Seite misst du Anfragen, ohne ein zweites Werkzeug einzurichten.
Darauf kommt es an
- Google Ads Tag: ein kleiner Code von Google, der einmal auf jede Seite deiner Website kommt.
- Danke-Seite: die Seite nach dem Absenden des Formulars, zum Beispiel /danke. Ihr Aufruf zählt als Conversion.
- Automatisch ohne Coding: so heißt die Option in Google Ads, bei der du nur die Adresse der Danke-Seite einträgst.
- Cookie-Banner: Der Tag darf erst nach Einwilligung laden. Mit Borlabs Cookie trägst du dafür nur die Tag-ID ein.
- Nicht doppelt messen: Läuft dein Tracking schon über den Tag Manager, richte diesen Weg nicht zusätzlich ein.
- Erweiterte Conversions: zwei Schalter in Google Ads, und die E-Mail-Adresse muss sichtbar auf der Danke-Seite stehen.
Keine Rechtsberatung: Ich bin kein Anwalt. Ich kläre hier auf, wie man den Google Ads Tag technisch mit einem Cookie-Banner verbindet. Ob deine Einstellungen im Einzelfall rechtlich passen, klärt ein Anwalt.
Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
Conversion: die Handlung nach einem Anzeigenklick, auf die es dir ankommt. Beim Malerbetrieb ist das die abgeschickte Anfrage.
Google Ads Tag (Google-Tag): ein Stück Code, das Google dir gibt. Es läuft auf jeder Seite deiner Website mit und meldet Google Ads, welche Seiten ein Besucher nach dem Anzeigenklick aufruft. Stell es dir vor wie einen Zähler an jeder Tür im Haus.
Tag-ID: die Kennung deines Tags. Sie beginnt bei Google Ads mit AW, gefolgt von einer langen Zahl, zum Beispiel AW-123456789. Diese ID brauchst du später im Cookie-Plugin.
Danke-Seite: eine eigene Seite, die nur nach dem Absenden des Formulars erscheint, etwa deine-website.de/danke. Weil normale Besucher sie nicht erreichen, ist ihr Aufruf ein sicheres Zeichen für eine echte Anfrage.
Google Tag Manager und Google Analytics: zwei weitere Google-Werkzeuge. Der Tag Manager verwaltet viele Codes an einer Stelle, Analytics wertet das ganze Besucherverhalten aus. Beide sind nützlich, für eine einfache Anfrage-Messung aber nicht nötig.
Google Ads Conversion ohne Tag Manager: geht das wirklich?
Ja. Google nennt diesen Weg in der eigenen Hilfe „Conversions mit einer URL einrichten“. Er ist genau für den Fall gedacht, dass der Aufruf einer bestimmten Seite als Conversion zählen soll und du keine Werte wie Bestellsummen übergeben musst. Als Beispiel nennt Google ausdrücklich eine „Danke“-Seite.

