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Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

SEO

Local SEO: So wirst du vor Ort bei Google Maps & Co. gefunden

Wie kleine und mittelständische Unternehmen mit einem gepflegten Google-Profil, einheitlichen Daten und echten Bewertungen lokale Kunden gewinnen, verständlich erklärt aus meiner Praxis als Freelancer.

Inhaltsverzeichnis

Lokale Sichtbarkeit entscheidet sich an wenigen Stellen. Hier stehen die Maßnahmen, die im Umkreis wirklich Anfragen bringen.

Smartphone mit Kartenansicht, Pin und Bewertungen in einer Altstadtgasse

In diesem Beitrag erkläre ich dir verständlich, worauf es bei der lokalen Suche wirklich ankommt, ohne Fachchinesisch, dafür mit den Schritten, die in meiner Praxis am meisten bewegen.

Was ist Local SEO, einfach erklärt

Local SEO (lokale Suchmaschinenoptimierung) sorgt dafür, dass dein Unternehmen gefunden wird, wenn Menschen in deiner Region nach deiner Leistung suchen. Das passiert an zwei Orten gleichzeitig: in der klassischen Google-Suche und in Kartendiensten wie Google Maps oder Apple Maps.

Der wichtigste Unterschied zur „normalen" SEO: Es gibt nicht das eine Ergebnis. Dieselbe Suche liefert je nach Standort des Suchenden andere Treffer. Wer am Rheinufer nach „Café" sucht, sieht andere Ergebnisse als jemand in Oberkassel. Das ist die große Chance für lokale Anbieter, du musst nicht gegen ganz Deutschland ranken, sondern nur in deinem Umkreis überzeugen.

Oben in den Suchergebnissen erscheint dabei meist das sogenannte „Local Pack": eine Karte mit drei bis vier Unternehmen. Darunter folgen die klassischen Website-Treffer. Beide Bereiche kannst du beeinflussen, und genau das solltest du auch.

Smartphone mit einer Kartenansicht, darunter drei lokale Unternehmenstreffer mit Sternen
Nähe ist der Hebel, den du am wenigsten steuern kannst. Relevanz und Bekanntheit dagegen schon.

Die drei Hebel: Relevanz, Bekanntheit und Nähe

Relevanz

Passt dein Angebot präzise zur Suche? Kategorie, Inhalte und Keywords entscheiden.

Bekanntheit

Bewertungen, Erwähnungen und Backlinks bestätigen deine Vertrauenswürdigkeit.

Nähe

Die physische Distanz zum Suchenden, der lokale Sonderfaktor.

Worauf du beim lokalen Ranking Einfluss hast

Die drei Ranking-Faktoren, und wie stark du sie selbst steuern kannst:

Relevanz (Profil & Inhalte)stark steuerbar
Bekanntheit (Autorität & Bewertungen)mittel
Nähe (Standort des Suchenden)kaum steuerbar

Einordnung aus der Praxis; Google gewichtet je nach Suchanfrage unterschiedlich.

Klassische SEO ruht auf zwei Säulen: Relevanz (passt dein Angebot zur Suche?) und Bekanntheit (bestätigen andere durch Verlinkungen und Erwähnungen, dass man dir vertrauen kann?). Im Local SEO kommt ein dritter Faktor dazu, den du nicht direkt steuern kannst, aber kennen musst:

Nähe (Distanz). Google bevorzugt Unternehmen, die physisch nah am Suchenden sind. Ein Betrieb mit Adresse mitten in der Stadt hat es bei lokalen Suchen leichter als einer am Rand. Beeinflussen kannst du das kaum, aber du kannst an den anderen beiden Hebeln umso konsequenter arbeiten.

Ladeninhaberin hinter ihrem Tresen pflegt mit dem Tablet die Daten ihres Geschäfts
Das Unternehmensprofil ist für viele die eigentliche Startseite. Es wird häufiger gesehen als die Website.

Wie das lokale Ranking wirklich zustande kommt

Google entscheidet bei lokalen Suchen anders als bei allen anderen. Statt einer Trefferliste gibt es zuerst die Kartenergebnisse, und dort zählen drei Größen, die Google selbst benennt: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit.

