Zusammenfassung lesen
Kurz gesagt: Wenn sich dein Wert in PageSpeed Insights Anfang November 2026 verändert hat, obwohl du an deiner Website nichts gemacht hast, liegt das wahrscheinlich an einer neuen Version von Lighthouse. Das ist das Prüfprogramm hinter Googles Ladezeit-Test. Version 13.6.0 kam am 27. Oktober 2026, und als ich am 4. November getestet habe, lief sie in PageSpeed Insights schon.
Was Lighthouse 13.6 anders rechnet
Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Lighthouse lädt deine Seite einmal und schätzt dann, wie lange das auf einem langsameren Handy gedauert hätte. Diese Schätzung rechnet jetzt an zwei Stellen anders. Ob eine Datei das Anzeigen der Seite bremst, übernimmt Lighthouse jetzt direkt aus Chrome. Und wenn der größte Inhalt ein Text ist, rechnet es mit denselben Dateien wie für den ersten sichtbaren Inhalt. Laut einem Chrome-Entwickler werden die Werte dadurch genauer und meist höher, vor allem bei Seiten mit viel JavaScript. Ein höherer Wert heißt also nicht, dass deine Seite schneller geworden ist.
Warum der Wert auch ohne Update schwankt
Dazu kommt: Der Wert schwankt auch ohne Update. Ich habe dieselbe Seite zweimal direkt nacheinander getestet und einmal 33 und einmal 81 Punkte bekommen. Google schreibt selbst, dass die Werte geschätzt sind und variieren können. Ab 90 Punkten gilt eine Seite laut Google als gut.
Felddaten und Rankings
Aussagekräftiger sind die Felddaten ganz oben im Ergebnis. Sie stammen aus echten Besuchen der letzten 28 Tage und ändern sich durch das Update nicht. Für Rankings ist die Punktzahl selbst kein Faktor. Aus meiner Erfahrung entscheidet der Inhalt deutlich mehr. Für Anfragen ist eine schnelle Seite aber trotzdem wichtig.
Mein Rat
Mein Rat: Notiere bei jeder Messung die Lighthouse-Version, teste drei- bis fünfmal und nimm den mittleren Wert. Schau zuerst auf die Felddaten, und vergleiche alte Werte nicht direkt mit neuen. Die echten Bremsen bleiben dieselben: große Bilder, zu viele Erweiterungen und fremde Skripte.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Was Google bei PageSpeed Insights geändert hat
- Warum sich dein Wert jetzt ändern kann
- Schwankt der Wert auch ohne Update?
- Labordaten oder Felddaten: Was wirklich zählt
- Spielt der PageSpeed-Wert für Google-Rankings eine Rolle?
- So gehst du jetzt vor
- Häufige Fragen zu PageSpeed Insights
- Fazit
- Quellen
Du hast an deiner Website nichts geändert, und trotzdem zeigt PageSpeed Insights auf einmal einen anderen Wert? Seit Anfang November 2026 misst Googles Ladezeit-Test mit einer neuen Version von Lighthouse. Ich erkläre dir, was Google umgestellt hat, warum sich der Wert dadurch verschieben kann und worauf du beim nächsten Test achten solltest.

Das Wichtigste in Kürze
Warum das wichtig ist
Viele Betriebe schauen auf die Zahl von PageSpeed Insights, um ihre Website oder die Arbeit ihrer Agentur zu beurteilen. Ändert sich die Zahl ohne dein Zutun, solltest du wissen, warum.
Darauf kommt es an
- Neue Version: PageSpeed Insights misst seit Anfang November 2026 mit Lighthouse 13.6.0, veröffentlicht am 27. Oktober 2026.
- Andere Rechnung: Lighthouse schätzt die Ladezeit in einer Simulation. Diese Simulation rechnet jetzt an zwei Stellen anders.
