Zusammenfassung lesen
In dem Blogbeitrag erfährst du, was hinter dem neuen Promotion Mode in Google Ads steckt und für wen er sich lohnt.
Google hat den Promotion Mode am 15. Juni 2026 als Beta angekündigt, für Suchkampagnen und Performance-Max-Kampagnen. Die Idee ist einfach: Für einen Aktionszeitraum, etwa Black Friday, einen Sale oder eine Produkteinführung, lockerst du dein Renditeziel und kannst zusätzlich mehr Tagesbudget freigeben. Der Zeitraum dauert laut Google drei bis vierzehn Tage. Danach gelten automatisch wieder dein Ziel-ROAS und dein normales Budget. Du musst also nicht daran denken, irgendetwas zurückzustellen.
Was dabei wichtig ist, ist die ROAS-Toleranz. Google erklärt sie an einem Beispiel: Liegt dein Ziel bei zweihundert Prozent und du wählst zehn Prozent Toleranz, landet das effektive Ziel bei hundertachtzig Prozent. Du nimmst also bewusst weniger Umsatz pro Werbe-Euro in Kauf, um in der Aktion mehr Verkäufe mitzunehmen.
Viele verwechseln das mit den saisonalen Anpassungen. Die ändern nur die Erwartung an die Conversion-Rate, das Ziel bleibt gleich. Google empfiehlt sie für kurze Zeiträume von einem bis sieben Tagen. Der Promotion Mode dagegen lockert das Ziel selbst.
Für wen passt das? Vor allem für Onlineshops, die mit Ziel-ROAS arbeiten und regelmäßig Aktionen fahren. Google spricht nur von der ROAS-Toleranz. Viele Dienstleister arbeiten aber mit Ziel-CPA oder messen Anfragen ohne Umsatzwerte. Für sie sind saisonale Anpassungen oder ein Gesamtbudget der Kampagne der bessere Weg.
Ein paar Dinge würde ich vorher prüfen: Stimmen die Umsatzwerte im Tracking? Rechnet sich die Aktion trotz Rabatt und niedrigerer Rendite? Und brauchst du eine feste Obergrenze? Dann kombinierst du die Toleranz mit einem Gesamtbudget, das sieht Google ausdrücklich vor.
Zur Verfügbarkeit: Es ist eine Beta. Laut Google bekommst du Zugang über dein Account-Team. Eine Länderliste gibt es nicht. Mein Rat: erst bei einer kleineren Aktion testen, bevor du den Promotion Mode für Black Friday einplanst.
Inhaltsverzeichnis
Black Friday, ein Sale am Wochenende oder ein neues Produkt: In solchen Phasen suchen mehr Menschen, und die Chance auf Verkäufe steigt. Genau dafür testet Google seit Juni 2026 den Promotion Mode. Damit hebst du Gebotsspielraum und Budget für ein paar Tage gezielt an, und danach läuft die Kampagne von allein wieder normal weiter. Hier erkläre ich, was Google offiziell dazu sagt, wie sich die Funktion von saisonalen Anpassungen unterscheidet und für wen sie sich eignet.

Das Wichtigste in Kürze
- Google hat den Promotion Mode am 15. Juni 2026 als Beta für Such- und Performance-Max-Kampagnen angekündigt.
- Du legst für einen Aktionszeitraum eine ROAS-Toleranz und optional ein zusätzliches Tagesbudget fest.
- Der Zeitraum dauert laut Google 3 bis 14 Tage, danach gelten automatisch wieder deine normalen Einstellungen.
- Saisonale Anpassungen ändern die erwartete Conversion-Rate, der Promotion Mode lockert bewusst dein Renditeziel.
- Google nennt nur die ROAS-Toleranz. Wer mit Ziel-CPA arbeitet, etwa viele Dienstleister, nutzt eher saisonale Anpassungen.
- Zugang zur Beta gibt es laut Google über das Account-Team, nicht in jedem Konto.
Was der Promotion Mode ist
Google hat den Promotion Mode am 15. Juni 2026 auf der eigenen Seite Accelerate with Google angekündigt, zusammen mit zwei weiteren Änderungen an Geboten und Budgets. Laut Google kannst du damit für Spitzenzeiten vorübergehende Änderungen an deiner ROAS-Toleranz planen und zusätzliches Tagesbudget hinzufügen. Als Anlässe nennt Google saisonale Ereignisse, kurze Rabattaktionen (Flash Sales) und Produkteinführungen.
