Zum Inhalt springen
Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

SEO

Google My Business optimieren: Checkliste und was im Google Maps Ranking zählt

Jedes Feld im Profil und wie Fachleute die Rankingfaktoren gewichten.

Zusammenfassung anhören 3 Min.
Zusammenfassung lesen

Kurz gesagt: Wer bei Google Maps weiter oben stehen will, fängt beim eigenen Unternehmensprofil an. Google nennt selbst drei Größen für das lokale Ranking: Relevanz, also wie gut dein Profil zur Suche passt, Entfernung zum Suchenden und Bekanntheit. Eine bessere Position gegen Bezahlung gibt es laut Google nicht. Und Google schreibt ausdrücklich, dass mehr Rezensionen und gute Bewertungen das Ranking verbessern können.

Wie stark welcher Faktor wirkt, verrät Google nicht. Die bekannteste Annäherung ist eine Umfrage von Whitespark, einer kanadischen Firma für Local-SEO-Software. Fachleute schätzen dort für 2026, dass das Profil selbst rund 32 Prozent des Gewichts im Kartenbereich ausmacht, Bewertungen 20 Prozent und die Website 15 Prozent. Social Media liegt bei 4 Prozent. Das sind Einschätzungen, keine Google-Zahlen, aber sie zeigen gut, wo du anfangen solltest. Der stärkste Einzelfaktor ist laut Umfrage die Hauptkategorie, knapp vor der Entfernung.

Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Der Name gehört so ins Profil, wie er auf deiner Rechnung steht, ohne Ort oder Leistung als Zusatz. Das kann kurzfristig wirken, verstößt aber gegen Googles Richtlinien und kann zur Sperrung führen. Danach kommen eine genaue Hauptkategorie mit wenigen passenden Nebenkategorien, das richtige Servicegebiet, aktuelle Öffnungszeiten auch an Feiertagen, eine Beschreibung mit höchstens 750 Zeichen, jede Leistung einzeln mit kurzer Erklärung und echte Fotos.

Social-Media-Profile kannst du inzwischen direkt verknüpfen, je ein Link pro Plattform, über Profil bearbeiten und Kontakt. Für das Ranking bringt das vermutlich wenig, für Besucher ist es aber ein schneller Weg zu deinen Kanälen. Die Funktion Fragen und Antworten baut Google gerade um, deshalb würde ich im eigenen Profil nachsehen, was dort noch angezeigt wird.

Bei KI-Suchen wie ChatGPT verschiebt sich das Bild übrigens: Dort zählt laut derselben Umfrage die Website am meisten. Meine Reihenfolge: Kategorien, Name und Adresse, Öffnungszeiten, Leistungen, dann Bewertungen beantworten und regelmäßig um neue bitten.

Inhaltsverzeichnis

Stell dir einen Malerbetrieb in Neuss vor, der sein Unternehmensprofil vor Jahren angelegt hat: Name, Adresse, Telefonnummer, fertig. Bei Google Maps taucht er irgendwo weit unten auf, und die drei Betriebe ganz oben bekommen die Anrufe. Die Frage, die mir in solchen Fällen gestellt wird: Was muss ich im Profil eigentlich alles ausfüllen, und was bringt am meisten? In diesem Beitrag gehe ich jedes Feld durch, das für Dienstleister zählt, zeige, was Google selbst zum Ranking sagt, und ordne ein, wie Fachleute die einzelnen Faktoren gewichten. Mit Prozentzahlen, aber auch mit dem ehrlichen Hinweis, woher diese Zahlen kommen.

