Zusammenfassung lesen
Viele fragen mich, ob ein Suchbegriff in der Domain bei Google hilft, also zum Beispiel dachdecker-bonn.de statt des eigenen Firmennamens. Google beantwortet das in seinem eigenen SEO-Leitfaden sehr klar: Keywords im Domainnamen haben für das Ranking allein kaum Auswirkungen. Wähle den Namen deshalb so, wie er für dein Unternehmen am besten ist.
Das Beispiel: eine Dachdeckerei aus Bonn
Im Beitrag spiele ich das an einer erfundenen Dachdeckerei aus Bonn durch. Von drei Ideen würde ich hoffmann-dach.de nehmen.
- Der Name steht für den Betrieb, lässt sich am Telefon durchgeben und passt auch dann noch, wenn ein zweiter Standort oder eine neue Leistung dazukommt.
- Eine Adresse mit Ort und Gewerk wirkt dagegen schnell wie ein Verzeichnis und engt dich ein.
- Die Suchbegriffe gehören auf die passende Unterseite, in Seitentitel, Überschrift und Text.
Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Für Menschen zählt der Domainname sehr wohl. Kunden lesen ihn am Firmenwagen und tippen ihn ab, im Suchergebnis erkennen sie dich am Namen, und eine eigene E-Mail-Adresse wirkt seriös.
Endung, Subdomain und Unterverzeichnis
Bei der Endung sagt Google: Sie zählt nur, wenn du gezielt Nutzer in einem Land ansprichst, und selbst dann wenig.
- Für Betriebe in Deutschland ist .de die naheliegende Wahl.
- Städte-Endungen behandelt Google wie allgemeine Endungen.
- Andere Schreibweisen kannst du sichern und weiterleiten, für das Ranking bringt das aber nichts.
Subdomain oder Unterverzeichnis? Laut Google geht beides. Für kleine Unternehmen ist das Unterverzeichnis meist einfacher zu pflegen.
Domainwechsel und Markenrecht
Ein Domainwechsel ist für Google ein Umzug. Jede alte Adresse braucht eine Weiterleitung, die du mindestens ein Jahr behalten solltest. Nur wegen eines Suchbegriffs würde ich nie wechseln. Und fremde Marken haben im Domainnamen nichts zu suchen.
Domainname und KI-Suche
Auch für die KI-Suche zählt aus meiner Sicht vor allem, dass Name, Website und Profile zusammenpassen. Organisationsdaten mit Verweisen auf deine Profile helfen dabei mehr als ein Keyword in der Adresse.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Domainname SEO: Bringt ein Keyword in der Domain bessere Rankings?
- Das Beispiel: drei Domainnamen für eine Dachdeckerei
- Was der Domainname trotzdem bewirkt
- .de oder .com: Welche Domainendung passt?
- Subdomain oder Unterverzeichnis?
- Domain wechseln: Was du vorher wissen musst
- Markenrecht: fremde Namen weglassen
- Domainname und KI-Suche
- So würde ich den Domainnamen auswählen
- Häufige Fragen zum Domainnamen und SEO
- Fazit
- Quellen
Wer eine neue Website plant, steht früh vor der Frage: Welcher Domainname soll es werden? Viele hoffen, dass ein Suchbegriff in der Adresse wie „dachdecker-bonn.de“ bei Google nach oben hilft. Google sagt dazu etwas anderes. Ich zeige dir an einem durchgespielten Beispiel, was der Domainname für SEO wirklich bewirkt, welche Endung passt und wann eine Subdomain sinnvoll ist.

Das Wichtigste in Kürze
Warum das wichtig ist
Den Domainnamen wählst du einmal und behältst ihn oft jahrzehntelang. Ein späterer Wechsel ist ein Umzug der ganzen Website und kostet Zeit.
Darauf kommt es an
- Keyword in der Domain: Laut Google hat es für das Ranking allein kaum Auswirkungen.
- Name vor Suchbegriff: Google rät, den Namen so zu wählen, wie es für dein Unternehmen am besten ist.
- .de oder .com: Die Endung zählt nur, wenn du gezielt Nutzer in einem Land ansprichst, und selbst dann wenig.
- Subdomain oder Unterverzeichnis: Für Google ist beides möglich, entscheidend ist, was sich leichter pflegen lässt.
- Domainwechsel: Für Google ein Umzug mit Weiterleitungen, die du mindestens ein Jahr behalten solltest.
- Markenrechte: Fremde Marken gehören nicht in deinen Domainnamen.
