Zusammenfassung lesen
Kurz gesagt: Bei der Onpage Optimierung sorgst du dafür, dass jede Seite deiner Website klar sagt, worum es geht, für Menschen und für Google. Im Beitrag gehe ich Schritt für Schritt durch, was Google in seinen eigenen Leitfäden dazu schreibt.
Der wichtigste Schritt kommt vor allen Details: Jede Leistung, für die Kunden dich finden sollen, braucht eine eigene Seite. Wer nach Holztreppen in Münster sucht, will keine Sammelseite mit Türen, Küchen und Treppen sehen.
Dann der Seitentitel. Er wird meist zur blauen Überschrift im Suchergebnis. Google begrenzt die Länge nicht, kürzt aber bei Bedarf. Deshalb gehören Leistung und Ort nach vorne, der Firmenname ans Ende.
Die Meta-Beschreibung ist eher ein Werbetext für den Klick. Google nutzt sie manchmal, und zwar dann, wenn sie die Seite besser beschreibt als der Text selbst. Jede Seite sollte ihre eigene haben, ich halte sie bei etwa 120 bis 135 Zeichen.
Spannend bei den Überschriften: Laut Google spielt ihre Reihenfolge für die Suche keine Rolle. Für Menschen mit Vorleseprogramm aber schon, deshalb halte ich sie trotzdem sauber.
Beim Inhalt zählt, dass er echte Fragen beantwortet: was genau, wo, was es kostet und wie es abläuft. Eine bevorzugte Wortzahl hat Google nicht, Texte strecken bringt also nichts. Bilder bekommen sprechende Dateinamen und einen Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist. Interne Links tragen einen Linktext, der sagt, wohin es geht.
Was dabei wichtig ist, ist auch das, was du dir sparen kannst: Meta-Keywords nutzt Google nicht, Keywords in der Domain bewirken kaum etwas, und Wiederholungen derselben Wörter können wie Spam wirken.
Und für die KI-Suche? Google schreibt selbst, dass es für Übersichten mit KI und den KI-Modus keine zusätzlichen Anforderungen gibt. Gute Onpage-Arbeit zahlt sich also doppelt aus.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Schritt 1: Eine Seite für jede Leistung
- Schritt 2: Der Title, das Schaufenster im Suchergebnis
- Schritt 3: Die Meta-Beschreibung
- Schritt 4: Überschriften, die gliedern
- Schritt 5: Inhalte, die echte Fragen beantworten
- Schritt 6: Bilder mit Namen und Beschreibung
- Schritt 7: Interne Links und saubere Adressen
- Worauf du keine Zeit verschwenden musst
- Onpage Optimierung und KI-Suche
- Die Onpage-Checkliste zum Abhaken
- Häufige Fragen zur Onpage Optimierung
- Fazit
- Quellen
Eine Tischlerei aus Münster hat eine schöne Website. Die Seite über Holztreppen heißt im Browser-Tab aber nur „Leistungen“, die Hauptüberschrift lautet „Unser Angebot“, und die Fotos tragen Namen wie IMG_4711.jpg. Für Besucher sieht alles gut aus. Google erfährt aus diesen Angaben aber kaum, dass hier jemand Treppen in Münster baut.