Relevanz heißt, wie gut dein Profil und deine Website zu dem passen, wonach gesucht wurde. Entfernung heißt, wie weit du vom Suchenden entfernt bist. Bekanntheit heißt, wie bekannt dein Unternehmen insgesamt ist, gemessen an Erwähnungen, Verzeichnissen, Bewertungen und Verlinkungen.

Der wichtigste Satz für die Praxis: Die Entfernung kannst du nicht beeinflussen. Wer fünf Kilometer weiter wohnt, sieht andere Ergebnisse als jemand aus der Nachbarstraße. Das ist der Grund, warum ein Kunde dich findet und der nächste nicht, ohne dass sich irgendetwas geändert hätte.

Was daraus folgt: Arbeite an den beiden Größen, die du in der Hand hast. Relevanz über Kategorien, Leistungen und Texte. Bekanntheit über Bewertungen, Einträge und Erwähnungen. Und miss deine Position nicht von deinem Bürostuhl aus, sondern an mehreren Orten im Einzugsgebiet.

Praxis-Tipp

Die Position im Kartenbereich hängt vom Standort des Suchenden ab. Wer seine eigene Sichtbarkeit ernsthaft prüfen will, testet sie an mehreren Punkten der Stadt, nicht nur am eigenen Schreibtisch.

Dein wichtigstes Werkzeug: das Google-Unternehmensprofil

Wenn du nur eine einzige Sache machst, dann diese: Richte dein Google-Unternehmensprofil (früher „Google My Business") vollständig ein und pflege es. Es ist kostenlos und die Basis für deine Präsenz in Google Maps und im Local Pack. In immer mehr Fällen ist es sogar wichtiger als deine Website, viele Menschen rufen an oder planen die Route, ohne deine Seite je zu öffnen.

Das bringt in der Praxis am meisten:

  • Die richtige Hauptkategorie wählen. Sei so spezifisch wie möglich: Überlege, mit welchem einen Begriff ein Kunde dein Kerngeschäft beschreiben würde. Statt „Handwerker" lieber „Heizungs- und Sanitärinstallateur", statt „Berater" lieber „Steuerberater".
  • Nebenkategorien ergänzen. Ein Hotel kann zusätzlich „Restaurant" oder „Spa" angeben. Schau dir an, welche Kategorien vergleichbare Anbieter nutzen.
  • Öffnungszeiten penibel aktuell halten, auch an Feiertagen. Google zeigt bevorzugt Unternehmen, die jetzt gerade geöffnet sind.
  • Echte Fotos hochladen: Außenansicht, Innenräume, Team, Arbeit. Das schafft Vertrauen und verbessert die Klickrate.
  • Leistungen und Produkte hinterlegen, damit Google versteht, was du genau anbietest.
  • Den Karten-Pin prüfen: Sitzt die Nadel wirklich an deinem Eingang?
Ladentür mit hölzernem Geöffnet-Schild, Pflanzen im Schaufenster
Für viele ist das Unternehmensprofil die eigentliche Ladentür. Es wird häufiger gesehen als die Website.

Das Unternehmensprofil richtig pflegen

Das Profil ist kein Formular, das man einmal ausfüllt. Es ist die Seite, die viele Menschen sehen, bevor sie überhaupt auf deine Website kommen, und es wird laufend bewertet.

Die Kategorien sind der stärkste einzelne Hebel

Die Hauptkategorie entscheidet mit darüber, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst. Sie sollte genau das benennen, womit du dein Geld verdienst, nicht das, was am umfassendsten klingt.

Nebenkategorien ergänzen, verwässern aber auch. Meine Faustregel: eine Hauptkategorie, zwei bis vier Nebenkategorien, alle mit echtem Bezug. Wer zehn Kategorien anlegt, wird für keine davon als besonders passend eingestuft.

Leistungen und Beschreibungen ausfüllen

Im Profil lassen sich einzelne Leistungen mit eigenem Beschreibungstext anlegen. Diese Felder werden erstaunlich selten genutzt und wirken direkt auf die Relevanz. Zwei bis drei Sätze je Leistung reichen, in der Sprache der Kundschaft.

Fotos, und zwar echte

Profile mit regelmäßig neuen Bildern werden häufiger angeklickt. Wichtig ist, dass die Bilder aus dem echten Betrieb stammen: Räume, Team, Arbeit, Ergebnisse. Bilder aus Bilddatenbanken erkennt man sofort, und sie kosten Vertrauen.