Tablet von oben auf einem hellen Holztisch mit einer Karte, einer grünen Markierung und dem Wort Unternehmensprofil, daneben Glaskärtchen mit Stern, Kamera und Kartennadel

Das Wichtigste in Kürze

  • Google nennt drei Größen für das lokale Ranking: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Eine bessere Position gegen Bezahlung gibt es laut Google nicht.
  • In der größten Expertenumfrage zu Local SEO (Whitespark, Ausgabe 2026) bekommt das Unternehmensprofil selbst mit 32 Prozent das meiste Gewicht im Kartenbereich, Bewertungen folgen mit 20 Prozent.
  • Diese Prozentzahlen sind Einschätzungen von Fachleuten, keine Zahlen von Google. Als grobe Richtung sind sie trotzdem hilfreich.
  • Die Hauptkategorie ist laut derselben Umfrage der stärkste Einzelfaktor, knapp vor der Entfernung zum Suchenden.
  • Ein Keyword im Firmennamen verstößt gegen Googles Richtlinien und kann zur Sperrung führen, auch wenn es kurzfristig wirkt.
  • Social-Media-Profile lassen sich seit einiger Zeit verknüpfen, je ein Link pro Plattform. Für das Ranking spielen sie laut Umfrage eine kleine Rolle.

Die wichtigsten Begriffe, einfach erklärt

  • Unternehmensprofil: dein Eintrag bei Google mit Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Früher hieß er Google My Business, deshalb suchen viele noch unter diesem Namen.
  • Kartenbereich (Local Pack): der Kasten mit Karte und meist drei Betrieben, der bei Suchen wie „Maler Neuss“ über den normalen Ergebnissen erscheint. Wer dort steht, bekommt die meisten Anrufe.
  • Kategorie: die Branche, die du aus Googles Liste auswählst, zum Beispiel „Malerbetrieb“. Die erste davon ist die Hauptkategorie.
  • Servicegebiet: das Einzugsgebiet für Betriebe, die zum Kunden fahren, statt Kunden im eigenen Laden zu empfangen.
  • Citations (Verzeichniseinträge): Erwähnungen deines Betriebs mit Name, Adresse und Telefonnummer auf anderen Seiten, etwa in Branchenbüchern.

Was Google selbst zum Ranking in Google Maps sagt

Bevor es um Studien geht, lohnt der Blick auf die einzige Quelle, die es wirklich wissen muss. Google beschreibt in der Hilfe Ranking in lokalen Suchergebnissen verbessern, wonach die Treffer sortiert werden:

Google-Unternehmensprofil-Hilfe: der Absatz, dass lokale Suchergebnisse hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit basieren, ist rot umrahmt
Googles eigene Antwort: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit entscheiden.Screenshot: Google Unternehmensprofil-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Das ist Googles offizielle Hilfeseite zum lokalen Ranking. Im roten Rahmen steht: Lokale Suchergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Darunter erklärt Google die drei Begriffe. Für dich heißt das: Es gibt keinen geheimen Trick, sondern drei Stellschrauben, von denen du zwei selbst in der Hand hast.

Relevanz

Wie gut dein Profil zur Suche passt. Laut Google helfen lückenlose und ausführliche Angaben, damit dein Eintrag den passenden Suchen zugeordnet wird.

Entfernung

Wie weit du vom Suchenden entfernt bist. Daran kannst du kaum etwas ändern, außer mit einer korrekten Adresse und Markierung.

Bekanntheit

Wie bekannt dein Betrieb ist. Google nennt ausdrücklich Websites, die auf dich verweisen, und die Zahl der Rezensionen.

Zwei Sätze aus dieser Hilfeseite finde ich besonders wichtig. Erstens: Ein besseres lokales Ranking kann man bei Google nicht einfordern, auch nicht gegen Bezahlung. Wer dir Platz 1 bei Google Maps gegen Geld verspricht, verspricht etwas, das Google selbst ausschließt. Zweitens schreibt Google unter „Bekanntheit“: Je mehr Rezensionen und positive Bewertungen ein Unternehmen erhält, desto besser kann das Ranking ausfallen. Bewertungen sind also nicht nur für Kunden da.

Google Maps Ranking: Was am meisten zählt, in Prozent

Google verrät nicht, wie stark welcher Faktor wirkt. Die bekannteste Annäherung ist die Umfrage Local Search Ranking Factors von Whitespark, einer kanadischen Firma für Local-SEO-Software. Für die Ausgabe 2026, veröffentlicht am 6. November 2025, wurden laut Whitespark 47 Fachleute für lokale Suche eingeladen, 187 Faktoren zu bewerten und die Gewichtung von Faktorgruppen zu schätzen. Für den Kartenbereich kam dabei Folgendes heraus:

Geschätzte Gewichtung im Kartenbereich (Local Pack und Maps)

Einschätzung von Local-SEO-Fachleuten, keine Angabe von Google.