Die Beta gilt laut Ankündigung für Suchkampagnen und Performance-Max-Kampagnen. Der Promotion Mode funktioniert mit durchschnittlichen Tagesbudgets. Die Anpassung der ROAS-Toleranz lässt sich laut Google außerdem mit dem Gesamtbudget der Kampagne kombinieren, also einem festen Betrag für einen festen Zeitraum.

So funktioniert der Promotion Mode im Konto
Ginny Marvin, bei Google als Ads Product Liaison die offizielle Ansprechpartnerin für Werbetreibende, hat in einem LinkedIn-Kommentar erklärt, wie die Einrichtung abläuft. Zitat: „The very first prompt is to set the start and end dates of the promotion (with a time span of 3 to 14 days).“ Du legst also zuerst Start und Ende der Aktion fest, und der Zeitraum muss zwischen 3 und 14 Tagen liegen. Und weiter: „With Promotion mode, there's no need to remember to come back to turn it off.“ Abschalten musst du die Funktion also nicht selbst.
In der Ankündigung zeigt Google auch, wie das in den Kampagneneinstellungen aussieht. Unter „Promotion mode“ gibt es ein Häkchen, mit dem die Kampagne an den Aktionstagen schneller mehr ausgibt und Verkäufe vor das ROAS-Ziel stellt. Darunter folgen die Aktionsdaten, die innerhalb der Laufzeit der Kampagne liegen müssen, das Feld für die ROAS-Toleranz und ein optionales zusätzliches Tagesbudget.

Der Ablauf in vier Schritten
- 1
Aktionszeitraum festlegen
Start und Ende der Aktion, 3 bis 14 Tage, innerhalb der Laufzeit der Kampagne.
- 2
ROAS-Toleranz wählen
Wie weit der Ziel-ROAS in dieser Zeit unterschritten werden darf, um mehr Verkäufe mitzunehmen.
- 3
Zusatzbudget eintragen
Optional: ein zusätzliches Tagesbudget für die Aktionstage.
- 4
Automatisches Ende
Nach dem letzten Aktionstag gelten wieder dein Ziel-ROAS und dein normales Tagesbudget.
Was die ROAS-Toleranz bedeutet
ROAS steht für Return on Ad Spend, also den Umsatz pro Euro Werbekosten. Mit der Gebotsstrategie Ziel-ROAS sagst du Google, welchen Wert die Kampagne im Schnitt erreichen soll. Die ROAS-Toleranz erlaubt dem System, dieses Ziel bewusst zu unterschreiten.
Den Begriff kennt man schon vom Traffic-Finder für Smart Bidding (englisch Smart Bidding Exploration). Dort erklärt Google es mit einem Beispiel: Liegt dein Ziel-ROAS bei 200 Prozent und du wählst eine Toleranz von 10 Prozent, beträgt der effektive durchschnittliche Ziel-ROAS 180 Prozent. Für den Promotion Mode hat Google noch keine eigene Hilfeseite mit Rechenbeispiel veröffentlicht. Da es dieselbe Einstellung ist, gehe ich davon aus, dass sie genauso wirkt, nur eben begrenzt auf die Aktionstage.

Weniger Rendite ist hier Absicht
Eine höhere Toleranz heißt: Du nimmst in der Aktion bewusst weniger Umsatz pro Werbe-Euro in Kauf, um mehr Verkäufe und Suchanfragen mitzunehmen. Das lohnt sich nur, wenn sich die zusätzlichen Verkäufe trotz Rabatt für dich rechnen.
Promotion Mode oder saisonale Anpassung?
Für Aktionen gibt es in Google Ads schon länger die saisonalen Anpassungen. Damit sagst du Smart Bidding, dass sich die Conversion-Rate in einem Zeitraum stark ändern wird, zum Beispiel um 50 Prozent nach oben während eines dreitägigen Ausverkaufs. Die Gebote werden in der Zeit angepasst und danach automatisch zurückgesetzt. Google empfiehlt die Funktion nur bei erheblichen Änderungen und für kurze Zeiträume von 1 bis 7 Tagen. Bei mehr als 14 Tagen funktioniert sie laut Google möglicherweise nicht so gut.