Genau darum geht es bei der Onpage Optimierung: Du sorgst dafür, dass jede Seite klar sagt, worum es geht, für Menschen und für Suchmaschinen. Diese Checkliste geht die Punkte durch, die Google in seinen eigenen Leitfäden nennt, und zeigt, worauf du keine Zeit verschwenden musst.
Onpage Optimierung auf einen Blick
Warum das wichtig ist
Heißt deine Seite nur „Leistungen“ und dein Foto IMG_4711.jpg, erfährt Google kaum, was du anbietest. Gute Onpage-Arbeit zählt laut Google auch für die KI-Suche.
Darauf kommt es an
- Eine Seite je Leistung: Jede wichtige Leistung bekommt eine eigene Seite mit eigenem Titel, kein Sammelbecken „Leistungen“.
- Title: einzigartig, Leistung und Ort vorne, Firmenname hinten. Zu lange Titel kürzt Google bei Bedarf.
- Meta-Beschreibung: eigener Text je Seite, etwa 120 bis 135 Zeichen, mit einem konkreten Grund zum Klicken.
- Überschriften: eine klare H1, darunter H2 und H3. Die Reihenfolge zählt laut Google nicht für die Suche, aber für Screenreader.
- Bilder: sprechender Dateiname statt IMG_4711.jpg und ein Alt-Text, der beschreibt, was zu sehen ist.
- Zeit sparen: Das Meta-Tag „keywords“ nutzt Google nicht, und eine Mindestzahl an Wörtern gibt es laut Google nicht.
Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
Onpage: alles, was du auf deiner eigenen Seite selbst in der Hand hast. Das Gegenstück heißt Offpage, das sind vor allem Links von anderen Websites (Backlinks).
Title (Seitentitel): der Name der Seite, der im Browser-Tab steht. Google nutzt ihn meist als blaue Überschrift im Suchergebnis.
Meta-Beschreibung: ein kurzer Werbetext über die Seite, den Besucher nicht sehen. Google zeigt ihn manchmal als grauen Text unter dem Titel im Suchergebnis.
H1 und Überschriften: die sichtbaren Überschriften auf der Seite. Die H1 ist die Hauptüberschrift, darunter gliedern H2 und H3 den Text wie Kapitel in einem Buch.
Alt-Text: eine kurze Beschreibung eines Bildes, die im Code steht. Sie hilft blinden Menschen mit Vorleseprogramm und sagt Google, was auf dem Bild ist.
Interner Link: ein Link von einer deiner Seiten auf eine andere deiner Seiten, zum Beispiel vom Blogbeitrag zur Leistungsseite.
Schritt 1: Eine Seite für jede Leistung
Bevor du an Titeln feilst, kommt die wichtigste Frage: Hat jede Leistung, für die Kunden dich finden sollen, eine eigene Seite? Wer „Holztreppe Münster“ sucht, will eine Seite über Holztreppen sehen, nicht eine Liste mit Türen, Küchen und Treppen. Google empfiehlt im SEO-Leitfaden unter anderem, Wörter in die Adresse aufzunehmen, die für Nutzer hilfreich sein könnten.
Überlege dir für jede Seite, mit welchen Worten deine Kunden suchen. Oft sind das andere als die, die du im Betrieb verwendest: Kunden suchen „Treppe renovieren“, nicht „Treppensanierung im Bestand“. Und sie fragen inzwischen auch ChatGPT oder Gemini, oft in ganzen Sätzen. Wie das funktioniert, steht im Beitrag zur Query-Fan-out-Suche bei ChatGPT.
Schritt 2: Der Title, das Schaufenster im Suchergebnis
Der Title ist für viele Seiten der wichtigste einzelne Hebel, weil er meist die blaue Überschrift im Suchergebnis wird. Laut Google-Hilfe zu Titellinks soll er aussagekräftig und prägnant sein, zur jeweiligen Seite passen und keine überflüssigen Keywords enthalten.

Schreib aussagekräftige, prägnante Titel und vermeide ungenaue Angaben wie „Startseite“. Eine feste Länge gibt Google nicht vor, kürzt aber bei Bedarf. Stell deshalb das Wichtigste nach vorne, damit es auch dann noch zu lesen ist.
Google nimmt den Titellink übrigens nicht immer aus dem Title. Laut Hilfe nutzt Google auch die Hauptüberschrift, andere hervorgehobene Texte auf der Seite und Linktexte, die auf die Seite zeigen. Passen Title und H1 zusammen, ist die Gefahr kleiner, dass Google etwas Unpassendes daraus macht.
So baue ich Titel
Meine Faustregel: Leistung und Ort zuerst, dann ein kurzer Nutzen, am Ende der Firmenname mit einem senkrechten Strich. Beispiel: „Holztreppen in Münster nach Maß | Tischlerei Beispiel“. Jede Seite bekommt ihren eigenen Titel, nie zweimal denselben.
Schritt 3: Die Meta-Beschreibung
Die Meta-Beschreibung ist kein Rankingfaktor, den du mit Keywords füllen solltest. Sie ist eher ein Werbetext für den Klick. Google nutzt laut der Hilfe zu Snippets in erster Linie den Inhalt der Seite und die Meta-Beschreibung nur dann, wenn sie die Seite besser beschreibt.

Google verwendet die Meta-Beschreibung nur manchmal. Schreib sie wie einen kurzen Werbetext. Eine feste Zeichengrenze gibt es nicht, zu lange Snippets kürzt Google aber auf die Breite des Displays.
Meine Faustregel: etwa 120 bis 135 Zeichen, die Leistung und ein konkreter Grund zum Klicken. Ist der Text deutlich länger, schneidet Google auf dem Handy oft mitten im Satz ab. Wichtig laut Google: jede Seite mit einer eigenen Beschreibung, nicht überall derselbe Text. In WordPress setzt du Title und Beschreibung meist über ein SEO-Plugin.
Schritt 4: Überschriften, die gliedern
Eine klare Hauptüberschrift sagt Besuchern in einer Sekunde, ob sie richtig sind. Darunter teilen Zwischenüberschriften den Text in Abschnitte, die man überfliegen kann. Wie streng muss die Reihenfolge sein? Hier räumt Google mit einem verbreiteten Irrtum auf:

Eine saubere Reihenfolge der Überschriften hilft Screenreadern, für die Google-Suche spielt sie laut Google keine Rolle. Auch eine ideale Anzahl an Überschriften gibt es nicht.
Ich halte die Reihenfolge trotzdem sauber: eine H1, darunter H2 und H3. Nicht wegen Google, sondern weil die Seite dann für Menschen mit Vorleseprogramm verständlich bleibt. Wichtiger als die Technik ist der Inhalt der Überschrift: „Was eine Holztreppe kostet“ hilft mehr als „Preise“.
Schritt 5: Inhalte, die echte Fragen beantworten
Die beste Technik nützt nichts, wenn der Text keine Fragen beantwortet. Google beschreibt in der Anleitung zu hilfreichen Inhalten, worauf es achtet: eigene Informationen, eine Überschrift, die den Inhalt treffend zusammenfasst, und Inhalte, die für Menschen gemacht sind und nicht nur für Rankings. Eine Wunschlänge gibt es dabei nicht.

Google fragt in seinem Selbsttest, ob du auf eine bestimmte Wortzahl hinschreibst, und antwortet selbst: „Wir haben keine.“ Texte zu strecken bringt also nichts.
Was gehört auf eine gute Leistungsseite? Aus meiner Sicht beantwortet sie die Fragen, die Kunden am Telefon stellen:
Was genau
Welche Leistung, für wen und in welcher Qualität. Mit echten Fotos eigener Arbeiten.
Wo
Einsatzgebiet und Standort, damit Kunden wissen, ob du zu ihnen kommst.
Was es kostet
Eine ehrliche Spanne oder die Faktoren, die den Preis bestimmen.
Wie es abläuft
Die Schritte vom ersten Anruf bis zur Fertigstellung, mit Zeitrahmen.
Schritt 6: Bilder mit Namen und Beschreibung
Bilder sind auf vielen Handwerker-Seiten der größte Inhalt. Damit Google sie versteht, braucht jedes Bild einen sprechenden Dateinamen und einen Alt-Text. Laut Google-Hilfe zu Bildern sollen Bilder außerdem in der Nähe von passendem Text stehen.

Gib Bildern kurze, beschreibende Dateinamen. Googles Beispiel: my-new-black-kitten.jpg ist besser als IMG00023.JPG, allgemeine Namen wie image1.jpg sollst du vermeiden. Für die Tischlerei hieße das: holztreppe-eiche-einfamilienhaus.jpg statt IMG_4711.jpg.
Beim Alt-Text warnt Google ausdrücklich davor, ihn mit Keywords zu überladen, weil das als Spam gewertet werden kann. Beschreibe einfach, was zu sehen ist: „Gewendelte Holztreppe aus Eiche in einem Einfamilienhaus“. Und verkleinere große Fotos vor dem Hochladen, sonst lädt die Seite langsam. Wie das geht, steht im Beitrag zu Core Web Vitals bei WordPress.
Schritt 7: Interne Links und saubere Adressen
Links zwischen deinen eigenen Seiten zeigen Google, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind. Entscheidend ist der Linktext. Google schreibt im SEO-Leitfaden, dass dieser Text Nutzer und Google über den Inhalt der verlinkten Seite informiert. „Mehr über unsere Holztreppen“ ist also besser als „hier klicken“.
Auch die Adresse der Seite darf mitreden: /holztreppen ist verständlicher als /seite?id=17. Laut Google haben Keywords in der Domain oder im Pfad allein aber kaum Auswirkungen auf das Ranking. Bestehende Adressen würde ich deshalb nicht nur dafür ändern. Wenn doch, dann nur mit Weiterleitung, wie im Beitrag zum Website-Relaunch beschrieben.
Worauf du keine Zeit verschwenden musst
Im SEO-Leitfaden listet Google eine ganze Reihe von Dingen auf, auf die man sich nicht konzentrieren sollte. Einen Ausschnitt davon zeigt der Screenshot.