Unternehmensprofil (Kategorie, Name, Adresse, Öffnungszeiten …)32 %
Bewertungen20 %
Website (Inhalte, Ortsbezug, Titel)15 %
Nutzerverhalten (Klicks, Anrufe, Routen)9 %
Links auf die Website8 %
Verzeichniseinträge (Citations)6 %
Personalisierung (Suchverlauf des Nutzers)6 %
Social Media4 %

Quelle: Whitespark, Local Search Ranking Factors 2026, Grafik „2026 Local Search Ranking Factor Groups“, abgerufen am 20.10.2026. Die Balken sind relativ zum größten Wert gezeichnet.

Wichtig zur Einordnung: Das ist eine Umfrage. Whitespark schreibt selbst, dass keiner der Befragten Einblick in Googles Algorithmus hat. Die Zahlen sind gesammelte Erfahrung von Leuten, die täglich lokale Rankings beobachten. Als grobe Richtung taugen sie, als exakte Formel nicht. Und eine Gruppe mit 32 Prozent heißt nicht, dass du mit einem perfekten Profil ein Drittel des Weges geschafft hast. Es heißt nur: Hier liegt nach Meinung der Fachleute der größte Hebel.

Die zehn stärksten Einzelfaktoren laut Umfrage

Spannender als die Gruppen ist die Liste der einzelnen Faktoren. Für den Kartenbereich stehen in der Ausgabe 2026 diese zehn ganz oben, in dieser Reihenfolge:

  1. Hauptkategorie im Unternehmensprofil
  2. Entfernung zwischen Suchendem und Adresse
  3. Keywords im Firmennamen des Profils (dazu gleich mehr, Vorsicht!)
  4. Adresse in der Stadt, in der gesucht wird
  5. Betrieb hat zum Zeitpunkt der Suche geöffnet
  6. Hohe Sternebewertung, etwa 4 bis 5 Sterne
  7. Adresse ist im Profil sichtbar (kein reines Servicegebiet)
  8. Weitere Kategorien im Profil
  9. Anzahl der Google-Bewertungen mit Text
  10. Richtig gesetzte Markierung auf der Karte

Fällt dir etwas auf? Sieben der zehn Punkte stehen direkt im Profil. Die Hälfte davon kostet keine Stunde Arbeit: Kategorien, Öffnungszeiten, Markierung. Genau deshalb fange ich bei jedem neuen Kunden mit dem Profil an und nicht mit der Website.

Keyword im Firmennamen: wirkt, ist aber verboten

Platz 3 der Liste zeigt ein bekanntes Problem: Ein Name wie „Malerbetrieb Schmidt Maler Neuss Fassaden“ kann laut den Befragten kurzfristig helfen. Google verbietet solche Zusätze aber ausdrücklich, und ein Profil kann dafür gesperrt werden. Mein eigenes Profil heißt deshalb nur „Jan Philipps“, ohne Zusatz. Ein gesperrtes Profil kostet dich mehr als jede Position, die du damit gewinnst.

Was Google genau dazu schreibt, steht in den Richtlinien für die Präsentation von Unternehmen:

Google-Richtlinien für Unternehmensprofile: der Absatz, dass dem Namen keine unnötigen Informationen hinzugefügt werden dürfen und das Profil sonst gesperrt werden kann, ist rot umrahmt
Unnötige Zusätze im Namen können zur Sperrung führen.Screenshot: Google Unternehmensprofil-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Googles Richtlinien für die Präsentation von Unternehmen. Im roten Rahmen steht: Es ist nicht erlaubt, dem Namen eines Unternehmens unnötige Informationen hinzuzufügen, und bei Nichtbeachtung kann das Profil gesperrt werden. Darunter folgt eine Tabelle mit Beispielen, was zulässig ist und was nicht. Für dich heißt das: „Malerbetrieb Schmidt“ ja, „Malerbetrieb Schmidt Neuss Fassadenanstrich“ nein.