Beiträge im Profil

Die Beitragsfunktion ist kein Ranking-Wunder, aber sie hält das Profil aktiv und füllt den Platz unter deinem Eintrag. Ein kurzer Beitrag alle zwei Wochen, mit einem echten Anlass, genügt völlig.

Fragen und Antworten

Jeder kann dort Fragen stellen, und jeder kann sie beantworten. Auch du. Häufige Rückfragen aus dem Alltag selbst einzustellen und zu beantworten, ist völlig legitim und beantwortet Anliegen, bevor jemand anruft.

Öffnungszeiten pflegen, gerade an Feiertagen

Falsche Zeiten sind der schnellste Weg zu einer schlechten Bewertung. Feiertagszeiten lassen sich Wochen im Voraus hinterlegen, und Google fragt inzwischen aktiv danach.

NAP-Konsistenz: der unterschätzte Vertrauensfaktor

NAP steht für Name, Adresse und Telefonnummer. Diese drei Angaben sollten überall im Netz identisch geschrieben sein, auf deiner Website, im Google-Profil, in Branchenbüchern, auf Bewertungsportalen. Schon Kleinigkeiten wie „Str." vs. „Straße" oder eine alte Telefonnummer können Suchmaschinen verunsichern. Einheitliche NAP-Daten signalisieren: Dieses Unternehmen ist echt und vertrauenswürdig.

Monitor mit einem Unternehmensprofil, Sternebewertung und einer Liste einzelner Rezensionen
Regelmäßige neue Bewertungen wirken stärker als viele alte. Die Kurve zählt, nicht nur der Schnitt.

Bewertungen: dein stärkstes Vertrauenssignal

Praxis-Tipp

Bitte Kunden, in der Bewertung kurz die genutzte Leistung zu nennen („Die Zahnreinigung war top"): Google scannt diese Texte nach Keywords.

Bewertungen wirken doppelt: Sie überzeugen Menschen, und sie beeinflussen das Ranking. Wichtig sind dabei nicht nur die Sterne, sondern auch Anzahl, Regelmäßigkeit und der Text. Google scannt die Texte nach Keywords, wenn ein Kunde schreibt „Die Zahnreinigung war top", ist das wertvoller als ein wortloses 5-Sterne-Klick.

  • Bitte zufriedene Kunden aktiv um eine Bewertung, am besten direkt nach einem positiven Erlebnis.
  • Sorge für stetigen Zuwachs statt 20 Bewertungen an einem Tag und danach Stille.
  • Antworte auf Bewertungen, auf gute wie auf kritische. Das zeigt Engagement.

Deine Website lokal stark machen

Während das Google-Profil das Local Pack füttert, entscheidet deine Website über die klassischen Treffer darunter. Diese Punkte haben bei meinen Projekten den größten Effekt:

  1. Eigene Seite je Leistung. Eine pauschale „Leistungen"-Seite reicht nicht. Ein Klempner braucht getrennte Seiten für Rohrreinigung, Heizungswartung und Badsanierung, jeweils mit eigenem, konkretem Inhalt.
  2. Lokale Keywords natürlich einbauen. Dein Text darf ruhig „nach Stadt riechen": Erwähne deinen Standort, benachbarte Viertel und lokale Besonderheiten, aber so, dass es flüssig zu lesen bleibt, nicht als Keyword-Liste.
  3. Title-Tag und H1 mit Keyword + Ort. Beispiel: „Autowerkstatt Düsseldorf-Bilk | Kfz-Meisterbetrieb Muster". Das ist ein sehr starkes Signal.
  4. Interne Verlinkung. Deine Startseite sollte auf die wichtigsten Leistungsseiten verlinken, und die Leistungsseiten sinnvoll untereinander.
  5. Strukturierte Daten (Schema.org) für LocalBusiness ergänzen, Telefonnummer verlinken und eine Karte einbinden, so kann Google deine Angaben leicht mit anderen Quellen abgleichen.
Inhaberin mit Schürze sitzt konzentriert am Laptop in ihrer hellen Werkstatt
Aus der Praxis: die meisten lokalen Gewinne entstehen aus Kleinigkeiten, die konsequent gepflegt werden.

