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Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

Google Ads

Consent Mode v2 einfach erklärt: Warum er besser ist als gar kein Tracking

Was der Consent Mode macht und warum er Lücken im Tracking schließt.

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Kurz gesagt: Der Consent Mode ist die Verbindung zwischen deinem Cookie-Banner und den Tags von Google. Er gibt weiter, ob ein Besucher zugestimmt oder abgelehnt hat, und die Tags halten sich daran. Wichtig ist mir dabei eins: Er ersetzt weder den Banner noch die Einwilligung. Die musst du weiterhin selbst sauber einholen, und rechtliche Fragen klärst du am besten mit deinem Datenschutzbeauftragten.

Warum ist das so wichtig? Google verlangt für Besucher aus dem Europäischen Wirtschaftsraum Einwilligungssignale, wenn du Analysen, personalisierte Anzeigen und Remarketing weiter nutzen willst. Fehlen sie, wachsen deine Remarketing-Listen nicht mehr, und deine automatischen Gebote bekommen weniger Rückmeldung.

In Version zwei gibt es vier Signale. Ad Storage regelt Werbe-Cookies, Analytics Storage die Cookies von Google Analytics. Neu sind Ad User Data, also ob Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google gehen dürfen, und Ad Personalization für personalisierte Werbung. Für Remarketing müssen beide neuen Signale erteilt sein.

Dann gibt es zwei Varianten. Im einfachen Modus laden die Tags erst nach der Entscheidung im Banner. Im erweiterten Modus laden sie sofort, senden bei einer Ablehnung aber nur Pings ohne Cookies. Damit kann Google genauer modellieren.

Und genau das ist der eigentliche Vorteil gegenüber einem Tracking, das man einfach komplett abschaltet. Google kann fehlende Conversions schätzen, statt ein schwarzes Loch zu sehen. Ehrlich gesagt klappt das aber erst ab einer Mindestmenge, laut Google siebenhundert Anzeigenklicks über sieben Tage pro Land und Domaingruppierung. Viele kleine Konten erreichen das nicht. Einrichten würde ich den Consent Mode trotzdem immer.

Auch Microsoft Ads verlangt seit dem fünften Mai zweitausendfünfundzwanzig eigene Einwilligungssignale über den UET Consent Mode. Ohne sie stoppt Microsoft die Conversion-Messung und das Befüllen der Remarketing-Listen.

Auf meiner eigenen Website nutze ich Klaro zusammen mit dem Google Tag Manager und dem Consent Mode. Mein Rat aus der Praxis: Teste nach jeder Änderung beide Wege, Zustimmen und Ablehnen, zum Beispiel mit dem Tag Assistant von Google.

Inhaltsverzeichnis

Seit Jahren klicken Besucher in Cookie-Bannern auf „Ablehnen“. Für dich als Werbetreibenden heißt das: Ein Teil deiner Anfragen und Verkäufe taucht in Google Ads nie auf, und deine Kampagnen lernen mit weniger Daten. Der Consent Mode v2 ist Googles Antwort darauf. Er sorgt dafür, dass deine Tags sich an die Entscheidung im Banner halten, und hilft trotzdem, die Lücken in der Messung zu schätzen. Hier erkläre ich ohne Fachchinesisch, wie das funktioniert, was die vier Signale bedeuten und warum ein sauber eingerichteter Consent Mode aus meiner Sicht besser ist, als Tracking einfach komplett abzuschalten.

Tablet von oben auf einem Holztisch mit einem Cookie-Hinweis und dem Wort Consent Mode, daneben Glaskarten mit Google-Ads-, Google-Analytics- und Microsoft-Logo

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Consent Mode gibt die Entscheidung aus deinem Cookie-Banner an Google weiter. Er ersetzt weder den Banner noch die Einwilligung.
  • Für Besucher aus dem EWR verlangt Google Einwilligungssignale, wenn du Analysen, personalisierte Anzeigen und Remarketing weiter nutzen willst.
  • Version 2 hat vier Signale: ad_storage, analytics_storage, ad_user_data und ad_personalization.
  • Einfach: Tags laden erst nach der Einwilligung. Erweitert: Tags laden sofort, senden ohne Einwilligung aber nur Pings ohne Cookies.
  • Google kann fehlende Conversions schätzen. Die Modellierung hat aber Mindestwerte, die kleine Konten oft nicht erreichen.
  • Microsoft Ads verlangt seit dem 5. Mai 2025 eigene Einwilligungssignale über den UET Consent Mode.

Der Consent Mode (auf Deutsch in der Google-Hilfe „Einwilligungsmodus“) ist eine Schnittstelle zwischen deinem Cookie-Banner und den Google-Tags auf deiner Website, also zum Beispiel dem Tag von Google Ads und Google Analytics. Laut Google passt er das Verhalten der Tags an die Einwilligung der Nutzer an. Stimmt ein Besucher zu, laufen die Tags normal. Lehnt er ab, schreiben sie keine Cookies.