Das „keywords“-Meta-Tag kannst du dir sparen, die Google Suche verwendet es nicht. Überflüssige Keywords verstoßen laut Google gegen die Spamrichtlinien, und Keywords in der Domain bewirken kaum etwas.
Die wichtigsten Punkte für Unternehmensseiten:
- Meta-Keywords: Google verwendet das „keywords“-Meta-Tag nicht.
- Keyword-Wiederholungen: Dieselben Wörter immer wieder zu wiederholen, ermüdet Leser und verstößt gegen Googles Spamrichtlinien.
- Mindest- oder Höchstlänge: Die Länge des Inhalts allein spielt laut Google keine Rolle.
- Anzahl und Reihenfolge der Überschriften: siehe oben.
- „Strafe“ für doppelte Inhalte: Gleiche Inhalte unter mehreren Adressen sind laut Google ineffizient, führen aber nicht zu einer manuellen Maßnahme (einer Art Strafe). Kopierte fremde Inhalte sind etwas anderes.
Die eigentliche Gefahr
Viele Seiten scheitern nicht an fehlenden Details, sondern an Übertreibung: Keywords in jeder Überschrift, in jedem Alt-Text und dreimal im Titel. Das liest sich schlecht und kann laut Google wie Spam wirken. Schreib für den Kunden, dann passt es meist auch für Google.
Onpage Optimierung und KI-Suche
Eine häufige Frage ist, ob man für ChatGPT oder die KI-Antworten bei Google etwas ganz anderes machen muss. Google selbst schreibt in der Hilfe zu KI-Funktionen in der Suche: Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen, um in Übersichten mit KI oder im KI-Modus zu erscheinen. Die gleichen Grundlagen gelten weiter. Klare Seiten mit eindeutigen Antworten helfen also doppelt. Mehr dazu steht im Beitrag In der KI sichtbar werden.

Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine speziellen Optimierungen für Übersichten mit KI oder den KI-Modus. Gute Onpage-Arbeit ist also auch die Grundlage für die KI-Suche bei Google.
Die Onpage-Checkliste zum Abhaken
- 1
Eine Seite je Leistung
Jede wichtige Leistung hat eine eigene Seite mit eigenem Thema.
- 2
Title
Einzigartig, Leistung und Ort vorne, Firmenname hinten.
- 3
Meta-Beschreibung
Eigener Text je Seite, etwa 120 bis 135 Zeichen, mit Grund zum Klicken.
- 4
Überschriften
Eine klare H1, darunter H2 und H3, die den Inhalt beschreiben.
- 5
Inhalt
Beantwortet Was, Wo, Preis und Ablauf. Eigene Fotos und Beispiele.
- 6
Bilder
Sprechende Dateinamen, beschreibende Alt-Texte, verkleinert hochgeladen.
- 7
Links
Interne Links mit beschreibendem Linktext, lesbare Adressen.
Wenn du dir bei deiner Website unsicher bist, schaue ich sie mir gern an. Mehr zu meiner Arbeit findest du auf der Seite SEO-Freelancer.
Häufige Fragen zur Onpage Optimierung
Was ist der Unterschied zwischen Onpage und Offpage?
Onpage ist alles auf deiner eigenen Website: Texte, Titel, Bilder, Links und Technik. Offpage meint vor allem Signale von außen, besonders Links von anderen Websites. Was dabei schaden kann, steht im Beitrag zu schlechten Backlinks.
Wie lang muss ein Text für Google sein?
Es gibt keine Mindestlänge. Google schreibt selbst, dass es keine bevorzugte Wortzahl hat. Ein Text ist lang genug, wenn er die Fragen des Lesers beantwortet.
Wie schnell wirkt eine Onpage Optimierung?
Google muss die Seite erst neu abrufen und bewerten. Das kann Tage oder Wochen dauern, je nach Website. Was dabei realistisch ist, beschreibe ich im Beitrag Wie lange dauert SEO?.
Brauche ich ein SEO-Plugin für WordPress?
Zum Bearbeiten von Title und Meta-Beschreibung ist ein SEO-Plugin bei WordPress meist der einfachste Weg. Es ersetzt aber keinen guten Inhalt. Ob eine Seite überhaupt bei Google ankommt, prüfst du mit der Search Console, siehe Warum Seiten nicht indexiert werden.
Fazit
Onpage Optimierung ist keine Geheimwissenschaft. Eine eigene Seite je Leistung, ein klarer Title, eine eigene Beschreibung, gliedernde Überschriften, Bilder mit Namen und Inhalte, die echte Kundenfragen beantworten. Google sagt selbst, dass Meta-Keywords, Wortzahlen und die Reihenfolge der Überschriften keine Rolle spielen. Wer seine Zeit in gute Inhalte steckt statt in Keyword-Tricks, ist bei Google und in der KI-Suche gut aufgestellt.
Quellen
Google Search Central: SEO-Leitfaden für Anfänger, Stand 18.12.2025
Google Search Central: Titellinks in den Suchergebnissen, Stand 18.12.2025
Google Search Central: Snippets und Meta-Beschreibungen, Stand 23.04.2026
Google Search Central: Best Practices für Bilder, Stand 04.03.2026
Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, Stand 07.10.2026
Google Search Central: KI-Funktionen und deine Website, Stand 31.12.2025