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Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

GEO & KI-Suche

Google KI-Modus: Mehr Links zu Websites und was sich im Oktober 2026 ändert

Was Google bei den Links im KI-Modus umbaut und was davon in Deutschland gilt.

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Google baut die Links im KI-Modus und in den Übersichten mit KI aus. Das hat Google am 15. Oktober 2026 im eigenen Blog angekündigt. In dem Blogbeitrag erfährst du, was genau sich ändert und was davon in Deutschland gilt.

Erstens zeigt Google mehr Links direkt im Antworttext, sogenannte Inline-Links. Das sind Links in einzelnen Wörtern, so wie in einem Online-Artikel. Sie sollen künftig öfter weiter oben stehen. Zweitens testet Google einen eigenen Bereich ganz oben in der Antwort für die ein oder zwei offiziellen Seiten, die man für eine Aufgabe braucht, etwa ein Formular. Drittens kommen Nachrichten-Karussells in mehr Länder und Sprachen. Viertens werden die Weiterlesen-Links am Ende größer und bekommen Vorschaubilder.

Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: In den Karussells hebt Google bevorzugte Quellen hervor. Das sind Websites, die Nutzer selbst als Lieblingsquelle markieren. Laut Google gibt es das weltweit in allen Sprachen der Google Suche, also auch auf Deutsch, und auch im KI-Modus. Voraussetzung ist, dass deine Website in der Search Console für die generativen KI-Funktionen freigegeben ist. Das ist standardmäßig der Fall. Laut Google klicken Menschen doppelt so häufig auf eine bevorzugte Quelle.

Klickbare Creator-Namen bei Videos führen auf Suchprofile bei Google. Die gibt es aber bisher nur in den USA und erst ab 10.000 Followern.

Ob die neuen Links mehr Besucher bringen, ist offen, denn Google hat keine Klickzahlen veröffentlicht.

Meine Empfehlung: Prüf in der Search Console die Freigabe für die KI-Funktionen. Stärke die Seiten, die eine Aufgabe erledigen, also Kontakt, Terminbuchung, Preise und Anfahrt. Und schreib Absätze so, dass jeder eine Frage für sich beantwortet. Wer regelmäßig Fachbeiträge veröffentlicht, kann Stammleser außerdem bitten, die Website als bevorzugte Quelle zu markieren.

Inhaltsverzeichnis

Wer eine Website betreibt, stellt sich beim Google KI-Modus vor allem eine Frage: Klickt überhaupt noch jemand auf meine Seite, wenn Google die Antwort selbst schreibt? Am 15. Oktober 2026 hat Google angekündigt, die Links in KI-Antworten deutlich auszubauen. Ich zeige, was genau sich ändert, was davon nur ein Test ist, was in Deutschland gilt und was ich Website-Betreibern jetzt raten würde.

Großer Monitor in einem hellen Loft mit dem Wort KI-Modus und einer Antwort mit grün hervorgehobenen Links, daneben eine Glaskarte mit dem Google-Logo

Das Wichtigste in Kürze

  • Google zeigt laut eigener Aussage mehr Links direkt im Antworttext und künftig öfter weiter oben in der Antwort.
  • Im Test: ein eigener Bereich ganz oben mit den ein oder zwei offiziellen Seiten, die man für eine Aufgabe braucht.
  • Nachrichten-Karussells mit bevorzugten Quellen kommen in mehr Länder und Sprachen. Bevorzugte Quellen gibt es laut Google weltweit in allen Sprachen der Google Suche.
  • Klickbare Namen von Creatorn bei Videos verlinken auf Suchprofile. Diese Profile gibt es bisher nur in den USA.
  • Zahlen, wie viele Klicks die neuen Links bringen, hat Google nicht veröffentlicht.

Was Google am 15. Oktober angekündigt hat

Die Ankündigung stammt von Hema Budaraju, Vice President für Produktmanagement bei Google, im offiziellen Google-Blog. Sie betrifft den KI-Modus, also die Google-Suche im Chat-Stil, und die Übersichten mit KI, die über den normalen Suchergebnissen stehen. Als Anlass nennt Google, dass die Zahl der Menschen, die bevorzugte Quellen nutzen, seit Jahresbeginn um mehr als das Siebenfache gewachsen sei.

Mehr Links im Text

Links direkt in Wörtern der Antwort, künftig öfter weiter oben.

Offizielle Seiten oben

Im Test: ein eigener Bereich für die ein oder zwei offiziellen Seiten.

Nachrichten-Karussells

Aktuelle Artikel als Karussell, mit bevorzugten Quellen hervorgehoben.

Weiterlesen mit Bild

Artikel-Links am Ende der Antwort werden größer und bekommen Vorschaubilder.

Dazu kommt ein fünfter Punkt, den Google ebenfalls testet: Bei Videos im KI-Modus werden die Namen von Creatorn und Verlagen klickbar. Dazu unten mehr, denn er gilt bisher nur in den USA.