Ein Beispiel aus der Praxis

Nehmen wir einen kleinen Elektrobetrieb, wie er mir typischerweise begegnet: solide Arbeit, viele zufriedene Stammkunden, aber online praktisch unsichtbar. Das Google-Profil war zwar angelegt, aber mit einer viel zu allgemeinen Kategorie („Handwerker"), ohne Fotos und mit veralteten Öffnungszeiten. Die Website hatte genau eine Seite, auf der alle Leistungen in einem einzigen Absatz zusammengequetscht waren.

Aufgeräumt haben wir an mehreren Stellen gleichzeitig: präzise Hauptkategorie plus passende Nebenkategorien, aktuelle Zeiten, echte Fotos von Team und Einsätzen, und die einzelnen Leistungen sauber als Einträge hinterlegt. Auf der Website bekam jede Leistung, Elektroinstallation, Smart-Home, Notdienst, eine eigene Unterseite mit klarem Titel und Ortsbezug. Parallel haben wir einen unkomplizierten Weg geschaffen, zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag um eine kurze Bewertung zu bitten.

Das Muster, das ich in solchen Fällen immer wieder sehe: Innerhalb weniger Wochen taucht der Betrieb für deutlich mehr lokale Suchen auf, das Profil wird häufiger aufgerufen, und es kommen spürbar mehr Anrufe und Routenanfragen rein, ohne einen Euro Werbebudget. Ehrlich bleiben muss man trotzdem: Local SEO ist kein einmaliger Schalter, sondern lebt von kontinuierlicher Pflege. Aber die Hebel sind bodenständig und für praktisch jeden Betrieb umsetzbar.

Handwerker in seiner Werkstatt schaut zufrieden auf sein Smartphone
Eine Bewertung beantwortet man am besten am selben Tag. Das sehen auch alle, die später lesen.

Bewertungen: was wirklich zählt

Bei Bewertungen schauen die meisten nur auf den Durchschnitt. Für die Sichtbarkeit sind drei andere Größen mindestens genauso wichtig.

Woran Google und Kundschaft eine Bewertungslage messen

Nicht die Note allein entscheidet:

Regelmäßig neue Bewertungensehr hoch
Anzahl insgesamthoch
Antworten des Inhabershoch
Durchschnittsnotemittel
Text statt nur Sternemittel

Ein stetiger Zufluss wirkt stärker als eine gute Note von vor drei Jahren.

Eine Fünf-Sterne-Note aus dem Jahr 2022 sagt wenig. Zwölf neue Bewertungen aus den letzten zwölf Monaten sagen viel, auch wenn eine davon drei Sterne hat.

Wie man Bewertungen bekommt, ohne zu betteln

  1. Den Moment nutzen, in dem die Zufriedenheit am größten ist: direkt nach der fertigen Arbeit, nicht Wochen später.
  2. Den direkten Link zum Bewertungsformular verwenden, als QR-Code auf der Rechnung oder in der Abschlussmail.
  3. Konkret fragen: nicht „Bewerten Sie uns", sondern „Was hat Ihnen bei der Zusammenarbeit am meisten geholfen?".
  4. Nie Gegenleistungen anbieten. Das verstößt gegen die Richtlinien und fliegt regelmäßig auf.

Umgang mit schlechten Bewertungen

Eine schlechte Bewertung ist keine Katastrophe, sondern eine Bühne. Antworte sachlich, am selben Tag, ohne Rechtfertigung, und biete eine Klärung außerhalb der Öffentlichkeit an. Diese Antwort lesen alle, die danach kommen.

Was du nicht tun solltest: mit Anwalt drohen, den Vorfall bestreiten oder in Details gehen, die Rückschlüsse auf die Person zulassen. Offensichtlich falsche oder beleidigende Bewertungen kannst du melden, das dauert allerdings und klappt nicht immer.

Eine gute Antwort auf eine schlechte Bewertung überzeugt mehr Menschen als zehn perfekte Sterne ohne Text.

Häufige Fehler, die ich immer wieder sehe

  • Das Google-Profil wird einmal angelegt und dann nie wieder angefasst.
  • Unterschiedliche Adress- oder Telefonangaben auf Website, Profil und Branchenbüchern.
  • Keywords stumpf in den Unternehmensnamen stopfen, das verstößt gegen Googles Richtlinien und kann zur Sperre führen.
  • Eine einzige „Leistungen"-Seite für alles, statt eigener Seiten je Angebot.
  • Bewertungen ignorieren oder gar nicht erst danach fragen.