Laut derselben Hilfeseite brauchst du bei diesem Weg keinen zusätzlichen Conversion-Code auf der Danke-Seite. Der Google Ads Tag, der ohnehin auf allen Seiten läuft, erkennt den Aufruf selbst. Eine Einschränkung nennt Google auch: Das Conversion-Tag lässt sich bei dieser Methode nicht mit dem Google Tag Manager einrichten. Der Weg ist also bewusst die einfache Lösung ohne Tag Manager.
- Ein Code für die ganze Website, sonst nichts
- Danke-Seite wird im Konto als Regel eingetragen
- Passt für Anfragen über ein Formular
- Keine Bestellwerte oder Transaktions-IDs
- Mehrere Dienste an einer Stelle steuern
- Klicks auf Telefon oder E-Mail messbar
- Werte und erweiterte Conversions möglich
- Mehr Einrichtung, mehr Pflege
Wie die anderen Wege funktionieren, zeige ich in eigenen Beiträgen: über Google Analytics im Beitrag Dankeseite als Schlüsselereignis in GA4 und den Überblick über alle Varianten in Google Ads Conversion Tracking einrichten.
Nicht doppelt messen
Google warnt in der Hilfe zu Web-Conversions davor, eine Website doppelt zu taggen, weil dann Conversions doppelt gezählt werden. Läuft dein Google Ads Tag schon über den Tag Manager, bau ihn nicht zusätzlich über das Cookie-Plugin oder per Code ein.
Voraussetzung: eine eigene Danke-Seite
Prüf zuerst, was nach dem Absenden deines Formulars passiert. Bleibt der Besucher auf derselben Seite und sieht nur einen grünen Hinweis, gibt es keine Danke-Seite, und dieser Weg funktioniert nicht. Dann leg in WordPress eine neue Seite an, zum Beispiel mit der Adresse /danke, und stell im Formular-Plugin ein, dass nach dem Absenden dorthin weitergeleitet wird. Bei vielen Formular-Plugins heißt die Einstellung „Bestätigung“ oder „Weiterleitung“.
Meine Empfehlung: Verlinke die Danke-Seite nirgends im Menü und schließe sie von der Google-Suche aus (bei Yoast SEO oder Rank Math mit „noindex“). Jeder Aufruf zählt als Conversion, also soll sie nur erscheinen, wenn wirklich eine Anfrage rausging.
Schritt 1: Den Google Ads Tag im Konto finden
Den Tag und seine ID findest du im Google-Ads-Konto im Data Manager. Klick links auf Tools und dann auf Data Manager. Im Abschnitt „Google-Tag“ öffnest du mit „Verwalten“ deinen Tag.

In der Übersicht siehst du bei 2 den Namen deines Tags und darunter die IDs, also die Kennung mit AW am Anfang. Notier sie dir. Mit „Installationsanleitung“ bei 1 kommst du zum Code.

Unter „Manuell einbinden“ zeigt Google den fertigen Code. Google schreibt dazu selbst: Der Code gehört auf alle Seiten direkt hinter das head-Element und darf auf jeder Seite nur einmal vorkommen. Mit dem Symbol bei 2 kopierst du ihn. Den Code brauchst du nur, wenn du ihn selbst einbaust. Mit Borlabs Cookie reicht die Tag-ID.

Schritt 2: Den Google Ads Tag mit Borlabs Cookie einbinden
In Deutschland darf der Google Ads Tag erst laden, wenn der Besucher im Cookie-Banner zugestimmt hat. Nutzt du in WordPress Borlabs Cookie, ein verbreitetes Cookie-Plugin aus Deutschland, übernimmt das Plugin das Einbauen gleich mit. Laut der Paketbeschreibung in Borlabs setzt das Plugin den nötigen Code automatisch, sobald der Besucher zugestimmt hat, und unterstützt dabei den Consent Mode, also die Einwilligungssignale an Google.
Paket „Google Ads“ in der Bibliothek installieren
Öffne in WordPress Borlabs Cookie und dann „Bibliothek & Scanner“. Such nach „Google Ads“ und öffne beim Paket „Google Ads“ die Details. Ist es noch nicht installiert, installierst du es dort. Im Beispielkonto war es schon vorhanden.

Tag-ID im Service eintragen
Die eigentliche Einstellung sitzt unter Consent-Management, Services. Dort steht Google Ads in der Gruppe „Marketing“. Mit dem Stift rechts öffnest du den Service.

Scroll nach unten zu „Zusätzliche Einstellungen“. Trag bei 2 im Feld „Google Tag ID“ deine ID aus Schritt 1 ein, also AW mit deiner Zahl. Wichtig ist der Schalter bei 1: „Code-Ausführung deaktivieren“ muss aus sein, sonst lädt Borlabs den Tag nicht. Im Beispielkonto war er an, weil dort der Tag Manager den Google Ads Tag lädt. Genau in diesem Fall lässt du die Einstellung so, sonst misst du doppelt. Danach speichern.