Inline-Links sind Links, die in einzelnen Wörtern oder Satzteilen der KI-Antwort stecken, so wie ein Link in einem Zeitungsartikel. Google schreibt, man habe die Zahl dieser Links in den KI-Funktionen bereits „kontinuierlich und erheblich“ erhöht. Neu sei, dass sie öfter weiter oben in der Antwort erscheinen sollen.

Google-Blog vom 15. Oktober 2026 mit dem rot umrahmten Absatz zu mehr Inline-Links in KI-Antworten
Google kündigt mehr Links direkt im Antworttext an, die öfter weiter oben stehen sollen.Screenshot: Google Blog

Was zeigt der Screenshot? Der Absatz im roten Rahmen stammt aus Googles Ankündigung. Google erklärt dort, was Inline-Links sind, und schreibt, dass es Updates einführt, damit sie häufiger weiter oben in Antworten erscheinen. Für dich heißt das: Wird deine Seite für eine Aussage herangezogen, steht der Link eher dort, wo Leute ihn auch sehen. Für welche Länder das gilt, schreibt Google nicht.

Test: ein Bereich für die offiziellen Seiten

Manchmal gibt es im Netz nur ein oder zwei Seiten, auf denen man eine Aufgabe wirklich erledigen kann, etwa ein Antragsformular oder die Erstattungsseite einer Fluggesellschaft. Für solche Fälle testet Google einen eigenen Bereich ganz oben in der KI-Antwort. Dort sollen genau diese Links stehen, jeweils mit einer kurzen Erklärung, wofür der Link gut ist.

Google-Blog mit dem rot umrahmten Absatz zum Test eines eigenen Bereichs für offizielle Seiten, darunter eine Beispielansicht im Smartphone
Google testet einen Bereich oben in der Antwort für die offiziellen Seiten zu einer Aufgabe. Darunter Googles eigenes Beispiel mit einer erfundenen Fluggesellschaft.Screenshot: Google Blog

Was zeigt der Screenshot? Im roten Rahmen beschreibt Google den Test. Das Handy darunter ist Googles eigene Beispielansicht: Jemand fragt nach einer Erstattung, und ganz oben stehen das Online-Formular und die Erstattungsregeln der Fluggesellschaft. Für ein lokales Unternehmen wäre das Gegenstück zum Beispiel die eigene Seite für die Terminbuchung. Aus meiner Sicht lohnt es sich deshalb, solche Seiten klar zu benennen und gut auffindbar zu machen.

Nachrichten-Karussells und bevorzugte Quellen

Bei aktuellen Themen zeigt Google Artikel als Karussell, also als Reihe von Karten zum Durchwischen. Diese Karussells kommen laut Google gerade in mehr Länder und Sprachen. Darin werden bevorzugte Quellen hervorgehoben. Das sind Websites, die ein Nutzer in den Google-Einstellungen als Lieblingsquelle markiert hat.

Google Search Central zu bevorzugten Quellen mit dem rot umrahmten Satz zur weltweiten Verfügbarkeit in allen Sprachen der Google Suche
Bevorzugte Quellen gibt es laut Google weltweit in allen Sprachen der Google Suche, also auch auf Deutsch.Screenshot: Google Search Central

Was zeigt der Screenshot? Die Search-Central-Doku, also Googles offizielle Anleitung für Website-Betreiber, sagt im roten Rahmen: Bevorzugte Quellen gibt es weltweit für die Schlagzeilen in allen Sprachen der Google Suche. Darunter steht, dass sie auch im KI-Modus und in den Übersichten mit KI erscheinen können. Voraussetzung ist, dass deine Website in der Search Console für die generativen KI-Funktionen freigegeben ist. Das ist laut Google standardmäßig der Fall.

Im Mai 2026 hatte Google im Blog zwei Zahlen dazu genannt: Menschen klicken doppelt so häufig auf eine bevorzugte Quelle, und Nutzer haben schon mehr als 345.000 verschiedene Quellen ausgewählt. Eignen kann sich laut Google jede Website, die regelmäßig frische Inhalte veröffentlicht. Du kannst Leser direkt zum Tool für Quelleneinstellungen schicken oder einen Button von Google einbauen.

Für wen sich das lohnt

Bevorzugte Quellen wirken vor allem bei Schlagzeilen und aktuellen Themen. Für einen Betrieb ohne Blog bringt das wenig. Wer regelmäßig Fachbeiträge oder Neuigkeiten veröffentlicht, kann Stammleser über einen Hinweis oder den Button bitten, die Seite als Quelle zu markieren.

Klickbare Creator-Namen bei Videos: vorerst nur USA

Bei Videos im KI-Modus testet Google klickbare Namen von Creatorn und Verlagen. Sie führen aber nicht direkt auf deren Website, sondern auf ihr Suchprofil bei Google. Diese Suchprofile hat Google im Juni 2026 vorgestellt. Ein Profil bündelt Artikel, Videos und Beiträge aus sozialen Netzwerken an einer Stelle.