Der Unterschied liegt im Hebel. Die saisonale Anpassung ändert die Erwartung, also wie wahrscheinlich ein Klick zu einem Kauf führt. Dein Renditeziel bleibt gleich. Der Promotion Mode lockert dagegen das Ziel selbst und kann zusätzlich Budget freigeben. Wie beide Einstellungen zusammenwirken, wenn sie gleichzeitig aktiv sind, beschreibt Google bisher nicht. Ich würde deshalb in einer Kampagne erst einmal nur eine von beiden nutzen, damit man hinterher sieht, was gewirkt hat.
- Du gibst an, um wie viel sich die Conversion-Rate ändern wird
- Das ROAS- oder CPA-Ziel bleibt gleich
- Laut Google ideal für 1 bis 7 Tage
- Suche, Shopping und Display mit Ziel-ROAS und Ziel-CPA, Performance Max mit allen Strategien
- Du legst eine ROAS-Toleranz für die Aktionstage fest
- Optional zusätzliches Tagesbudget
- Zeitraum 3 bis 14 Tage, endet automatisch
- Beta für Suche und Performance Max
Für wen sich der Promotion Mode eignet
Die Funktion ist erkennbar für Konten gebaut, die mit Umsatzwerten arbeiten. Google spricht in der Ankündigung ausschließlich von der ROAS-Toleranz. Ein Onlineshop, der seine Kampagnen auf Ziel-ROAS steuert und regelmäßig Aktionen fährt, ist damit die naheliegende Zielgruppe.
Wo der Promotion Mode passt und wo eher nicht
Shops mit Ziel-ROAS
Black Friday, Cyber Monday, Sale-Wochenenden: kurze Phasen, in denen mehr Nachfrage da ist und du mehr Umsatz mitnehmen willst.
Produkteinführungen
Ein neues Produkt soll in den ersten Tagen sichtbar sein, auch wenn die Rendite noch nicht ganz stimmt.
Dienstleister mit Ziel-CPA
Wer Anfragen ohne Umsatzwerte misst, findet in der Ankündigung keine Einstellung dafür. Hier sind saisonale Anpassungen der passende Weg.
Kleine Konten
Ohne saubere Conversion-Werte und genug Daten hat die Toleranz kaum etwas, woran sie sich ausrichten kann.
Und Dienstleister? Ein Handwerksbetrieb oder eine Kanzlei misst meist Anfragen und Anrufe, oft mit Ziel-CPA oder „Conversions maximieren“. Für diese Strategien beschreibt Google im Promotion Mode nichts. Hast du als Dienstleister trotzdem eine Aktion, etwa ein zeitlich begrenztes Angebot, würde ich mit einer saisonalen Anpassung arbeiten, denn die gibt es laut Google auch für Ziel-CPA. Für einen festen Betrag in einem festen Zeitraum gibt es außerdem das Gesamtbudget der Kampagne. Wenn du Conversion-Werte für Anfragen hinterlegt hast und mit Ziel-ROAS arbeitest, sieht es anders aus. Das ist bei kleinen Dienstleistern aber eher die Ausnahme.
Risiken und worauf ich achten würde
Der Promotion Mode ist keine Wunderfunktion. Er gibt dem System mehr Spielraum, und Spielraum kostet Geld. Bevor ich ihn in einem Konto einsetzen würde, prüfe ich drei Dinge.
- Stimmen die Umsatzwerte? Wenn Rabatte, Versand oder Stornos im Conversion-Wert falsch ankommen, rechnet die Toleranz mit falschen Zahlen.
- Rechnet sich die Aktion? Ein Rabatt drückt die Marge, und die Toleranz drückt die Rendite pro Werbe-Euro. Beides zusammen muss sich noch lohnen.
- Gibt es eine Obergrenze? Wer die Ausgaben fest deckeln will, kombiniert die Toleranz mit einem Gesamtbudget der Kampagne, wie Google es vorsieht.