Keine Rechtsberatung: Ich bin kein Anwalt. Ich kläre hier auf, was beim Domainnamen aus SEO-Sicht zählt. Ob ein Name Marken- oder Namensrechte berührt, klärt im Einzelfall ein Anwalt.
Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Domain: die Adresse deiner Website, zum Beispiel hoffmann-dach.de. Sie ist wie die Hausnummer im Internet.
- Domainendung (Top-Level-Domain, kurz TLD): der letzte Teil nach dem Punkt, etwa .de, .com oder .koeln.
- Keyword-Domain: eine Adresse, die vor allem aus einem Suchbegriff besteht, etwa dachdecker-bonn.de.
- Subdomain: ein Vorbau vor der Domain, etwa shop.hoffmann-dach.de. Technisch fast wie eine eigene Website.
- Unterverzeichnis: ein Ordner hinter der Domain, etwa hoffmann-dach.de/shop. Gehört klar zur Hauptseite.
Domainname SEO: Bringt ein Keyword in der Domain bessere Rankings?
Laut Google: kaum. Google beantwortet die Frage in seinem eigenen SEO-Leitfaden für Einsteiger unter der Überschrift „Keywords im Domainnamen oder URL-Pfad“. Dort steht, dass du den Namen deiner Website so wählen sollst, wie er für dein Unternehmen am besten ist. Nutzer verwenden diesen Namen, um dich zu finden.
Der entscheidende Satz lautet: „Was das Ranking angeht, haben die Keywords im Namen der Domain (oder des URL-Pfads) alleine kaum Auswirkungen, außer dass sie in den Navigationspfaden erscheinen.“ Navigationspfade (auf Englisch Breadcrumbs) sind die kleine Adresszeile über dem blauen Titel im Suchergebnis.

Was Google bewertet, sind die Inhalte deiner Seiten: ob sie die Frage des Suchenden beantworten, ob sie vertrauenswürdig sind, ob andere darauf verweisen. Eine Adresse wie dachdecker-bonn.de ersetzt keine gute Seite zur Dachsanierung in Bonn. Wie du so eine Seite aufbaust, steht in meiner Checkliste zur Onpage-Optimierung.
Das Beispiel: drei Domainnamen für eine Dachdeckerei
Nehmen wir die Dachdeckerei Hoffmann aus Bonn, ein erfundener Betrieb mit fünf Mitarbeitern. Der Inhaber hat drei Ideen für den Domainnamen. So würde ich sie einordnen:
Drei Domainnamen für die Dachdeckerei Hoffmann
Beispiel, Einschätzung Stand 03.11.2026
| Domain | Merkbar und buchstabierbar | Wächst mit dem Betrieb | Eindruck beim Kunden |
|---|---|---|---|
| hoffmann-dach.de | Ja, Name plus Gewerk | Ja, auch bei neuen Orten und Leistungen | Klar ein bestimmter Betrieb |
| dachdecker-bonn.de | Ja, aber leicht zu verwechseln | Nein, passt nicht mehr bei Aufträgen in Siegburg oder Köln | Wirkt wie ein Verzeichnis, nicht wie ein Betrieb |
| dachdecker-bonn-hoffmann-sanierung.de | Nein, zu lang zum Diktieren | Nein, auf eine Leistung festgelegt | Wirkt bemüht und schwer lesbar |
Bewertung als meine Einschätzung aus der Praxis. Für das Google-Ranking macht laut Google keine der drei Varianten allein einen nennenswerten Unterschied.
Meine Wahl wäre hoffmann-dach.de. Der Name steht für den Betrieb, nicht für ein Suchwort. Kommt in zwei Jahren ein zweiter Standort dazu oder bietet der Betrieb auch Photovoltaik an, passt die Adresse immer noch. Die Suchbegriffe wie „Dachdecker Bonn“ gehören auf die passende Unterseite, in Überschrift, Text und Seitentitel.
KI-generiertWas der Domainname trotzdem bewirkt
Für das Ranking ist der Domainname fast egal, für Menschen nicht. Ein guter Name zahlt sich an drei Stellen aus:
Merken und weitersagen
Kunden lesen die Adresse auf dem Firmenwagen, der Rechnung oder dem Bauschild und tippen sie später ein. Kurz und eindeutig gewinnt.
Wiedererkennen im Suchergebnis
Google zeigt über dem Titel den Namen der Website und die Adresse. Passt beides zusammen, wirkt das Ergebnis vertraut.
Vertrauen und E-Mail
info@hoffmann-dach.de wirkt seriöser als eine Adresse eines Freemail-Anbieters. Der Name steht für den Betrieb.
