Zusammenfassung lesen
Viele fragen mich, warum ChatGPT oder die KI bei Google eine bestimmte Seite als Quelle nennt und eine andere nicht. Eine neue Studie liefert dazu erstmals belastbare Zahlen für den deutschsprachigen Raum.
SISTRIX, ein Bonner Anbieter von SEO-Software, hat am 22. Oktober 2026 rund 96.000 Seiten ausgewertet. Verglichen wurden jeweils eine Seite, die ChatGPT, der Google KI-Modus oder die Übersichten mit KI zitiert haben, und eine nicht zitierte Seite derselben Website. Der Zeitraum war das zweite Quartal 2026. Perplexity, Claude und der Gemini-Chat waren nicht Teil der Untersuchung, und die Ergebnisse gelten nur für den deutschsprachigen Raum.
Das Ergebnis: Seiten mit vielen der untersuchten Merkmale wurden 2,1-mal so oft zitiert wie kaum aufbereitete Seiten. Am stärksten wirkten ein Inhaltsverzeichnis, die Auszeichnung als Artikel, mindestens fünf Zwischenüberschriften, Tabellen mit Kopfzeile und Fragen als Überschrift. Auch ein Autorenkasten mit Foto und ein sichtbares Datum der letzten Aktualisierung gingen mit mehr Zitaten einher. Eine llms.txt brachte dagegen keinen messbaren Vorteil.
Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Die Studie zeigt Zusammenhänge, keine bewiesenen Ursachen. Google selbst sagt, dass für seine KI-Funktionen keine spezielle Optimierung und kein besonderes Markup nötig ist. Aus meiner Sicht passt beides zusammen. Gut gegliederte Seiten mit Autor, Datum und Quellen sind meist einfach sorgfältiger gemacht.
Vorsicht bei der Jahreszahl im Titel. In der Studie hatte sie den größten Effekt, aber nur, wenn der Inhalt wirklich aktuell ist. Google fragt ausdrücklich, ob man das Datum ändert, ohne den Inhalt wesentlich zu überarbeiten.
Für Unternehmensseiten nehme ich vier Punkte mit: längere Ratgeber sauber gliedern, Vergleiche als Tabelle zeigen, Autor und echtes Aktualisierungsdatum angeben und Aussagen mit Quellen belegen. Das hilft Lesern genauso wie der KI. Wer dagegen nur Merkmale abhakt, ohne die Frage besser zu beantworten, gewinnt wenig.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Was SISTRIX untersucht hat
- Welche Merkmale mit mehr KI-Zitaten einhergehen
- Titel und Jahreszahl: der größte Effekt, mit Vorsicht
- ChatGPT, KI-Modus und Übersichten mit KI im Vergleich
- Was Google selbst dazu sagt
- Die Grenzen der Studie
- Was ich daraus für Unternehmensseiten mitnehme
- Häufige Fragen zu KI-Zitaten
- Fazit
- Quellen
Eine Tischlerei schreibt einen guten Ratgeber zur Frage „Was kostet eine Einbauküche vom Tischler?“. Google zeigt ihn, aber in den Antworten von ChatGPT oder in der Übersicht mit KI taucht er nie als Quelle auf, sondern eine andere Seite derselben Website oder ein Wettbewerber. Woran liegt das? Eine neue Auswertung aus dem deutschsprachigen Raum hat sich genau das angesehen: 96.418 Seiten, verglichen danach, ob die KI sie zitiert hat oder nicht. Ich erkläre, was dabei herauskam, wo Google etwas anderes sagt und was ich daraus für Unternehmensseiten mitnehme.

Das Wichtigste in Kürze
- SISTRIX, ein Bonner Anbieter von SEO-Software, hat am 22. Oktober 2026 eine Studie zu KI-Zitaten in Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht.
- Verglichen wurden zitierte und nicht zitierte Seiten derselben Domain, aus ChatGPT, dem Google KI-Modus und den Übersichten mit KI, Zeitraum zweites Quartal 2026.
- Seiten mit vielen der untersuchten Merkmale wurden laut Studie 2,1-mal so oft zitiert wie kaum aufbereitete Seiten. Nur 10 % der zitierten Seiten erfüllen viele davon.