Google My Business optimieren: die Checkliste für Dienstleister

Jetzt zum praktischen Teil. Welche Felder es gibt, steht in der Hilfe Unternehmensprofil bearbeiten. Ich gehe sie in der Reihenfolge durch, in der ich sie bei Kunden prüfe, mit dem, was Google dazu vorgibt.

1. Name: genau wie am Briefkopf

Der Name gehört so ins Profil, wie er auf Schild, Rechnung und Briefpapier steht. Slogans, Ortsangaben, Leistungen, Öffnungszeiten und Telefonnummern haben darin laut Googles Richtlinien für die Präsentation nichts zu suchen. Wie streng Google das sieht, zeigt der Screenshot oben.

2. Haupt- und Nebenkategorien

Google rät, so wenige Kategorien wie möglich zu wählen und damit das Kerngeschäft zu beschreiben, möglichst spezifisch. Die Hauptkategorie ist laut Umfrage der stärkste Einzelfaktor überhaupt. Meine Faustregel: eine Hauptkategorie, die genau sagt, womit du dein Geld verdienst, und zwei bis vier Nebenkategorien, die wirklich zutreffen. Ein guter Weg, die passende Kategorie zu finden: Such nach deiner Leistung in deiner Stadt und sieh nach, welche Kategorie bei den Betrieben ganz oben unter dem Namen steht.

3. Adresse oder Servicegebiet

Empfängst du Kunden in deinen Räumen, gehört die Adresse sichtbar ins Profil. Fährst du nur zum Kunden, etwa als Handwerker, der von zu Hause arbeitet, sollst du laut Google die Adresse ausblenden und ein Servicegebiet angeben. Wie groß das sein darf, steht ebenfalls in den Richtlinien:

Google-Richtlinien: der Absatz, dass das Einzugsgebiet nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sein sollte, ist rot umrahmt
Faustregel von Google: höchstens etwa zwei Autostunden Einzugsgebiet.Screenshot: Google Unternehmensprofil-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Den Abschnitt zu Unternehmen ohne festen Standort. Im roten Rahmen steht: Für getrennte Standorte mit eigenen Einzugsgebieten und eigenem Personal ist je ein Profil erlaubt, und das Einzugsgebiet sollte nicht mehr als etwa zwei Autostunden vom Standort entfernt sein. Darunter steht das Beispiel eines Klempners, der von zu Hause arbeitet und deshalb die Adresse löscht. Für dich heißt das: Trag nur die Orte ein, in die du wirklich fährst. Ein riesiges Gebiet bringt dich nicht weiter weg nach oben, weil die Entfernung trotzdem zählt.

4. Öffnungszeiten und besondere Öffnungszeiten

„Hat zum Zeitpunkt der Suche geöffnet“ steht auf Platz 5 der Umfrage. Pflege also die normalen Zeiten und zusätzlich die besonderen Öffnungszeiten für Feiertage und Betriebsurlaub, die Google ausdrücklich anbietet. Wer nur nach Termin arbeitet, soll laut Google keine Öffnungszeiten angeben. Wichtig: Die Zeiten müssen stimmen. Rund um die Uhr geöffnet einzutragen, obwohl niemand ans Telefon geht, kostet dich spätestens bei den Bewertungen.

5. Beschreibung: 750 Zeichen ohne Links

Google-Unternehmensprofil-Hilfe zur Beschreibung: der Punkt, dass im Beschreibungsfeld maximal 750 Zeichen verwendet werden dürfen, ist rot umrahmt
Höchstens 750 Zeichen, keine Links, kein HTML.Screenshot: Google Unternehmensprofil-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Die Regeln für die Unternehmensbeschreibung aus Googles Hilfe. Im roten Rahmen steht: Im Beschreibungsfeld dürfen maximal 750 Zeichen verwendet werden. Direkt darüber steht, dass keine URLs oder HTML-Codes hineingehören, darunter, dass es um das Unternehmen gehen soll und nicht um Aktionen, Preise und Angebote. Für dich heißt das: Was du machst, für wen, seit wann und was dich unterscheidet. In normalen Sätzen, nicht als Keyword-Liste.