Zum zweiten Punkt: Google zeigt in den Suchergebnissen einen Websitenamen an, der für die ganze Website gilt. Diesen Namen kannst du mit strukturierten Daten vom Typ „WebSite“ auf der Startseite vorschlagen, mit dem Feld „name“ und auf Wunsch „alternateName“. Websitenamen gibt es laut Google für Domains und Subdomains, für Unterverzeichnisse dagegen nicht.
.de oder .com: Welche Domainendung passt?
Auch dazu ist Google im SEO-Leitfaden deutlich: Die Domainendung ist nur dann wichtig, wenn du gezielt Nutzer in einem bestimmten Land ansprechen willst, und selbst dann hat sie in der Regel geringe Auswirkungen. Andernfalls spielt es für die Google Suche keine Rolle, ob du .com, .org oder eine andere Endung verwendest.
Länderendungen wie .de nutzt Google laut seiner Anleitung zu mehrsprachigen und länderspezifischen Websites als klares Signal für die Ausrichtung auf ein Land. Für einen Betrieb, der in Deutschland arbeitet, ist .de deshalb die naheliegende Wahl. Deutsche Kunden kennen die Endung und tippen sie oft ganz automatisch.
Und Städte-Endungen wie .koeln oder .berlin? Google hat schon 2015 im Search Central Blog erklärt, dass neue Endungen wie andere allgemeine Endungen behandelt werden. Auch regional aussehende Endungen gelten als allgemein, und Keywords in der Endung bringen weder Vor- noch Nachteile. Google kennzeichnet den Beitrag inzwischen als teilweise veraltet, die Aussage findet sich aber sinngemäß bis heute in der Anleitung zu länderspezifischen Websites.
Mein Tipp
Sichere dir neben der .de auch die Schreibweisen, die Kunden vertippen könnten, zum Beispiel mit und ohne Bindestrich. Leite sie dauerhaft auf deine Hauptadresse weiter. Das schützt vor Verwechslung, für das Ranking bringen die Zusatzdomains nichts.
KI-generiertSubdomain oder Unterverzeichnis?
Willst du einen Shop, einen Blog oder eine Seite für einen zweiten Standort anlegen, stellt sich die nächste Frage: shop.hoffmann-dach.de oder hoffmann-dach.de/shop? Google schreibt dazu im SEO-Leitfaden: Mache aus geschäftlicher Sicht das, was für dein Unternehmen sinnvoll ist. Unterverzeichnisse können die Verwaltung erleichtern, in anderen Fällen kann es sinnvoll sein, Themen in Subdomains aufzuteilen.
- In Googles Übersicht: einfach einzurichten, wenig Pflege, weil alles auf demselben Server liegt
- Gehört für Besucher klar zur Hauptseite
- Meine Standardwahl für kleine Betriebe
- In Googles Übersicht: einfach einzurichten, Bereiche lassen sich leicht trennen
- Kann auf einem anderen System oder Server laufen
- Sinnvoll, wenn der Bereich technisch eigenständig ist
Meine Einschätzung: Für kleine Unternehmen ist das Unterverzeichnis fast immer die einfachere Lösung. Alles liegt in einem System, interne Links sind schnell gesetzt. Zur Subdomain greife ich, wenn ein Bereich zwingend auf einer anderen Software läuft, etwa ein Buchungssystem eines Anbieters.
Domain wechseln: Was du vorher wissen musst
Hast du schon eine Domain mit Besuchern und Rankings, überlege einen Wechsel gut. Google behandelt einen neuen Domainnamen als Umzug mit URL-Änderungen. Jede alte Adresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung auf die passende neue Seite. Google rät, diese Weiterleitungen in der Regel mindestens ein Jahr beizubehalten, und weist darauf hin, dass das Ranking während des Umzugs vorübergehend schwanken kann.
Achtung
Einen neuen Domainnamen nur wegen eines Suchbegriffs würde ich nie empfehlen. Du riskierst Schwankungen, gewinnst aber laut Google beim Ranking praktisch nichts. Wie ein Umzug sauber läuft, steht in meinem Beitrag zum Website-Relaunch.
Den genauen Ablauf mit Weiterleitungsliste habe ich im Beitrag Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust beschrieben.
Markenrecht: fremde Namen weglassen
Ein Punkt, der weniger mit SEO zu tun hat, aber teuer werden kann: Nimm keine fremden Marken oder Firmennamen in deinen Domainnamen auf, auch nicht als Zusatz. Prüfe vor der Registrierung, ob es den Namen schon als Marke oder als Firma in deiner Branche gibt. Das ist keine Rechtsberatung. Bist du unsicher, frag einen Anwalt für Markenrecht.