- Am stärksten wirkten Inhaltsverzeichnis (1,7), Article-Auszeichnung (1,6), mindestens fünf H2-Überschriften (1,6), Tabellen und FAQ (je 1,5). Eine llms.txt brachte keinen messbaren Vorteil.
- Das sind Zusammenhänge, keine bewiesenen Ursachen. Google sagt ausdrücklich, dass für KI-Antworten keine spezielle Optimierung und kein besonderes Markup nötig ist.
Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt
- Zitat: der Link, den eine KI-Antwort als Quelle angibt. Wer zitiert wird, bekommt Sichtbarkeit und manchmal einen Besucher.
- Übersicht mit KI und KI-Modus: die beiden KI-Funktionen in der Google-Suche. Die Übersicht steht oben über den normalen Ergebnissen, der KI-Modus ist ein eigener Reiter für längere Fragen.
- Faktor 1,5: In der Studie heißt das grob: Seiten mit diesem Merkmal wurden etwa anderthalbmal so oft zitiert wie Seiten ohne. Ein Wert unter 1 bedeutet seltener.
- Strukturierte Daten (Schema): unsichtbare Zusatzangaben im Code, die einer Suchmaschine sagen, was auf der Seite steht, zum Beispiel „das ist ein Artikel“ oder „das sind Fragen und Antworten“. Das Gegenstück im Alltag ist das Etikett auf einem Ordner.
- Korrelation: Zwei Dinge treten oft gemeinsam auf. Das heißt nicht, dass das eine das andere verursacht.
Was SISTRIX untersucht hat
SISTRIX verfolgt in einem eigenen Index, welche Seiten in KI-Antworten für den deutschsprachigen Raum als Quelle genannt werden. Für die Studie „Citation Worthiness“ vom 22. Oktober 2026 haben Johannes Beus, Julia Weissbach und das Content-Team 48.527 zitierte Adressen genommen, je rund 16.000 aus ChatGPT, dem KI-Modus und den Übersichten mit KI. Zu jeder zitierten Seite kam eine nicht zitierte Seite von derselben Website. So vergleicht die Studie nicht große gegen kleine Websites, sondern zwei Seiten unter gleichen Bedingungen.

Insgesamt sind das 96.418 Adressen von 17.380 Websites, geprüft auf 43 Merkmale wie Überschriften, Tabellen, Autorenangaben oder strukturierte Daten. Der Zeitraum ist das zweite Quartal 2026. Fast die Hälfte der zitierten Seiten (48,7 %) waren Ratgeber und Anleitungen, 38,7 % stammten von Marken- und Unternehmenswebsites. Die Studie liegt nur auf Englisch vor.
Das Ergebnis im Überblick: Seiten, die viele der Merkmale erfüllen, wurden laut Studie 2,1-mal so oft zitiert wie kaum aufbereitete Seiten, Seiten im Mittelfeld 1,6-mal so oft. Gleichzeitig erfüllen nur 10 % der zitierten Seiten schon viele dieser Punkte. Für die meisten Websites ist also noch Luft.
Welche Merkmale mit mehr KI-Zitaten einhergehen
Die stärksten Zusammenhänge fand die Studie beim Aufbau der Seite. So oft wurden Seiten mit dem jeweiligen Merkmal im Vergleich zu Seiten ohne zitiert:
Quelle: SISTRIX, Citation Worthiness Study, 22.10.2026. Dazu kommen Merkmale, die Vertrauen zeigen: ein Autorenkasten mit Foto (1,4), ein sichtbares Datum der letzten Aktualisierung (1,3, aber nur 5 % der Seiten zeigen eins), mindestens zehn Links auf fremde Quellen (1,3) und eine wissenschaftliche Quelle (1,2). Seiten mit mindestens 1.000 Wörtern wurden 1,5-mal so oft zitiert. Die Autoren führen das vor allem darauf zurück, dass längere Seiten meist besser gegliedert sind.
Die Kernaussage in einem Bild
Eine KI-Suche liest eine Seite wie jemand, der in einem Handbuch schnell eine Antwort sucht: Mit Inhaltsverzeichnis, klaren Kapiteln und einer Tabelle findet sie die Stelle sofort. Ein langer Fließtext ohne Gliederung kann dieselbe Antwort enthalten, wird aber seltener herausgegriffen.