Lokale Inhalte, die wirklich etwas bringen

Auf der Website ist der häufigste Fehler die Stadtseite ohne Inhalt. Zwanzig Seiten, die sich nur im Ortsnamen unterscheiden, sind heute eher ein Risiko als ein Vorteil, weil Google dünne Massenseiten gezielt abwertet.

Was stattdessen funktioniert, sind wenige Seiten mit echtem Bezug. Eine Seite je Ort, in dem du wirklich arbeitest, mit eigenen Referenzen, eigenen Bildern und einem Absatz, der zeigt, dass du dich dort auskennst.

Woran man eine gute lokale Seite erkennt

  • Sie nennt konkrete Projekte oder Kunden aus dem Ort, mit Zustimmung.
  • Sie enthält Bilder, die dort entstanden sind, nicht aus einer Bilddatenbank.
  • Sie beantwortet eine Frage, die sich vor Ort tatsächlich stellt, etwa Anfahrt, Parken, Zuständigkeit oder Besonderheiten der Region.
  • Sie steht nicht allein, sondern ist aus der Leistungsseite und aus passenden Beiträgen verlinkt.

Wenn du für einen Ort nichts davon liefern kannst, ist die ehrliche Konsequenz, keine Seite dafür zu bauen. Eine gute Seite für die Region schlägt zehn leere für einzelne Orte.

Was auf jeder lokalen Seite stehen sollte

Name, Anschrift und Telefonnummer in derselben Schreibweise wie überall sonst, als Text und nicht nur als Bild. Dazu eine Karte, die Öffnungszeiten und ein deutlich sichtbarer Weg zur Kontaktaufnahme, am besten mit klickbarer Telefonnummer.

Zwei Hebel hast du in der Hand
Relevanz: Kategorien, Leistungen, Textesteuerbar
Bekanntheit: Bewertungen, Einträge, Erwähnungensteuerbar
Entfernung: wo der Suchende gerade stehtnicht steuerbar

Deshalb sieht ein Kunde dich und der nächste nicht, ohne dass sich etwas geändert hätte.

Welche Tools helfen?

Das wichtigste Tool kommt von Google selbst: das Google-Unternehmensprofil und die Google Search Console (zeigt dir, für welche Suchen du erscheinst). Bei mehreren Standorten lohnen sich Listing-Management-Tools, die Einträge in vielen Verzeichnissen automatisiert pflegen und Bewertungen bündeln. Für den Anfang brauchst du das aber nicht, die Basis schlägst du mit Profil, Search Console und einer sauber optimierten Website.

Über Google hinaus denken

Google ist der größte Hebel, aber nicht der einzige. Apple Maps (über „Apple Business Connect") und Bing Places erreichen ebenfalls Menschen, gerade Apple-Nutzer. Und WhatsApp bezieht Standortdaten teils von Foursquare. Wer überall mit konsistenten Daten vertreten ist, wird verlässlicher gefunden.

Fazit

Local SEO ist kein Hexenwerk, sondern Fleißarbeit mit klarer Hebelwirkung: ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil, einheitliche NAP-Daten, echte Bewertungen und eine Website mit eigenen, lokal optimierten Leistungsseiten. Gerade kleine Betriebe können damit überraschend schnell vor größeren, aber trägeren Wettbewerbern landen, weil viele genau diese Grundlagen vernachlässigen.

Wenn du dabei Unterstützung möchtest, schau dir meine Local-SEO-Leistung an, oder melde dich einfach kurz, dann schauen wir gemeinsam auf deinen Standort.

Was ich zuerst anfassen würde

Wenn jemand mit einer lokalen Website zu mir kommt und wenig Zeit hat, arbeite ich immer dieselbe Reihenfolge ab. Sie kostet zusammen etwa einen halben Tag.

Zuerst das Unternehmensprofil: Kategorien prüfen, Leistungen ausfüllen, echte Fotos hochladen, Öffnungszeiten inklusive Feiertagen hinterlegen. Das ist der Teil mit der schnellsten Wirkung, oft innerhalb weniger Tage sichtbar.

Dann die Angaben abgleichen: Name, Anschrift und Telefonnummer in allen Verzeichnissen, in denen du stehst, auf denselben Stand bringen. Meistens findet man dabei mindestens einen Eintrag mit einer alten Nummer.