- Eher höhere Werte: Laut einem Chrome-Entwickler fallen die geschätzten Werte meist besser aus, vor allem bei Seiten mit viel JavaScript.
- Schwankungen normal: Google schreibt selbst, dass die Werte geschätzt sind und variieren können.
- Echte Nutzer zählen: Aussagekräftiger als die Punktzahl sind die Felddaten aus echten Besuchen der letzten 28 Tage.
Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- PageSpeed Insights: ein kostenloses Werkzeug von Google, das misst, wie schnell eine Seite lädt. Du gibst die Adresse ein und bekommst eine Punktzahl von 0 bis 100.
- Lighthouse: das Prüfprogramm, das hinter PageSpeed Insights steckt. Es lädt deine Seite einmal und vergibt daraus die Punkte. Du findest es auch in Chrome unter den Entwicklertools.
- Labordaten: das Ergebnis dieses einen Testlaufs mit einem nachgestellten Handy und einer langsamen Mobilfunkverbindung. Das ist wie eine Probefahrt auf einer festen Teststrecke.
- Felddaten: Messwerte aus echten Besuchen in Chrome über die letzten 28 Tage. Das ist wie der Verbrauch, den dein Auto im Alltag tatsächlich hat.
- Core Web Vitals: drei Messwerte, mit denen Google die Nutzererfahrung beschreibt: wie schnell der größte Inhalt erscheint (LCP), wie schnell die Seite auf Klicks reagiert (INP) und wie stark Inhalte beim Laden verrutschen (CLS).
Was Google bei PageSpeed Insights geändert hat
Das Chrome-Team hat am 27. Oktober 2026 Lighthouse 13.6.0 veröffentlicht. In den Versionshinweisen steht, dass die neue Version in die Entwicklertools von Chrome 159 kommt und innerhalb einer Woche in PageSpeed Insights. Als ich am 4. November 2026 selbst getestet habe, stand unter dem Ergebnis bereits „Lighthouse 13.6.0“.

Bei 1 steht, dass die Version innerhalb einer Woche in PageSpeed Insights kommt. Bei 2 stehen die Änderungen an der Simulation, um die es in diesem Beitrag geht.
Die meisten Punkte in den Versionshinweisen betreffen nur Entwickler. Wichtig für deinen Wert sind die Änderungen an der Simulation, mit der Lighthouse die Ladezeit schätzt. Diese Simulation heißt Lantern. Sie lädt deine Seite einmal und rechnet dann aus, wie lange das auf einem langsameren Handy mit schwacher Verbindung gedauert hätte.
Warum sich dein Wert jetzt ändern kann
Zwei Änderungen sind für die meisten Websites spürbar:
- Was das Anzeigen bremst: Manche Dateien muss der Browser laden, bevor er überhaupt etwas zeigen kann, zum Beispiel Stildateien im Kopf der Seite. Lighthouse hat bisher aus der Ladepriorität geschätzt, ob eine Datei so bremst. Jetzt übernimmt es die Angabe direkt aus Chrome.
- Wann der größte Inhalt erscheint: Ist der größte Inhalt eine Überschrift oder ein Textblock, der zusammen mit den ersten Inhalten erscheint, rechnet Lighthouse dafür jetzt mit denselben Dateien wie für den ersten sichtbaren Inhalt. Vorher konnten auch Dateien in die Rechnung einfließen, die für diesen Text gar nicht nötig waren.
Barry Pollard, Entwickler im Chrome-Team, sagt laut Search Engine Journal, die geschätzten Werte für den ersten Inhalt und den größten Inhalt seien dadurch genauer und fielen meist höher aus. Betroffen seien vor allem Seiten mit viel JavaScript. Viele Baukästen und Page Builder laden sehr viel davon. Steigt dein Wert also ohne Umbau, kann das an der neuen Version liegen und nicht an einer echten Verbesserung.