Was nichts brachte oder sogar seltener zitiert wurde
Genauso spannend ist, was keinen Unterschied machte. Die Lesbarkeit nach dem Flesch-Index, einer Formel für leicht oder schwer lesbare Texte, hatte keinen messbaren Effekt. Breadcrumb-, HowTo- und QAPage-Auszeichnungen lagen bei 1,0, also ohne Unterschied. Seiten mit Produkt-Auszeichnung wurden seltener zitiert (0,8), Rezepte fast nie (0,1). Und die llms.txt, eine Datei, die KI-Systemen die Website erklären soll: 11,7 % der zitierten Adressen kamen von Websites mit dieser Datei, gegenüber 14,0 % über alle Websites. Ein Vorteil war nicht messbar. Das passt zu dem, was ich im Beitrag llms.txt: Brauchst du die Datei? beschrieben habe.
Titel und Jahreszahl: der größte Effekt, mit Vorsicht
Den stärksten Einzelwert fand die Studie beim Seitentitel: Stand das aktuelle Jahr (2025 oder 2026) im Titel, wurde die Seite 2,7-mal so oft zitiert. Stand nur ein älteres Jahr drin, sank der Wert auf 0,7. Titel als Frage (1,3), Titel mit mindestens 45 Zeichen (1,3) und eine H1 mit mindestens fünf Wörtern (1,4) lagen ebenfalls vorn. Die Autoren betonen aber, dass sie Titel und H1 erst nachträglich ausgewertet haben und das nur erste Hinweise sind.
Hier würde ich bremsen. Eine Jahreszahl im Titel ist nur dann ehrlich, wenn der Inhalt wirklich auf dem Stand dieses Jahres ist. Google fragt in seinem Leitfaden zu hilfreichen Inhalten ausdrücklich: „Änderst du das Datum von Seiten, damit sie aktuell erscheinen, wenn sich der Inhalt nicht wesentlich geändert hat?“ Wer nur die Zahl austauscht, riskiert mehr, als er gewinnt.

Was zeigt der Screenshot? Googles offizielle Anleitung, wie man Google das Datum einer Seite mitteilt, Stand 20. Februar 2026. Im roten Rahmen steht: Füge der Seite an einer gut sichtbaren Stelle ein Datum hinzu und kennzeichne es mit einem Zusatz wie „Veröffentlichung“ oder „Zuletzt aktualisiert“. Darunter folgen Beispiele und ein Stück Code. Für dich heißt das: Ein ehrliches „Zuletzt aktualisiert“ empfiehlt Google ohnehin, und laut SISTRIX zeigen das bisher nur 5 % der zitierten Seiten.
ChatGPT, KI-Modus und Übersichten mit KI im Vergleich
Die drei Plattformen liegen laut Studie eng beieinander, ChatGPT knapp vorn. Einzelne Merkmale wirken aber unterschiedlich stark:
Stärkste Merkmale je Plattform
laut SISTRIX, 22.10.2026
| Plattform | Merkmale mit dem höchsten Faktor |
|---|---|
| ChatGPT | Titel als Frage (1,9), Tabelle mit Kopfzeile (1,8), Frage als H2 (1,6) |
| Google KI-Modus | Inhaltsverzeichnis oder mindestens fünf H2 (je 1,8) |
| Übersichten mit KI | Article-Auszeichnung (2,0), Produktseiten nur etwa halb so oft (0,5) |
Faktor = wie oft Seiten mit dem Merkmal im Vergleich zu Seiten ohne zitiert wurden. Zusammenhang, keine bewiesene Ursache.
Auch nach Art der Website gibt es Unterschiede. Bei Marken- und Unternehmenswebsites gingen Article- und FAQ-Auszeichnung mit 1,6 einher. Bei Redaktionen wirkten Inhaltsverzeichnis (2,5) und Aktualisierungsdatum (1,9) besonders stark. Bei Onlineshops dagegen ging ein Aktualisierungsdatum (0,7) und die Produkt-Auszeichnung (0,6) mit weniger Zitaten einher. Für Shops lässt sich also nicht einfach alles übertragen.