Google Suche-Hilfe mit dem rot umrahmten Hinweis, dass Google Suche-Profile derzeit nur in den USA verfügbar sind, darunter die Voraussetzungen
Suchprofile gibt es laut Google-Hilfe derzeit nur in den USA. Darunter stehen die Voraussetzungen, etwa 10.000 Follower.Screenshot: Google Suche-Hilfe

Was zeigt der Screenshot? Die Google-Hilfe sagt im roten Rahmen, dass die Profile derzeit nur in den USA verfügbar sind. Darunter stehen die Voraussetzungen: mindestens 10.000 Abonnenten oder Follower auf YouTube, Instagram, X oder TikTok und ein Mindestalter von 18 Jahren. Für die meisten Unternehmen in Deutschland ist das deshalb im Moment kein Thema.

Das lässt sich noch nicht sagen. Laut Search Engine Roundtable, einem amerikanischen Fachblog für Suchmaschinen, hat Google keine Klickdaten zu den neuen Links veröffentlicht und angekündigt, nach und nach weitere Messwerte einzuführen. Mehr Links bedeuten also nicht automatisch mehr Besucher. Ich würde die eigenen Zahlen in der Search Console über die nächsten Wochen beobachten. Welche Berichte es dort für KI-Antworten gibt, erkläre ich in den Neuerungen der Search Console.

Was ich jetzt tun würde

Erstens in der Search Console prüfen, ob die Website für die generativen KI-Funktionen freigegeben ist. Wer das abschaltet, taucht dort auch nicht als Link auf.

Search Console-Hilfe mit dem rot umrahmten Weg zur Einstellung Generative KI-Funktionen der Google Suche, darunter die drei Optionen
Die Freigabe für die KI-Funktionen findest du in der Search Console unter Einstellungen. Standardmäßig ist sie eingeschaltet.Screenshot: Search Console-Hilfe

Zweitens die Seiten stärken, die eine Aufgabe erledigen: Kontakt, Terminbuchung, Preise, Anfahrt. Sie sollten einen klaren Titel haben und genau das tun, was sie versprechen. Drittens Inhalte so schreiben, dass einzelne Absätze eine Frage für sich beantworten, denn genau solche Stellen kann Google verlinken. Mehr dazu steht in meinem Beitrag In der KI sichtbar werden. Wenn du dabei Unterstützung möchtest, helfe ich dir gern als SEO-Freelancer.

Gelten die Änderungen auch in Deutschland?

Teilweise. Bevorzugte Quellen gibt es laut Search Central in allen Sprachen der Google Suche. Die Karussells kommen laut Google in mehr Länder und Sprachen, ohne dass Google eine Liste nennt. Für die Inline-Links und den Bereich für offizielle Seiten nennt Google keine Länder. Die Suchprofile gibt es nur in den USA.

Was sind Inline-Links?

Das sind Links, die direkt in Wörtern oder Satzteilen der KI-Antwort stecken. Sie führen zu der Seite, aus der die jeweilige Aussage stammt, so wie ein Link in einem Online-Artikel.

Wie werde ich eine bevorzugte Quelle?

Das entscheiden die Nutzer selbst in den Google-Einstellungen. Du kannst sie laut Google mit einem Button auf deiner Website oder einem Link zum Tool für Quelleneinstellungen darauf hinweisen. Nötig ist das nicht, um als bevorzugte Quelle zu erscheinen.

Kann ich die Links im KI-Modus beeinflussen?

Direkt nicht. Google entscheidet, welche Seiten verlinkt werden. Klare Seiten, die eine Frage oder Aufgabe eindeutig beantworten, und die Freigabe in der Search Console sind aus meiner Sicht die besten Voraussetzungen. Eine Garantie gibt es nicht.

Fazit

Google baut die Links im KI-Modus und in den Übersichten mit KI sichtbar aus: mehr Links im Text, ein Test mit offiziellen Seiten ganz oben, größere Karussells und auffälligere Weiterlesen-Links. Für deutsche Unternehmen ist vor allem relevant, dass bevorzugte Quellen bereits auf Deutsch funktionieren. Ob die Änderungen mehr Besucher bringen, zeigt erst die Zeit, weil Google keine Klickzahlen nennt. Die Grundlagen bleiben dieselben: klare Seiten, die eine Aufgabe erledigen, und die Freigabe für die KI-Funktionen.

Quellen

Jan Philipps

Über den Autor

Jan Philipps

GEO baut auf SEO auf, und SEO mache ich seit über zehn Jahren. Wie Websites in ChatGPT, Perplexity und den AI Overviews auftauchen, verfolge ich laufend an meiner eigenen Website und an Kundenprojekten. Wenn du dabei Hilfe brauchst, melde dich gerne.

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