So einfach ist es mit Borlabs
Mit Borlabs Cookie kopierst du keinen Code in deine Website. Du trägst nur die Tag-ID ein, und Borlabs lädt den Google Ads Tag auf allen Seiten, sobald jemand im Banner zustimmt. Laut Borlabs reicht das Google-Ads-Paket mit eingeschaltetem Consent Mode, wenn du keinen Tag Manager brauchst.
Ohne Borlabs: andere Cookie-Tools und Systeme
Nutzt du ein anderes Cookie-Tool wie Real Cookie Banner, Complianz oder Usercentrics, gibt es dort meist ebenfalls eine fertige Vorlage für Google Ads, in die du die Tag-ID einträgst. Den Code ohne Cookie-Tool einfach in den Kopfbereich zu setzen, etwa mit dem Plugin WPCode, würde ich nur zusammen mit einem Banner machen, das den Code bis zur Zustimmung blockiert. Für Shopify, Wix, Squarespace und andere Baukästen bietet Google in der Installationsanleitung unter „Mit einem Website-Builder oder CMS einbinden“ eine geführte Einrichtung.
Schritt 3: Die Danke-Seite in Google Ads als Conversion anlegen
Jetzt sagst du Google Ads, welche Seite als Anfrage zählt. Der Ablauf in Kürze:
- 1
Conversion-Aktion erstellen
Unter Ziele auf „Conversion-Aktion erstellen“ klicken und Website als Datenquelle wählen.
- 2
Kategorie wählen
Für ein Kontaktformular passt „Lead-Formular senden“.
- 3
Automatisch ohne Coding
Diese Option wählen und die Adresse der Danke-Seite eintragen.
- 4
Einstellungen prüfen
Primäre Aktion, ein fester Wert und Zählmethode „Eine“, dann fertigstellen.
Klick links auf Ziele (das Pokal-Symbol bei 1) und unten auf „Conversion-Aktion erstellen“ bei 2.

Im ersten Schritt wählst du die Datenquellen. Lass „Conversions auf einer Website“ angehakt, darunter steht deine Domain mit „über Google-Tag“. Zeigt Google dort „Noch nicht installiert“, ist das kein Grund zur Sorge, solange der Tag erst nach der Zustimmung im Cookie-Banner lädt. Google findet ihn dann beim eigenen Prüfen nicht immer. Weiter geht es mit „Speichern und fortfahren“.

Im nächsten Schritt „Conversions gruppieren“ wählst du eine Kategorie. Für ein Kontaktformular mit Danke-Seite passt „Lead-Formular senden“. Über „Alle ansehen“ findest du weitere wie Kauf, Termin vereinbaren oder Angebot anfordern.

Wozu ist die Gruppierung da?
Die Kategorie misst nichts, sie sortiert nur. Laut Google Ads-Hilfe zu Conversion-Zielvorhaben landen Aktionen mit derselben Kategorie automatisch in einem gemeinsamen Zielvorhaben, zum Beispiel alle Lead-Formulare zusammen. Diese Zielvorhaben sind die Grundlage für die Gebote. Eine Kampagne steuert aber nur dann auf deine Anfragen, wenn zwei Dinge stimmen: Die Conversion-Aktion ist primär, und die Kampagne nutzt das Zielvorhaben, in dem sie steckt.
Gibt es im Konto noch kein Zielvorhaben „Lead-Formular senden“, weist Google beim Anlegen darauf hin, dass es kein Zielvorhaben auf Kontoebene ist. Prüf dann nach dem Speichern unter Ziele, ob das Zielvorhaben als Kontostandard markiert ist, oder wähl es in den Kampagneneinstellungen unter „Zielvorhaben“ aus. Sonst wird die Anfrage zwar gemessen, aber nicht für die Gebote genutzt.
Danach klickst du auf „Conversion erstellen“ (1) und wählst deine Website als Datenquelle (2).