Domainname und KI-Suche
Bei ChatGPT, Gemini oder den Übersichten mit KI in Google zählt aus meiner Sicht dasselbe wie im normalen Suchergebnis: Die KI muss verstehen, wer hinter einer Website steht. Ein Domainname, der zum Firmennamen passt, macht das leichter, weil Name, Adresse und Profile zusammenpassen. Ein Keyword in der Domain bringt dir dort nach allem, was ich sehe, keinen Vorteil.
KI-generiertWas wirklich hilft: Organisationsdaten auf der Startseite oder der Über uns Seite, mit Firmenname, Adresse und Verweisen auf deine echten Profile (im Code das Feld „sameAs“). So verknüpfen Suchmaschinen und KI-Systeme deine Domain mit deinem Unternehmen. Wenn du dabei Unterstützung willst, schau dir meine Arbeit als GEO-Freelancer an.
So würde ich den Domainnamen auswählen
- 1
Vom Firmennamen ausgehen
Name oder Kurzform des Betriebs, bei Bedarf plus Gewerk, wie hoffmann-dach.de.
- 2
Laut vorlesen
Lässt sich die Adresse am Telefon ohne Buchstabieren durchgeben? Wenn nicht, kürzen.
- 3
Endung wählen
Für Betriebe in Deutschland .de. Weitere Endungen nur sichern und weiterleiten.
- 4
Rechte prüfen
Keine fremden Marken, kurz nach gleichen Firmennamen in der Branche suchen.
- 5
Suchbegriffe auf die Seiten
Keywords gehören in Seitentitel, Überschriften und Text der passenden Unterseite, nicht in die Adresse.
Häufige Fragen zum Domainnamen und SEO
Schadet ein Bindestrich im Domainnamen?
Google nennt dazu in seinen Leitfäden keine Regel. Aus meiner Sicht ist ein Bindestrich in Ordnung, wenn er den Namen lesbarer macht, wie bei hoffmann-dach.de. Mehrere Bindestriche hintereinander machen die Adresse schwer zu merken und zu diktieren.
Bringt es etwas, eine Keyword-Domain zu kaufen und weiterzuleiten?
Für das Ranking nicht. Der Besucher landet über die Weiterleitung auf deiner Hauptseite, und um die geht es dann. Laut Google haben Keywords in der Domain allein kaum Auswirkungen. Sinnvoll sind Zusatzdomains nur, um Vertipper aufzufangen oder einen Namen zu schützen.
Soll der Ort in den Domainnamen?
Nur, wenn der Ort fester Teil deines Firmennamens ist. Sonst schränkt er dich ein, sobald du in Nachbarorten arbeitest. Den Ort zeigst du besser auf eigenen Seiten und im Google-Unternehmensprofil, siehe meine Tipps zur lokalen Sichtbarkeit.
Ist eine .com schlechter als eine .de?
Nein. Laut Google spielt die Endung für die Suche keine Rolle, solange du nicht gezielt ein Land ansprichst. Arbeitest du nur in Deutschland, ist .de das klarere Signal für Google und für deine Kunden.
Fazit
Der Domainname ist vor allem eine Entscheidung für deine Kunden, nicht für Google. Laut Google haben Keywords in der Domain allein kaum Auswirkungen auf das Ranking, und die Endung zählt nur bei der Ausrichtung auf ein Land. Wähle einen kurzen Namen, der zu deinem Betrieb passt, nimm für Deutschland .de und lege Bereiche im Zweifel als Unterverzeichnis an. Die Arbeit für gute Rankings steckt in den Seiten selbst. Wenn du dabei Hilfe willst, findest du mich als SEO-Freelancer.
Quellen
- Google Search Central: SEO-Leitfaden für Einsteiger, Abschnitte „Keywords im Domainnamen oder URL-Pfad“ und „Subdomains im Vergleich zu Unterverzeichnissen“, abgerufen am 03.11.2026
- Google Search Central: Mehrsprachige und länderspezifische Websites verwalten, abgerufen am 03.11.2026
- Google Search Central Blog: Googles Umgang mit neuen Top-Level-Domains, 21.07.2015
- Google Search Central: Websitenamen in der Google Suche, abgerufen am 03.11.2026
- Google Search Central: Website mit URL-Änderungen umziehen, abgerufen am 03.11.2026