Wichtig
Ein höherer Wert nach dem Update heißt nicht, dass deine Website schneller geworden ist. Er heißt nur, dass Lighthouse anders rechnet. Vergleiche Messungen deshalb nur, wenn sie mit derselben Lighthouse-Version entstanden sind.
Schwankt der Wert auch ohne Update?
Ja, und das sogar stark. Ich habe die Seite web.dev von Google am 4. November 2026 zweimal direkt nacheinander getestet. Der erste Lauf ergab 33 Punkte für das Handy, der zweite eine Minute später 81. An der Seite hatte sich in dieser Minute nichts geändert.

Bei 1 schreibt Google selbst, dass die Werte geschätzt sind und variieren können. Bei 2 siehst du, mit welcher Lighthouse-Version gemessen wurde. Rechts daneben steht, dass der Wert aus einem einzigen Seitenbesuch stammt.
Google erklärt in der Dokumentation zu PageSpeed Insights, dass Schwankungen auf mehreren Wegen entstehen. Als häufige Ursachen nennt Google die verfügbare Verbindung, die Leistung des Testgeräts und andere Aufgaben, die gleichzeitig Rechenleistung brauchen. Laut Google gelten 90 Punkte und mehr als gut, 50 bis 89 als verbesserungswürdig und unter 50 als schlecht.
Meine Faustregel: Teste eine Seite drei- bis fünfmal und schau auf den mittleren Wert, nicht auf den besten oder schlechtesten. Unterschiede von 5 bis 10 Punkten würde ich nicht überbewerten. Das ist meine Einschätzung aus der Praxis, keine Vorgabe von Google.
Labordaten oder Felddaten: Was wirklich zählt
Ganz oben im Ergebnis zeigt PageSpeed Insights einen eigenen Abschnitt „So sieht die Leistung auf der Nutzerseite aus“. Diese Werte stammen nicht aus dem Testlauf, sondern aus echten Besuchen in Chrome. Google schreibt dazu, dass Labor- und Felddaten voneinander abweichen können, weil der Testlauf nur ein Gerät und eine feste Verbindung nachstellt.

Schau zuerst auf die Bewertung bei 1: Sind die Core Web Vitals aus echten Besuchen bestanden oder nicht? Bei 2 steht, dass die Werte die letzten 28 Tage abbilden. Eine Änderung an deiner Website siehst du hier also erst nach einigen Wochen. Lighthouse 13.6 ändert an diesen Werten nichts, weil sie gar nicht simuliert werden.
Das Beispiel zeigt gut, warum der Unterschied wichtig ist: Im Labor kam web.dev beim zweiten Lauf auf 81 Punkte, die echten Besuche bestehen die Core Web Vitals aber nicht. Für die Frage, ob sich deine Besucher über eine langsame Seite ärgern, sind die Felddaten deshalb die bessere Grundlage. Gibt es für eine einzelne Seite zu wenige Besuche, zeigt PageSpeed Insights laut Google die Werte der ganzen Website. Reicht auch das nicht, gibt es keine Felddaten. Bei kleinen Websites kommt das oft vor. Dann bleibt nur der Testlauf, und du solltest ihn mehrmals wiederholen.
Spielt der PageSpeed-Wert für Google-Rankings eine Rolle?
Die Punktzahl selbst ist kein Rankingfaktor. Google schreibt in der Search-Central-Seite zu den Core Web Vitals, dass gute Werte zusammen mit anderen Aspekten der Seitennutzung dem entsprechen, was die Ranking-Systeme belohnen wollen. Wie stark das wiegt, sagt Google nicht. Aus meiner Erfahrung entscheidet der Inhalt einer Seite deutlich mehr über das Ranking als ein paar Punkte mehr oder weniger.
Wichtig ist die Ladezeit trotzdem, vor allem für Anfragen. Wer auf dem Handy lange auf eine Seite wartet, springt eher ab. Das gilt genauso für Besucher aus bezahlten Anzeigen, für die du jeden Klick bezahlst.
