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Kurz gesagt: Ab dem zwölften Oktober 2026 kann Google Rabatte und Gutscheine von deiner Website automatisch unter deine Anzeigen setzen. Die Funktion heißt „Automatische Angebote“, ist standardmäßig eingeschaltet und lässt sich nur für das ganze Konto abschalten.
Betroffen sind laut Google nur Such- und Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets, also mit der Adresse deines Geschäfts, in denen noch kein eigenes Angebot läuft. Das trifft vor allem Betriebe mit Laden oder Standort, zum Beispiel Einzelhandel, Gastronomie oder Autohäuser. Den Termin kennt man aus einer E-Mail von Google an Werbetreibende, die ein amerikanisches Fachportal veröffentlicht hat.
Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Jedes automatische Angebot läuft laut Google weniger als vierundzwanzig Stunden und wird nur verlängert, solange es auf deiner Website sichtbar ist. Start- und Enddatum kann Google noch nicht auslesen. Steht also der Banner einer alten Aktion noch auf der Seite, hält Google das Angebot womöglich für gültig. Außerdem können Bedingungen wie ein Mindestbestellwert untergehen, und ein Rabatt, der nur für Newsletter-Leser gedacht war, steht plötzlich vor allen Suchenden.
Meine Empfehlung: Prüf vor dem Start, welche Kampagnen Standort-Assets nutzen, und nimm abgelaufene Aktionen von deiner Website. Danach entscheidest du bewusst. Abschalten geht unter Assets, dann „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“, dann „Erweiterte Einstellungen“. Dort stellst du „Automatische Angebote“ auf „Aus“. Willst du nur einzelne Kampagnen ausnehmen, legst du dort ein eigenes Angebots-Asset an. Solche Kampagnen überspringt Google, und du bestimmst Rabatt, Bedingungen und Enddatum selbst.
Nach dem Start findest du die automatischen Angebote unter Assets, wenn du nach dem Typ „Angebot“ filterst. In der Spalte „Hinzugefügt von“ steht dann „Google AI“.
Ich würde die Funktion nicht blind laufen lassen. Mit einer sauber gepflegten Website kann sie sinnvoll sein. Ohne Kontrolle kann sie dir Rabatte in die Anzeigen schreiben, die du so nie geplant hast.
Inhaltsverzeichnis
- Was Google ab dem 12. Oktober ändert
- Welche Kampagnen betroffen sind
- Warum Google das macht
- Warum du die Funktion prüfen solltest
- So prüfst du dein Konto vor dem 12. Oktober
- So schaltest du automatische Angebote ab
- Anlassen oder abschalten?
- Häufige Fragen zu automatischen Angeboten in Google Ads
- Fazit
- Quellen
Hast du in deinem Google-Ads-Konto Standort-Assets und auf deiner Website gerade eine Aktion laufen, etwa einen Rabatt oder einen Gutscheincode? Dann kann es sein, dass dieses Angebot ab Montag, dem 12. Oktober 2026, unter deinen Anzeigen erscheint, ohne dass du es selbst angelegt hast. Google liest Angebote von deiner Website aus und hängt sie als Angebots-Asset an Such- und Performance-Max-Kampagnen an. Die Funktion heißt „Automatische Angebote“, ist standardmäßig eingeschaltet und lässt sich nur für das ganze Konto abschalten. Hier erfährst du, was genau passiert, wen es betrifft und wie du es in wenigen Minuten prüfst.

Das Wichtigste in Kürze
- Laut einer E-Mail von Google an Werbetreibende gilt ab dem 12. Oktober 2026: Google erkennt Angebote auf deiner Website und wendet sie automatisch auf Kampagnen an.
- Betroffen sind nur Such- und Performance-Max-Kampagnen mit Standort-Assets, in denen keine eigenen Angebots-Assets laufen.
- Jedes automatische Angebot läuft laut Google weniger als 24 Stunden und wird nur verlängert, solange es auf der Website sichtbar ist.
- Abschalten geht unter Assets, „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“, „Erweiterte Einstellungen“, „Automatische Angebote“ auf „Aus“.