Danach die Bewertungen anschieben: einen festen Ablauf einführen, wer wann gefragt wird, und alle offenen Bewertungen beantworten, auch die alten. Zum Schluss die Website: klickbare Telefonnummer, Adresse als Text, eine Seite je Ort, an dem du wirklich arbeitest.

Alles Weitere kommt danach. Wer diese vier Schritte gemacht hat, liegt vor der Mehrheit der lokalen Mitbewerber, und zwar ohne einen einzigen Euro Werbebudget.

Was ich zuerst anfasse

  1. 1

    Unternehmensprofil

    Kategorien prüfen, Leistungen ausfüllen, echte Fotos hochladen, Öffnungszeiten inklusive Feiertagen setzen.

  2. 2

    Angaben abgleichen

    Name, Anschrift und Telefonnummer in allen Verzeichnissen auf denselben Stand bringen.

  3. 3

    Bewertungen anschieben

    Fester Ablauf, wer wann gefragt wird. Alle offenen Bewertungen beantworten, auch die alten.

  4. 4

    Website lokal schärfen

    Klickbare Telefonnummer, Adresse als Text, eine Seite je Ort, an dem du wirklich arbeitest.

Ein halber Tag in dieser Reihenfolge bringt lokal mehr als jedes Werbebudget.

Häufige Fragen zu Local SEO

Wie lange dauert es, bis man vor Ort sichtbar wird?

In kleineren Städten mit wenig Wettbewerb oft schon nach sechs bis zwölf Wochen. In Großstädten dauert es länger, weil dort mehr gepflegte Profile um dieselben Suchen konkurrieren. Die Einordnung dazu steht in Wie lange dauert SEO.

Brauche ich eine Adresse, wenn ich nur zu Kunden fahre?

Ja, ein Profil braucht eine Adresse, du kannst sie aber verbergen und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben. Das ist der richtige Weg für Handwerk, Pflegedienste und mobile Dienstleistungen.

Wie viele Städte kann ich als Einzugsgebiet angeben?

Technisch bis zu zwanzig. Sinnvoll ist deutlich weniger. Ein sehr großes Einzugsgebiet verwässert die Zuordnung, ohne dass du dadurch weiter entfernt gefunden wirst.

Hilft es, den Ort in den Firmennamen zu schreiben?

Nein, und es verstößt gegen die Richtlinien. Im Profil gehört der Name hinein, der auch am Gebäude steht und auf der Rechnung. Wer hier trickst, riskiert die Sperrung des Profils.

Was mache ich, wenn ein Mitbewerber gegen die Regeln verstößt?

Melden lohnt sich, vor allem bei erfundenen Adressen und Keyword-Namen. Es dauert, aber es wirkt öfter, als viele glauben. Wichtig: sachlich melden und nicht selbst nachziehen.

Zählen Bewertungen auf anderen Portalen auch?

Für die Sichtbarkeit bei Google zählen vor allem die Bewertungen im Unternehmensprofil. Für die Entscheidung der Kundschaft zählen andere Portale sehr wohl, und für die Bekanntheit insgesamt ebenfalls.

Was ist mit KI-Antworten bei lokalen Fragen?

Sie werden häufiger und beziehen sich meist auf dieselben Signale: gepflegtes Profil, einheitliche Angaben, echte Bewertungen. Wer lokal sauber arbeitet, ist dort automatisch besser aufgestellt. Mehr dazu in In KI sichtbar werden.

Lohnt sich ein zweites Profil für einen zweiten Standort?

Ja, wenn dort wirklich jemand arbeitet und erreichbar ist. Ein Profil für eine reine Briefkastenadresse ist ein Verstoß und wird früher oder später gesperrt. Bei echten Standorten gehört zu jedem Profil auch eine eigene Seite auf der Website.

Muss ich in vielen Verzeichnissen stehen?

Wichtiger als die Menge ist die Einheitlichkeit. Zehn korrekte Einträge in Verzeichnissen, die in deiner Branche wirklich genutzt werden, wirken besser als hundert automatisch angelegte mit halb richtigen Angaben. Einmal aufräumen schlägt hier jedes Abonnement.

Jan Philipps

Über den Autor

Jan Philipps

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