Jetzt kommt die entscheidende Stelle. Google bietet zwei Möglichkeiten: „Manuell mit Coding“ und „Automatisch ohne Coding“. Für die Danke-Seite nimmst du „Automatisch ohne Coding“. Dabei gibst du nur eine Adresse an, und der Google Ads Tag erkennt die Conversion selbst.

Lass den Ereignistyp auf „Seitenaufbau“. Bei „Abgleichen, wenn“ gibt es drei Möglichkeiten: „URL ist“ zählt nur genau diese Adresse, „URL beginnt mit“ alles, was so anfängt, und „URL enthält“ jede Adresse, in der der Text vorkommt.

Ich nehme meist „URL enthält“ (1) und trage bei 2 nur /danke ein. So zählt die Conversion auch dann, wenn die Adresse mit oder ohne www aufgerufen wird oder hinten noch Zeichen angehängt sind. Darunter fasst Google die Regel bei 3 in einem Satz zusammen. Lies ihn einmal durch: Steht dort deine Danke-Seite, passt es. Achte nur darauf, dass keine andere Seite /danke in der Adresse hat.

Klapp die Conversion-Einstellungen auf. Stell die Aktion bei 1 auf „Primäre Aktion“, damit Google mit den Anfragen die Gebote steuert. Gib ihr einen klaren Namen wie „Anfrage Kontaktformular“. Beim Wert (2) kannst du für jede Anfrage denselben Betrag hinterlegen, zum Beispiel das, was dir eine Anfrage im Schnitt wert ist.

Bei der Zählmethode wählst du „Eine“ (1). Schickt jemand das Formular zweimal ab, ist das trotzdem nur ein Interessent. Google empfiehlt „Eine“ selbst für Leads. Mit „Fertig“ (2) und danach „Speichern und fortfahren“ ist die Conversion angelegt.

Primär nur, was wirklich eine Anfrage ist
Hast du im Konto schon eine primäre Conversion für Seitenaufrufe oder Besuche, stell sie auf sekundär. Sonst optimiert Google auf Besucher statt auf Anfragen. Warum das so wichtig ist, steht im Beitrag zum Conversion Tracking.
So prüfst du, ob die Conversion ankommt
Ich schicke nach jeder Einrichtung selbst eine Testanfrage ab. Ruf dazu deine Website in einem privaten Browserfenster auf, stimm im Cookie-Banner zu, füll das Formular aus und warte, bis die Danke-Seite erscheint. Ob der Tag dabei wirklich lädt, zeigt dir der Google Tag Assistant, ein kostenloses Prüfwerkzeug von Google: Er listet deinen Tag mit der AW-Kennung auf, sobald du zugestimmt hast.
Im Konto steht eine neue Conversion-Aktion zunächst auf „Warten auf Conversions“ oder „Nicht verifiziert“, bis die erste echte Conversion eingeht. Das kann laut Google einige Stunden dauern. Was die einzelnen Status bedeuten, erkläre ich im Beitrag Google Ads Conversion Tracking einrichten.
Wenn du dir unsicher bist, ob dein Tracking sauber läuft oder doppelt zählt, schaue ich es mir gern an. Mehr dazu findest du auf meiner Seite als SEA-Freelancer.
Ein Schritt weiter: erweiterte Conversions mit dem Google-Tag
Erweiterte Conversions helfen Google, Anfragen auch dann einem Anzeigenklick zuzuordnen, wenn das sonst nicht klappt. Ein Beispiel: Jemand sieht die Anzeige des Malerbetriebs am Handy, schickt die Anfrage aber später vom Laptop ab. Ohne erweiterte Conversions geht diese Anfrage für Google oft verloren.
So funktioniert es einfach erklärt: Der Google-Tag nimmt die E-Mail-Adresse aus dem Formular und macht daraus einen sogenannten Hash. Das ist wie ein Fingerabdruck der Adresse: Google kann ihn mit den ebenfalls verschlüsselten Daten angemeldeter Google-Konten vergleichen, die Adresse selbst aber nicht daraus zurücklesen. Laut Google Ads-Hilfe zu erweiterten Conversions werden so Conversions erfasst, die sonst verloren gingen, und die Gebote bekommen bessere Daten.
Das geht auch auf dem Weg mit der Danke-Seite, ohne Tag Manager. Du brauchst zwei Schalter, einen im Konto und einen im Google-Tag, und eine Bedingung auf deiner Website: Die E-Mail-Adresse muss auf der Danke-Seite stehen. Was das genau heißt, erkläre ich weiter unten.
Schalter 1: erweiterte Conversions im Konto einschalten
Klick unter Ziele auf Conversions (1) und dann auf Conversion-Einstellungen. Dort gibt es die Zeile „Erweiterte Conversions“ (2). Im Beispielkonto steht schon „Wird über ein Google-Tag verwaltet. Erweiterte Conversions werden erfasst.“, so sieht es aus, wenn alles läuft.