KI-generiertSo gehst du jetzt vor
- 1
Version notieren
Schreib bei jeder Messung dazu, mit welcher Lighthouse-Version sie entstanden ist. Die Angabe steht unten im Bereich „Leistungsprobleme diagnostizieren“.
- 2
Mehrmals messen
Teste jede wichtige Seite drei- bis fünfmal und nimm den mittleren Wert, getrennt für Mobil und Computer.
- 3
Felddaten zuerst
Gibt es Felddaten, entscheidet die Bewertung der Core Web Vitals, nicht die Punktzahl darunter.
- 4
Alte Werte nicht direkt vergleichen
Ein Sprung nach oben Anfang November 2026 kann allein an Lighthouse 13.6 liegen. Vergleiche ab jetzt nur noch Messungen mit derselben Version.
- 5
Echte Bremsen angehen
Große Bilder, zu viele Erweiterungen und Skripte von Drittanbietern bremsen am häufigsten. Daran ändert eine neue Lighthouse-Version nichts.
Welche Bremsen auf Unternehmensseiten am häufigsten vorkommen und wie du sie löst, erkläre ich ausführlich im Beitrag Core Web Vitals verbessern. Ein schlecht eingebundener Cookie Banner gehört übrigens oft dazu, weil er Inhalte beim Laden verrutschen lässt.
Häufige Fragen zu PageSpeed Insights
Warum ist mein PageSpeed-Wert plötzlich gestiegen?
Seit Anfang November 2026 misst PageSpeed Insights mit Lighthouse 13.6.0. Die neue Version schätzt die Ladezeit anders, laut einem Chrome-Entwickler meist mit höheren Werten. Hast du nichts geändert, liegt es wahrscheinlich daran.
Warum bekomme ich bei jedem Test einen anderen Wert?
Jeder Test ist ein einzelner Seitenbesuch. Verbindung, Testgerät und Server verhalten sich jedes Mal etwas anders. Google weist selbst darauf hin, dass die Werte variieren können. Miss deshalb mehrmals.
Brauche ich 100 Punkte?
Nein. Laut Google gelten Werte ab 90 als gut. Wichtiger als die letzten Punkte ist, dass die Core Web Vitals aus echten Besuchen bestanden sind. Den Weg zu 100 Punkten bezahlst du oft mit Funktionen, die deine Besucher eigentlich brauchen.
Ändern sich die Core Web Vitals in Googles eigenem Bericht durch das Update?
Nein. Googles Bericht „Core Web Vitals“ für Website-Betreiber beruht laut Google auf Felddaten aus dem Chrome-UX-Bericht, also auf echten Besuchen. Die stammen nicht aus der Lighthouse-Simulation und ändern sich deshalb nicht durch eine neue Lighthouse-Version.
Fazit
Lighthouse 13.6 rechnet die geschätzte Ladezeit an zwei Stellen anders, und PageSpeed Insights nutzt die neue Version seit Anfang November 2026. Dein Wert kann sich dadurch verschieben, ohne dass sich an deiner Website etwas geändert hat. Verlass dich deshalb nicht auf eine einzelne Zahl. Miss mehrmals, notiere die Version und schau zuerst auf die Felddaten echter Besucher. Wenn du wissen willst, was deine Website wirklich bremst, schaue ich mir das als SEO-Freelancer gerne mit dir an.
Quellen
- Lighthouse 13.6.0, Versionshinweise vom 27. Oktober 2026 (Google Chrome auf GitHub)
- Über PageSpeed Insights: Labor- und Felddaten, Bewertung (Google for Developers)
- Core Web Vitals und Google-Suchergebnisse (Google Search Central)
- Google Lighthouse Update Changes How PageSpeed Insights Simulates Loading (Search Engine Journal, 2. November 2026, mit der Aussage von Barry Pollard)
- PageSpeed Insights, eigene Tests am 4. November 2026