6. Leistungen

Im Bereich Leistungen kannst du jede Dienstleistung einzeln anlegen, mit kurzer Beschreibung und auf Wunsch mit Preis. Diese Felder werden erstaunlich selten genutzt, dabei passen sie genau zur Relevanz, von der Google spricht: Je klarer im Profil steht, was du anbietest, desto eher wird es den passenden Suchen zugeordnet. Zwei bis drei Sätze je Leistung reichen, in der Sprache deiner Kunden.

7. Fotos und Videos

Laut Google zeigen Fotos und Videos potenziellen Kunden, was du anbietest. Für Dienstleister heißt das: Team, Fahrzeuge, Werkstatt oder Büro, und vor allem echte Ergebnisse, etwa vorher und nachher. Keine Bilder aus Bilddatenbanken. Ich würde lieber alle paar Wochen ein neues echtes Foto hochladen als einmal zwanzig auf einen Schlag.

8. Termin-Link, Website und Telefonnummer

Je nach Kategorie bietet Google zusätzlich einen Link für Termine oder Reservierungen an. Wenn du online Termine vergibst, gehört er hinein. Bei der Telefonnummer verlangt Google eine Nummer, unter der der Standort erreichbar ist, nach Möglichkeit eine örtliche. Weiterleitungs- und Sonderrufnummern sind nicht zulässig. Die Website-Adresse sollte auf die passende Seite zeigen, bei mehreren Standorten auf die Seite des jeweiligen Standorts.

9. Attribute und Eröffnungsdatum

Attribute sind kleine Zusatzangaben wie barrierefreier Eingang oder Online-Termine. Faktische Attribute pflegst du selbst, subjektive kommen aus Einschätzungen von Nutzern. Das Eröffnungsdatum zeigt, wie lange es dich schon gibt, Google braucht dafür nur Monat und Jahr.

10. Beiträge

Mit Beiträgen kannst du Neuigkeiten, Aktionen oder Termine direkt im Profil zeigen. Google nennt Beiträge auf der Ranking-Seite nicht als Faktor, und ich halte sie auch nicht für einen Ranking-Hebel. Sie zeigen aber, dass der Betrieb aktiv ist. Ein kurzer Beitrag mit echtem Anlass alle zwei bis vier Wochen genügt.

11. Bewertungen: bitten und beantworten

Bewertungen sind laut Umfrage die zweitstärkste Gruppe, und Google bestätigt den Einfluss selbst. Bitte alle Kunden nach dem Auftrag um eine ehrliche Bewertung, ohne Gegenleistung, und beantworte jede einzelne, auch die kritischen. Wie du mit unfairen Bewertungen umgehst und was beim Melden hilft, steht ausführlich im Beitrag Google Bewertung löschen.

12. Fragen und Antworten: gibt es das noch?

Lange konnten Nutzer im Profil Fragen stellen, die jeder beantworten durfte. Diese Funktion wird gerade umgebaut. Belegt ist Folgendes:

Änderungsprotokoll der Google Business Profile APIs: der Eintrag, dass die Q&A API am 3. November 2025 eingestellt wurde, ist rot umrahmt
Die Schnittstelle für Fragen und Antworten hat Google im November 2025 abgeschaltet.Screenshot: Google Business Profile APIs

Was zeigt der Screenshot? Das offizielle Änderungsprotokoll für Entwickler, auf Englisch. Im roten Rahmen steht: Die Schnittstelle für Fragen und Antworten wurde am 3. November 2025 eingestellt, über sie lassen sich keine Fragen und Antworten mehr lesen oder veröffentlichen. Darunter steht der Grund aus der Ankündigung vom September 2025: Google überarbeite die Funktion. Für dich heißt das: Wie die Funktion künftig aussieht, hat Google nicht vollständig beschrieben. Die Hilfe nennt „Fragen & Antworten“ weiterhin als bearbeitbaren Bereich. Schau in deinem eigenen Profil nach, was dort angezeigt wird, und verlass dich nicht auf ältere Anleitungen.