Klapp die Zeile auf. Setz das Häkchen bei „Erweiterte Conversions aktivieren“ (1) und wähl als Methode „Google-Tag“ (2). Beim ersten Mal fragt Google nach den Nutzungsbedingungen für Kundendaten, die musst du einmal akzeptieren. Danach öffnest du „Tag-Details“ (3).

Schalter 2: automatische Erkennung im Google-Tag
In den Tag-Details schaltest du „Funktionen für von Nutzern bereitgestellte Daten zulassen“ ein (1). Darunter wählst du „Von Nutzern bereitgestellte Daten automatisch erkennen“ und hakst mindestens E-Mail an (2). Laut Google-Hilfe zur Einrichtung mit dem Google-Tag sucht der Tag dann selbst auf der Seite nach Angaben, die wie E-Mail-Adressen aussehen. Code brauchst du dafür nicht. Speichern, fertig. Die gleiche Einstellung findest du auch im Data Manager beim Google-Tag.

Was auf deiner Website passieren muss
Ein E-Mail-Feld im Formular: Ohne E-Mail-Adresse gibt es nichts abzugleichen. Mach das Feld am besten zum Pflichtfeld. Google nennt die E-Mail als bevorzugte Angabe, eine Telefonnummer allein reicht nicht.
Die Einwilligung im Cookie-Banner: Erweiterte Conversions laufen nur, wenn der Besucher im Banner zugestimmt hat. Mit Borlabs Cookie und eingeschaltetem Consent Mode heißt das: Zustimmung zur Gruppe Marketing. Ohne Zustimmung wird nichts an Google übertragen.
Wichtig: Die E-Mail-Adresse muss auf der Danke-Seite stehen
Das ist der Punkt, an dem es in der Praxis meistens hakt. Google unterscheidet in der Hilfe zu erweiterten Conversions zwei Fälle: Steht die E-Mail-Adresse auf der Seite, auf der die Conversion zählt, reicht die automatische Erkennung im Google-Tag. Wurde die E-Mail nur auf einer Seite davor eingegeben, also im Formular, braucht es laut Google ein eigenes Ereignis-Tag im Tag Manager.

Für den Weg ohne Tag Manager heißt das ganz einfach: Wenn die Danke-Seite lädt, muss die E-Mail-Adresse dort sichtbar stehen, zum Beispiel „Danke! Wir melden uns in Kürze unter max@beispiel.de.“ Nur dann findet der Google-Tag sie. Steht dort nur „Danke für Ihre Anfrage“, zählt die normale Conversion weiterhin, aber die erweiterte Zuordnung fehlt.
Wie kommt die E-Mail auf die Danke-Seite? Das Formular muss sie an die Danke-Seite weitergeben. Viele Formular-Plugins machen das, indem sie die Adresse hinten an die URL hängen, etwa /danke?email=max@beispiel.de. Davon rate ich ab: Dann steht die E-Mail im Browserverlauf, in Protokollen und in jeder Seitenadresse, die an Google übertragen wird. Besser ist eine Lösung, bei der die Website die Adresse im Hintergrund kurz merkt und auf der Danke-Seite einblendet. Das ist eine Aufgabe für deinen Webdesigner.
Geht das bei deinem Formular nicht? Dann ist der Tag Manager der zuverlässigere Weg, weil sein Ereignis-Tag die E-Mail schon beim Absenden des Formulars erfasst. Wie das funktioniert, zeige ich im Beitrag Enhanced Conversions in Google Ads.
So prüfst du, ob es wirklich funktioniert
- 1
Testanfrage abschicken
Im privaten Browserfenster im Cookie-Banner zustimmen und das Formular mit einer echten E-Mail-Adresse abschicken.
- 2
Danke-Seite ansehen
Steht deine E-Mail-Adresse sichtbar auf der Danke-Seite? Wenn nicht, kann der Google-Tag sie nicht finden.
- 3
Diagnose in Google Ads
Nach ein paar Tagen unter Ziele, Conversions die Conversion-Aktion öffnen. Die Diagnose zeigt, ob erweiterte Conversions ankommen.