- Wer die Kontrolle pro Kampagne behalten will, legt eigene Angebots-Assets mit Start- und Enddatum an.
Was Google ab dem 12. Oktober ändert
Die Funktion selbst ist nicht ganz neu. Google beschreibt sie in der Google Ads-Hilfe unter „Automatische Angebote“ als KI-basierte Funktion, die Angebote von deiner Website erkennt und in passenden Such- und Performance-Max-Kampagnen ausliefert. Als Beispiel nennt Google einen Rabatt von 20 Prozent auf Pullover, der auf der Landingpage steht und dann in den Suchergebnissen unter der Anzeige erscheint.
Neu ist der Schalter: Google hat Werbetreibenden per E-Mail mitgeteilt, dass die Funktion ab dem 12. Oktober 2026 automatisch greift und man sie jederzeit abschalten kann. Die E-Mail selbst ist nicht öffentlich. Veröffentlicht hat sie Search Engine Roundtable, ein amerikanisches Fachportal für Suchmaschinen-News, am 5. Oktober 2026. Darin heißt es, die Funktion gelte derzeit nur für Such- und Performance-Max-Kampagnen mit verknüpften Standort-Assets.
Technisch gehört die Funktion zu den automatisch erstellten Assets auf Kontoebene. Das sind Zusätze wie dynamische Sitelinks oder Verkäuferbewertungen, die Google laut eigener Hilfe dann erstellt und anzeigt, wenn eine Verbesserung der Ergebnisse prognostiziert wird. Die automatischen Angebote stehen dort jetzt als eigener Punkt in der Liste. Wie Angebots-Assets grundsätzlich funktionieren, habe ich im Beitrag zu Anzeigenerweiterungen und Assets erklärt.

Welche Kampagnen betroffen sind
Laut Google müssen drei Bedingungen erfüllt sein, damit eine Kampagne automatische Angebote bekommt:
- Aktive Such- oder Performance-Max-Kampagne mit angehängten Standort-Assets, also mit der Adresse deines Geschäfts aus dem Unternehmensprofil. Google nennt hier ausdrücklich auch lokale Werbekampagnen.
- Keine eigenen Angebote in der Kampagne. Läuft dort bereits ein manuell angelegtes Angebots-Asset, überspringt Google die Kampagne.
- Die üblichen Google Ads-Richtlinien müssen eingehalten werden.
Betroffen sind damit vor allem Betriebe mit Ladengeschäft oder Standort: Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk mit Ausstellung, Autohäuser, Fitnessstudios. Reine Onlineshops ohne Standort-Assets fallen nach Googles Beschreibung heraus. Einen Haken gibt es aber: Laut Google kann Google Ads dein Unternehmen auch ohne eigene Standorte im Konto bekannten Standorten zuordnen, etwa anhand der Landingpages. Das sind die automatisch erstellten Standort-Assets. Ob solche automatisch zugeordneten Standorte für die Angebote zählen, sagt Google nicht ausdrücklich. Ich würde deshalb auch ohne bewusst angelegte Standorte kurz nachsehen.
Gilt das auch in Deutschland?
Google nennt auf der Hilfeseite keine Länderbeschränkung, und die Seite gibt es auf Deutsch. Ich gehe deshalb davon aus, dass auch deutsche Konten betroffen sind, sobald die Bedingungen erfüllt sind. Ob dein Konto dabei ist, siehst du am sichersten in den Einstellungen selbst.
Warum Google das macht
Google begründet die Funktion damit, dass Angebote ohne manuellen Aufwand in die Anzeigen kommen und so Online- und Offline-Conversions steigen, also Käufe im Shop und Besuche im Laden. In der Hilfe rät Google außerdem, nicht nur die Klicks auf das Angebot zu bewerten, sondern die Impressionen und Conversions der ganzen Kampagne, weil sich die Leistung oft verbessere, auch wenn das Angebot selbst wenig angeklickt wird.