Social-Media-Profile im Unternehmensprofil verknüpfen

Eine der neueren Möglichkeiten: Du kannst Links zu deinen Social-Media-Profilen direkt im Unternehmensprofil eintragen. Google unterstützt laut der Hilfe Links zu sozialen Medien verwalten Facebook, Instagram, LinkedIn, Pinterest, TikTok, X (ehemals Twitter) und YouTube.

Google-Unternehmensprofil-Hilfe zu Social-Media-Links: der Absatz, dass pro Plattform ein Link hinzugefügt werden kann, ist rot umrahmt, darunter die Schritte
Je Plattform genau ein Link, eingetragen unter „Profil bearbeiten“ und „Kontakt“.Screenshot: Google Unternehmensprofil-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Die Anleitung von Google. Im roten Rahmen steht: Du kannst jeweils einen Link pro Plattform hinzufügen, also einen für Facebook und einen für YouTube, aber nicht zwei für YouTube. Darunter stehen die Schritte. Für dich heißt das: Verknüpfe nur die Kanäle, die du wirklich pflegst, und immer das offizielle Profil deines Betriebs.

  1. 1

    Profil öffnen

    Melde dich mit dem Konto an, das dein Unternehmensprofil verwaltet, und rufe das Profil auf.

  2. 2

    Kontakt bearbeiten

    Wähle „Profil bearbeiten“ und dann „Kontakt“.

  3. 3

    Plattform wählen

    Neben „Profile in sozialen Netzwerken“ auf den Stift klicken und im Menü die Plattform auswählen.

  4. 4

    Adresse einfügen

    Die vollständige Adresse deines Profils in das Feld „Webadresse“ einfügen, für weitere Kanäle „Profil in sozialen Netzwerken hinzufügen“ wählen.

  5. 5

    Speichern

    Mit „Speichern“ abschließen. Wird ein Link abgelehnt, ist er laut Google meist fehlerhaft, doppelt oder gehört zu einer nicht unterstützten Plattform.

Drei Einschränkungen nennt Google selbst: Die Funktion gibt es nur in bestimmten Regionen und nicht für jedes Profil. Google zeigt keine Klickzahlen für diese Links. Und bei manchen Profilen fügt Google passende Links automatisch hinzu. Für das Ranking erwarte ich davon wenig, Social Media liegt in der Umfrage bei 4 Prozent im Kartenbereich. Der Nutzen liegt woanders: Wer dein Profil sieht, findet mit einem Klick deine echten Kanäle und sieht, dass dort ein lebendiger Betrieb steht.

Und wie sieht es bei ChatGPT, Gemini und Co. aus?

Immer mehr Menschen fragen nicht Google Maps, sondern einen KI-Assistenten nach einem Betrieb in der Nähe. Whitespark hat die Fachleute für 2026 deshalb erstmals auch nach der Sichtbarkeit in KI-Suchen gefragt. Dort verschiebt sich das Bild: Inhalte der Website liegen mit 24 Prozent vorn, Bewertungen folgen mit 16 Prozent, Verzeichniseinträge und Links mit je 13 Prozent, das Unternehmensprofil mit 12 Prozent. Whitespark merkt selbst an, dass diese Wertung schwierig ist, weil ein Faktor im KI-Modus von Google zählen kann und bei ChatGPT nicht. Die Botschaft ist trotzdem klar: Wer nur das Profil pflegt und die Website vernachlässigt, verschenkt Sichtbarkeit in KI-Antworten. Wie du dort sichtbar wirst, erkläre ich in In KI sichtbar werden.

In welcher Reihenfolge ich vorgehen würde

Wenn du heute nur eine Stunde Zeit hast, würde ich sie so aufteilen. Die Reihenfolge folgt den stärksten Faktoren aus der Umfrage und dem, was am schnellsten geht:

  1. 1

    Kategorien prüfen

    Hauptkategorie so genau wie möglich, zwei bis vier passende Nebenkategorien.

  2. 2

    Name, Adresse, Markierung

    Name ohne Zusätze, Adresse oder Servicegebiet richtig gewählt, Markierung auf der Karte genau auf deinem Eingang.

  3. 3

    Öffnungszeiten

    Normale Zeiten plus Feiertage und Urlaub für die nächsten Monate eintragen.