Dazu kommt ein Zusammenhang, den viele übersehen. Seit dem 17. August 2026 hat Google zielbasierte Gebotsstrategien umgestellt: Kampagnen, die durch das Budget eingeschränkt sind, orientieren sich jetzt enger an ihrem Gebotsziel. Wer sein Ziel bisher deutlich übertroffen hat, kann laut Google Schwankungen sehen. Aus meiner Sicht ist es deshalb sinnvoll, Ziele für eine Aktion nicht von Hand hin und her zu schieben, sondern den Zeitraum sauber festzulegen. Mehr zu Kampagnen mit viel Automatik findest du in meinem Beitrag zu AI Max.

Mein Tipp
Plane eine Aktion mit Promotion Mode nicht erst am Vortag. Lege Zeitraum, Toleranz und Zusatzbudget mit ein paar Tagen Vorlauf fest und schreib dir vorher auf, welchen Umsatz und welche Kosten du erwartest. Nur so kannst du hinterher ehrlich bewerten, ob es sich gelohnt hat.
Gibt es den Promotion Mode in Deutschland?
Das lässt sich derzeit nicht pauschal sagen. Google beschreibt den Promotion Mode als Beta und schreibt: Wer an der Beta interessiert ist, soll sich an sein Account-Team wenden. Eine Liste der Länder nennt Google nicht, und die Ankündigung erschien auf der US-Seite von Accelerate with Google. Eine eigene Seite in der Google Ads-Hilfe habe ich bis zum 9. Oktober 2026 nicht gefunden. Ob die Funktion in deinem Konto schon da ist, siehst du in den Einstellungen einer Such- oder Performance-Max-Kampagne mit Ziel-ROAS. Wenn du dabei Unterstützung willst, schau dir an, wie ich als Google Ads Freelancer arbeite.
Häufige Fragen zum Promotion Mode
Muss ich den Promotion Mode nach der Aktion wieder abschalten?
Nein. Laut Google gelten nach dem Aktionszeitraum automatisch wieder dein Ziel-ROAS und dein durchschnittliches Tagesbudget. Ginny Marvin von Google betont, dass man nicht daran denken muss, die Funktion später auszuschalten.
Wie lang darf der Aktionszeitraum sein?
Laut Ginny Marvin zwischen 3 und 14 Tagen. Die Aktionsdaten müssen außerdem innerhalb der Laufzeit der Kampagne liegen.
Funktioniert der Promotion Mode mit Ziel-CPA?
Google nennt in der Ankündigung nur die ROAS-Toleranz. Für Kampagnen mit Ziel-CPA sind die saisonalen Anpassungen die offizielle Möglichkeit, eine Aktion zu berücksichtigen.
Kann ich den Promotion Mode mit einem Gesamtbudget kombinieren?
Ja. Laut Google lässt sich die Anpassung der ROAS-Toleranz mit dem Gesamtbudget der Kampagne kombinieren. So steuerst du die Leistung in der Aktion und behältst trotzdem die Ausgaben im Griff.
Fazit
Der Promotion Mode ist eine sinnvolle Ergänzung für alle, die mit Ziel-ROAS arbeiten und regelmäßig Aktionen fahren. Er nimmt dir das Hin- und Herschieben von Zielen und Budgets ab und endet von allein. Für die meisten Dienstleister ändert sich wenig, dort bleiben saisonale Anpassungen und ein sauberes Tracking das Werkzeug der Wahl. Da es eine Beta ist, würde ich die Funktion zuerst bei einer kleineren Aktion testen, bevor ich sie für Black Friday einplane. Mehr zu bezahlter Suche findest du auf meiner Seite als SEA Freelancer.
Quellen
- Google, Accelerate with Google: Bidding and Budgeting Updates to Scale Your Growth: Ankündigung vom 15.06.2026, abgerufen am 09.10.2026
- Ginny Marvin (Google Ads Product Liaison), Kommentar auf LinkedIn: Zeitraum 3 bis 14 Tage, abgerufen am 09.10.2026
- Google Ads-Hilfe: Saisonale Anpassungen
- Google Ads-Hilfe: Traffic-Finder für Smart Bidding einrichten
- Google Ads-Hilfe: Gesamtbudgets von Kampagnen
- Google Ads-Hilfe: Änderungen an zielbasierten Gebotsstrategien