Aus meiner Sicht passt das in die Linie der letzten Monate: Google schaltet immer mehr Automatik standardmäßig ein und überlässt es dem Werbetreibenden, sie wieder abzuschalten. Bei der AI-Max-Umstellung im September war es genauso. Damals habe ich in rund drei von vier Konten, die ich mir angesehen habe, irgendwann „weitgehend passend“ oder automatisch erstellte Assets aktiv gefunden. Solche Voreinstellungen fallen im Alltag schlicht nicht auf, und genau deshalb lohnt der Blick ins Konto.
Warum du die Funktion prüfen solltest
Ein Rabatt in der Anzeige kann die Klickrate erhöhen. Das Problem ist nicht die Idee, sondern dass die Maschine entscheidet, welches Angebot sie für gültig hält. Google schreibt selbst, dass jedes automatische Angebot nur weniger als 24 Stunden ausgeliefert wird und danach nur dann wieder aktiviert wird, wenn es auf deiner Website weiterhin sichtbar ist. Start- und Enddatum kann Google nach eigener Aussage noch nicht auslesen. Daraus ergeben sich vier Risiken, auf die ich achten würde:
Abgelaufene Aktionen
Steht der Banner zur Sommeraktion noch auf der Seite, hält Google das Angebot womöglich für gültig. Die Website ist die einzige Wahrheit, die Google kennt.
Bedingungen fehlen
Ein Angebot passt in zwei Zeilen. Mindestbestellwert, „nur im Laden“ oder „nur für Neukunden“ können dabei untergehen.
Ein Rabatt, der eigentlich für Newsletter-Leser gedacht war, steht plötzlich vor allen Suchenden. Das kann teuer werden.
Andere Quellen
Google schreibt, dass Angebote von deiner Website und aus anderen Quellen stammen können. Welche das sind, sagt Google nicht genauer.

Kurzer Hinweis zum Rechtlichen
Was in deiner Anzeige steht, fällt aus meiner Sicht auf dich als Werbetreibenden zurück, auch wenn Google den Text erzeugt hat. Wenn du bei Preisen und Rabatten unsicher bist, frag im Zweifel einen Anwalt. Das hier ist keine Rechtsberatung.
So prüfst du dein Konto vor dem 12. Oktober
Das dauert pro Konto etwa zehn Minuten. Ich würde in dieser Reihenfolge vorgehen:
- 1
Standort-Assets finden
Unter Kampagnen, Assets nach Asset-Typ „Standort“ filtern. Gibt es keine Standorte und keine automatisch erstellten Standort-Assets, betrifft dich die Funktion nach Googles Beschreibung nicht.
- 2
Kampagnen zuordnen
Notieren, welche Such- und Performance-Max-Kampagnen Standort-Assets nutzen und ob dort schon ein eigenes Angebot läuft.
- 3
Website durchgehen
Startseite und Landingpages auf Rabatte, Gutscheincodes und Aktionsbanner prüfen. Alles Abgelaufene sofort entfernen.
- 4
Einstellung ansehen
Unter „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“ und „Erweiterte Einstellungen“ nachsehen, wie „Automatische Angebote“ steht.
- 5
Nach dem Start kontrollieren
Ab dem 12. Oktober unter Assets nach Asset-Typ „Angebot“ filtern. Automatische Angebote stehen in der Spalte „Hinzugefügt von“ mit „Google AI“.
So schaltest du automatische Angebote ab
Google beschreibt das Abschalten in der Hilfe zu den automatischen Angeboten in fünf Schritten. Klicke im Menü „Kampagnen“ auf „Assets“, öffne in der Filterleiste das Dreipunkt-Menü und wähle „Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene“. Dort öffnest du wieder das Dreipunkt-Menü, gehst auf „Erweiterte Einstellungen“ und stellst im Drop-down „Automatische Angebote“ die Option Aus ein. Google fragt dabei nach einem Grund. Mit „Speichern“ ist es erledigt.