  4. 4

    Leistungen und Beschreibung

    Jede Leistung mit zwei bis drei Sätzen, Beschreibung mit maximal 750 Zeichen.

  5. 5

    Bewertungen

    Alle offenen Bewertungen beantworten und einen festen Ablauf festlegen, wer Kunden nach dem Auftrag fragt.

  6. 6

    Fotos und Social Media

    Fünf echte Fotos hochladen und die aktiv gepflegten Kanäle verknüpfen.

Hand hält ein Smartphone über einer Werkbank mit Pinseln und Farbrolle, auf dem Display ein Kartenausschnitt mit grüner Markierung, fünf Sterne, Knöpfe für Anruf, Route und Termin sowie Fotos frisch gestrichener Räume
Beispielhafte Darstellung: So kann ein gepflegtes Profil eines Malerbetriebs auf dem Handy aussehen, mit Sternen, Termin-Knopf und echten Arbeitsfotos.

Danach kommt die Website: eine eigene Seite je Leistung, Adresse und Telefonnummer als Text, einheitliche Angaben überall. Das habe ich im Beitrag Local SEO ausführlich beschrieben. Musst du mit deinem Betrieb umziehen, erkläre ich im Beitrag Google My Business Adresse ändern, wie du die Adresse wechselst, ohne Bewertungen und Verlauf zu verlieren.

Häufige Fragen zum Google Unternehmensprofil

Wie lange dauert es, bis sich das Ranking verbessert?

Dazu gibt es keine Angabe von Google. Änderungen im Profil werden laut Google vor der Veröffentlichung geprüft, das dauert meist nicht lange. Ob und wann sich die Position verbessert, hängt vor allem von der Konkurrenz in deiner Stadt ab. In kleineren Orten sehe ich oft nach einigen Wochen Bewegung, in Großstädten dauert es länger.

Kann ich ein besseres Ranking bei Google Maps kaufen?

Nein. Google schreibt ausdrücklich, dass ein besseres lokales Ranking nicht eingefordert werden kann, auch nicht gegen Bezahlung. Was du kaufen kannst, sind Anzeigen, die als „Gesponsert“ gekennzeichnet über den Kartenergebnissen erscheinen. Die laufen über Google Ads.

Wie viele Kategorien sollte ich wählen?

So wenige wie möglich, sagt Google. Meine Faustregel ist eine Hauptkategorie und zwei bis vier Nebenkategorien, die wirklich zu deinem Angebot passen.

Hilft es, Social-Media-Profile zu verknüpfen?

Für das Ranking vermutlich wenig, Social Media liegt in der Whitespark-Umfrage bei 4 Prozent. Für Besucher ist es aber ein schneller Weg zu deinen Kanälen. Verknüpfe nur Profile, die du aktiv pflegst.

Fazit

Google sagt klar, worauf es ankommt: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Fachleute in der Whitespark-Umfrage geben dem Profil selbst mit 32 Prozent das meiste Gewicht, gefolgt von Bewertungen mit 20 Prozent. Das sind Einschätzungen, keine Google-Zahlen, aber sie zeigen, wo du anfangen solltest: bei Kategorien, Öffnungszeiten, Leistungen und einem ehrlichen Namen ohne Zusätze. Danach zählen Bewertungen und eine Website, die zum Profil passt. Wenn du dabei Unterstützung willst, findest du mich unter Local SEO.

Quellen

Jan Philipps

Über den Autor

Jan Philipps

Ich arbeite von Düsseldorf aus für Unternehmen in der ganzen DACH-Region und setze Local SEO für mich selbst und für Kunden um, vom Google-Unternehmensprofil bis zu den Verzeichniseinträgen. Wenn du dabei Hilfe brauchst, melde dich gerne.

Weitere Beiträge

Alle Artikel

Kontakt

Mehr Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen?

Eine ehrliche Einschätzung und ein maßgeschneidertes Angebot, unverbindlich und ohne Verkaufsgespräch.

Jan Philipps, SEO- & Performance-Marketing-Freelancer, jetzt Kontakt aufnehmen

Kontakt aufnehmen