Was Google selbst dazu sagt
Wichtig zur Einordnung: Google selbst sagt etwas anderes, zumindest auf den ersten Blick. Auf der Seite zu den KI-Funktionen in der Suche steht: „Für Übersichten mit KI und den KI-Modus ist keine spezielle Optimierung erforderlich.“ Und im Leitfaden zur Suche mit generativer KI, Stand 15. Juli 2026, wird Google zu strukturierten Daten noch deutlicher:

Was zeigt der Screenshot? Einen Punkt aus Googles Liste der Dinge, die man sich bei KI-Suche sparen kann. Im roten Rahmen steht: Strukturierte Daten sind für die Suche mit generativer KI nicht erforderlich, es gibt kein spezielles schema.org-Markup, das man hinzufügen muss. Google rät aber, sie weiter als Teil der SEO-Strategie zu nutzen, weil sie für Rich-Suchergebnisse helfen, also für Ergebnisse mit Sternen, Preisen oder anderen Zusatzangaben. Für dich heißt das: Article- oder FAQ-Auszeichnung ist kein Schalter für KI-Zitate.
Wie passt das zusammen? Aus meiner Sicht widerspricht die Studie Google nicht. Sie misst nicht, ob die Auszeichnung selbst etwas auslöst. Sie zeigt nur, dass zitierte Seiten diese Merkmale häufiger haben. Gut gegliederte Seiten mit Autor, Datum und Quellen sind meist einfach sorgfältiger gemacht, und genau solche Inhalte will Google laut eigenem Leitfaden bevorzugen. Auch zur Länge sagt Google klar:

Was zeigt der Screenshot? Einen weiteren Punkt aus derselben Liste. Im roten Rahmen steht: Du musst Inhalte nicht in winzige Abschnitte unterteilen, damit die KI sie besser versteht. Googles Systeme verstehen mehrere Themen auf einer Seite und zeigen den passenden Teil. Es gibt keine ideale Seitenlänge, und man soll für die eigene Zielgruppe schreiben, nicht nur für die KI. Für dich heißt das: 1.000 Wörter sind kein Ziel an sich. Eine klare Gliederung hilft Lesern und KI, eine aufgeblähte Seite hilft niemandem.
Die Grenzen der Studie
Die Autoren nennen die Schwächen selbst, und sie gehören zu einer ehrlichen Einordnung:
- Die Studie zeigt Zusammenhänge, keine bewiesenen Ursachen.
- Es ist eine Momentaufnahme aus dem zweiten Quartal 2026 und nur für den deutschsprachigen Raum.
- Perplexity, Claude und der Gemini-Chat waren nicht dabei.
- Titel- und H1-Merkmale wurden nachträglich ausgewertet und sind nur erste Hinweise.
- Kleine Teilgruppen wie Behörden oder Lexika haben deutlich weniger Adressen und sind unsicherer.
Ein Detail finde ich besonders lehrreich: Bei Testläufen mit weniger Daten drehte sich das Ergebnis für die FAQ-Auszeichnung mehrfach. Bei 833 Adressen lag es bei minus 23 %, bei 4.600 bei plus 31 % und bei allen 96.418 bei plus 19 %. Die Autoren halten Studien mit weniger als 5.000 Adressen deshalb für unzuverlässig. Das ist ein guter Maßstab für die vielen kleinen „GEO-Studien“, die gerade kursieren. Eine Folgestudie ist angekündigt.
Was ich daraus für Unternehmensseiten mitnehme
Für Handwerker, Dienstleister und kleine Unternehmen ziehe ich vier Punkte aus der Studie. Keiner davon ist ein Trick, alle helfen auch normalen Lesern:
- 1
Ratgeber sauber gliedern
Bei längeren Seiten ein Inhaltsverzeichnis, mehrere klare Zwischenüberschriften, gern als echte Frage formuliert, so wie Kunden sie stellen.
- 2
Vergleiche als Tabelle
Preise, Varianten oder Vor- und Nachteile in eine echte Tabelle mit Kopfzeile statt in einen langen Absatz.
- 3
Zeigen, wer schreibt und wann
Ein Autorenkasten mit Foto und ein ehrliches „Zuletzt aktualisiert“, das nur geändert wird, wenn sich der Inhalt wirklich ändert.
- 4
Belegen statt behaupten
Zahlen und Aussagen mit Links auf die Quelle. Strukturierte Daten nur, wenn sie zum sichtbaren Inhalt passen.