Meine Faustregel
Steht die E-Mail-Adresse nicht auf der Danke-Seite, funktionieren erweiterte Conversions auf diesem Weg nicht zuverlässig. Deine normale Conversion zählt trotzdem. Bring zuerst die normale Conversion sauber zum Laufen, dann die erweiterten Conversions. In deiner Datenschutzerklärung sollte stehen, dass Google Ads mit gehashten E-Mail-Adressen arbeitet. Das klärst du am besten mit dem, der deine Datenschutzerklärung betreut.
Häufige Fragen zum Google Ads Tag und zur Danke-Seite
Brauche ich für die Conversion den Google Tag Manager?
Nein. Für eine Danke-Seite reicht der Google Ads Tag auf der Website und die Option „Automatisch ohne Coding“ im Konto. Der Tag Manager lohnt sich, wenn du viele Dienste steuern oder Klicks auf Telefon und E-Mail messen willst.
Muss ich den Code auf der Danke-Seite extra einbauen?
Nein. Laut Google ist beim URL-Weg kein Conversion-Code auf der Danke-Seite nötig. Der Google Ads Tag läuft auf allen Seiten und erkennt den Aufruf selbst.
Was passiert, wenn jemand die Danke-Seite direkt aufruft?
Dann zählt Google auch das als Conversion. Deshalb verlinke ich die Danke-Seite nirgends und schließe sie per noindex von der Google-Suche aus. Wer sie dann sieht, hat fast immer das Formular abgeschickt.
Kann ich auch Anrufe so messen?
Nicht über die Danke-Seite, weil nach einem Anruf keine Seite aufgerufen wird. Für Anrufe gibt es in Google Ads eigene Conversion-Arten. Wie die funktionieren, beschreibe ich im Beitrag Google Ads Conversion Tracking einrichten.
Fazit
Für die meisten kleinen Websites mit Kontaktformular ist der Google Ads Tag zusammen mit einer Danke-Seite der einfachste saubere Weg zur Conversion. Du holst dir die Tag-ID im Data Manager, trägst sie in Borlabs Cookie ein und legst in Google Ads eine Conversion mit „Automatisch ohne Coding“ und „URL enthält /danke“ an. Wichtig sind nur drei Dinge: Der Tag lädt erst nach Zustimmung, er ist nicht doppelt eingebaut, und nur echte Anfragen stehen auf primär.
Quellen
Google Ads-Hilfe: Erweiterte Conversions mit Google Tag Manager einrichten
Google Ads-Hilfe: Erweiterte Conversions mit dem Google-Tag einrichten
Google Ads-Hilfe: Erweiterte Conversions für das Web
Google Ads-Hilfe: Conversions mit einer URL einrichten, abgerufen am 29.10.2026
Google Ads-Hilfe: Web-Conversions einrichten
Google Ads-Hilfe: Websites ein Google-Tag hinzufügen
Google Ads-Hilfe: Conversion-Zielvorhaben
Google Ads-Hilfe: Conversions erfassen, Zählmethode