Wichtig: Der Schalter gilt für das ganze Konto. Willst du nur einzelne Kampagnen ausnehmen, gibt es einen Umweg, den Google selbst nennt. Kampagnen mit eigenem Angebots-Asset werden übersprungen. Ein manuelles Angebots-Asset hat außerdem Vorteile, die die Automatik nicht hat: Du legst Rabatt in Prozent oder Euro, Gutscheincode, Bedingungen sowie Start- und Enddatum selbst fest und kannst es auf Konto-, Kampagnen- oder Anzeigengruppenebene hinterlegen.
Anlassen oder abschalten?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Meine Einschätzung nach Art des Betriebs:
- Laden oder Filiale mit regelmäßigen, klar formulierten Aktionen
- Aktionen werden auf der Website zuverlässig entfernt, wenn sie enden
- Rabatte gelten für alle Kunden ohne Sonderbedingungen
- Du schaust ohnehin wöchentlich in das Konto
- Aktionen mit Bedingungen wie Mindestbestellwert oder nur für Neukunden
- Rabatte, die nur über Newsletter oder für Stammkunden gedacht sind
- Website wird selten gepflegt, alte Banner bleiben stehen
- Kampagnen mit knapper Marge oder fest abgestimmten Anzeigentexten
Bei den Konten, die ich betreue, würde ich die Funktion nicht blind laufen lassen. Entweder ein bewusst gepflegtes eigenes Angebots-Asset oder abschalten und nach ein paar Wochen neu bewerten. Wenn du dabei Unterstützung willst, schau dir an, wie ich als Google Ads Freelancer Konten betreue.
Häufige Fragen zu automatischen Angeboten in Google Ads
Muss ich bis zum 12. Oktober etwas tun?
Nein, Pflicht ist nichts. Laut Googles E-Mail kannst du die Funktion jederzeit abschalten. Ich würde trotzdem vorher prüfen, ob auf deiner Website abgelaufene Aktionen stehen, weil Google genau diese Seiten ausliest.
Betrifft das auch meinen Onlineshop?
Nur, wenn die Kampagnen Standort-Assets nutzen. Google nennt ausdrücklich Such- und Performance-Max-Kampagnen mit angehängten Standort-Assets. Ein Shop ohne Standort-Assets ist nach Googles Beschreibung nicht betroffen.
Kann ich automatische Angebote nur für eine Kampagne abschalten?
Einen eigenen Schalter pro Kampagne nennt Google nicht. Der Weg führt über ein eigenes Angebots-Asset in der Kampagne: Kampagnen mit aktiven manuellen Angeboten überspringt das System laut Google.
Wie erkenne ich, welche Angebote Google erstellt hat?
Unter Kampagnen, Assets nach Asset-Typ „Angebot“ filtern. In der Spalte „Hinzugefügt von“ steht bei automatischen Angeboten „Google AI“. Fährst du mit der Maus darüber, zeigt Google Details zur Quelle an.
Fazit
Automatische Angebote können sinnvoll sein, wenn deine Website sauber gepflegt ist und Aktionen für alle gelten. Weil die Funktion ab dem 12. Oktober 2026 standardmäßig an ist und nur für das ganze Konto abgeschaltet werden kann, gehört sie auf jede Prüfliste. Mein Rat: Standort-Assets checken, alte Aktionen von der Website nehmen und dann bewusst entscheiden, ob du die Automatik laufen lässt, abschaltest oder eigene Angebote mit festem Enddatum anlegst.
Quellen
- Google Ads-Hilfe: Automatische Angebote: Voraussetzungen, Laufzeit unter 24 Stunden, Aktivieren, Deaktivieren, Kennzeichnung „Google AI“
- Google Ads-Hilfe: Automatisch erstellte Assets auf Kontoebene: Liste der Asset-Typen, automatisch erstellte Standort-Assets, Deaktivieren
- Google Ads-Hilfe: Angebots-Assets: manuelle Angebote mit Rabatt, Gutscheincode, Start- und Enddatum
- Search Engine Roundtable, 05.10.2026: veröffentlichte E-Mail von Google zum Start am 12. Oktober 2026 (die E-Mail selbst ist nicht öffentlich)