Was zeigt der Screenshot? Googles Leitfaden zu hilfreichen Inhalten, Stand 7. Oktober 2026. Im roten Rahmen steht eine der Fragen, mit denen Google Website-Betreiber zur Selbstprüfung auffordert: Änderst du das Datum von Seiten, damit sie aktuell erscheinen, wenn sich der Inhalt nicht wesentlich geändert hat? Für dich heißt das: Ein Aktualisierungsdatum ja, aber nur nach einer echten Überarbeitung.
Viele dieser Punkte nutze ich in meinem eigenen Blog, etwa Inhaltsverzeichnis, Autorenkasten, Quellen und „Häufige Fragen“. Wichtig ist mir dabei die Reihenfolge: Erst muss die Seite die Frage wirklich gut beantworten, dann hilft die Form, dass Leser und KI die Antwort schnell finden. Was sonst noch dazugehört, steht in den Beiträgen In KI sichtbar werden und Als Quelle in ChatGPT erscheinen. Wenn du dabei Begleitung möchtest, findest du mein Angebot unter GEO Freelancer.
Keine Checkliste zum Abhaken
Ein Inhaltsverzeichnis auf einer Seite mit drei Absätzen oder eine FAQ ohne echte Fragen bringt nichts. Die Studie misst, was gute Seiten gemeinsam haben. Wer nur die äußeren Merkmale nachbaut, hat am Ende eine Seite, die gut aussieht, aber nichts Neues sagt.
Häufige Fragen zu KI-Zitaten
Wie werde ich von ChatGPT oder Google als Quelle zitiert?
Eine Garantie gibt es nicht. Laut der SISTRIX-Studie werden Seiten häufiger zitiert, die gut gegliedert sind, Tabellen und Fragen als Überschriften nutzen, einen Autor und ein Datum zeigen und Quellen nennen. Google sagt, dass für seine KI-Funktionen keine spezielle Optimierung nötig ist. Die Grundlage bleibt eine Seite, die eine Frage besser beantwortet als andere.
Brauche ich FAQ- oder Article-Schema für KI-Antworten?
Nein, laut Google sind strukturierte Daten für KI-Antworten nicht erforderlich. In der Studie gingen Article- und FAQ-Auszeichnung zwar mit mehr Zitaten einher, das ist aber kein Beweis für eine Wirkung. Wenn du sie nutzt, müssen sie zum sichtbaren Inhalt passen.
Soll ich die Jahreszahl in den Seitentitel schreiben?
Nur, wenn der Inhalt wirklich auf dem Stand dieses Jahres ist, etwa bei Preisen oder Regeln, die sich jährlich ändern. Den Titel jedes Jahr neu zu datieren, ohne den Inhalt zu überarbeiten, sieht Google laut eigenem Leitfaden kritisch.
Gilt die Studie auch für Perplexity oder Claude?
Nein. Untersucht wurden nur ChatGPT, der Google KI-Modus und die Übersichten mit KI im deutschsprachigen Raum. Ob die Ergebnisse auf andere KI-Suchen übertragbar sind, sagt die Studie nicht.
Fazit
Die SISTRIX-Studie ist eine der größten Auswertungen zu KI-Zitaten im deutschsprachigen Raum und gut gemacht, weil sie Seiten derselben Website vergleicht. Ihre Botschaft ist einfach: Seiten mit klarer Gliederung, Tabellen, Autor, Datum und Quellen werden häufiger zitiert. Das ist kein Widerspruch zu Google, das keine spezielle KI-Optimierung verlangt, sondern eher eine Bestätigung, dass sorgfältige Seiten gewinnen. Wer seine wichtigsten Ratgeber in diesem Sinne überarbeitet, hilft Lesern und KI gleichermaßen. Wer nur Merkmale abhakt, eher nicht.
Quellen
- SISTRIX: Citation Worthiness: Which GEO tactics hold up across 96,418 URLs, Johannes Beus und Julia Weissbach, 22.10.2026 (englisch)
- Google Search Central: Leitfaden zur Suche mit generativer KI, Stand 15.07.2026, abgerufen am 25.10.2026
- Google Search Central: Seite zu den KI-Funktionen der Google Suche, Stand 31.12.2025, abgerufen am 25.10.2026
- Google Search Central: Veröffentlichungsdatum in der Google Suche beeinflussen, Stand 20.02.2026
- Google Search Central: Hilfreiche, zuverlässige Inhalte, die die Nutzer an erste Stelle setzen, Stand 07.10.2026