Wichtig ist, was der Consent Mode nicht ist: Er ist kein Cookie-Banner und holt keine Einwilligung ein. Google schreibt in der Entwicklerdokumentation ausdrücklich, dass du selbst dafür verantwortlich bist, die Einwilligung der Nutzer auf deiner Website einzuholen. Du brauchst also weiterhin einen Banner, der sauber fragt, und der Consent Mode reicht dessen Antwort nur weiter.

Das „v2“ steht für die erweiterte Fassung, die Google für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) eingeführt hat. Google hat die Schnittstelle dafür um zwei Signale ergänzt: ad_user_data und ad_personalization. Dazu gleich mehr.

Keine Rechtsberatung

Ich erkläre hier, wie die Technik funktioniert und was Google und Microsoft verlangen. Ob dein Banner und deine Einstellungen rechtlich ausreichen, kann ich nicht verbindlich beurteilen. Das ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragst du deinen Datenschutzbeauftragten oder einen Anwalt.

Google macht die Einwilligungssignale für den EWR zur Bedingung. In der Google Ads-Hilfe steht sinngemäß: Wer die Tags für Analysen und personalisierte Anzeigen sowie die Remarketing-Funktionen weiter nutzen will, muss von Nutzern im EWR die Einwilligung einholen und die Einwilligungssignale an Google senden.

Google Ads-Hilfe zum Einwilligungsmodus im EWR mit rot markiertem Absatz zu Einwilligungssignalen
Google verlangt für Nutzer im EWR Einwilligung und Einwilligungssignale, sonst fallen Analysen, personalisierte Anzeigen und Remarketing weg.Screenshot: Google Ads-Hilfe

Was ohne passende Signale passiert, zeigt Google in der Übersicht zum Einwilligungsmodus sehr genau. Ist ad_personalization abgelehnt oder nicht gesetzt, werden für Remarketing in Google Ads keine Daten erhoben. Ist ad_user_data abgelehnt, ist unter anderem der Export von Conversion-Daten eingeschränkt, die über Klick-IDs zugeordnet werden. Laut Google betrifft das zum Beispiel die Gebotsoptimierung in Google Ads auf Grundlage von Google Analytics-Conversions.

Für dich heißt das ganz praktisch: Ohne Consent Mode wachsen deine Remarketing-Listen nicht weiter, und deine automatischen Gebote bekommen weniger Rückmeldung darüber, welche Klicks zu Anfragen geführt haben. Genau diese Rückmeldung brauchen Strategien wie „Conversions maximieren“, um sinnvoll zu bieten. Wie wichtig das ist, steht auch im Glossar-Eintrag zum Conversion-Tracking.

Tracking einfach ausTags komplett blockiert
  • Ablehnungen sind für Google unsichtbar
  • keine Schätzung der fehlenden Conversions
  • Gebote lernen nur mit den sichtbaren Daten
  • Remarketing-Listen ohne Signale im EWR
Mit Consent ModeEinwilligung wird weitergegeben
  • Zustimmung und Ablehnung werden sauber umgesetzt
  • Google kann fehlende Conversions modellieren
  • Gebote bekommen ein vollständigeres Bild
  • Remarketing mit Einwilligung bleibt möglich

Die vier Signale einfach erklärt

Im Consent Mode v2 gibt es vier Schalter, die jeweils auf „granted“ (erlaubt) oder „denied“ (abgelehnt) stehen. Die Beschreibungen stammen aus Googles Entwicklerdokumentation, die Übersetzung in Alltagssprache ist meine:

ad_storage

Darf die Website Werbe-Cookies speichern und lesen? Ohne dieses Signal kann Google einen Klick auf deine Anzeige nicht per Cookie mit einer späteren Anfrage verbinden.

analytics_storage

Darf Google Analytics Cookies setzen, etwa für die Besuchsdauer? Ohne dieses Signal sendet Analytics nur Pings ohne Cookies.

ad_user_data

Dürfen Nutzerdaten zu Werbezwecken an Google gehen? Neu in Version 2. Betrifft zum Beispiel erweiterte Conversions.

ad_personalization

Darf personalisierte Werbung gezeigt werden? Neu in Version 2. Ohne dieses Signal kein Remarketing für diesen Besucher.

Ein Detail, das oft übersehen wird: Laut Google müssen sowohl ad_user_data als auch ad_personalization erteilt sein, damit personalisierte Anzeigen auf den Werbeplattformen von Google aktiviert werden können. Ein Banner, der nur „Marketing-Cookies“ abfragt, aber nur ad_storage weitergibt, reicht dafür also nicht.

Tabelle in der Google Ads-Hilfe, rot markiert: Remarketing in Google Ads wird ohne Einwilligung nicht erhoben
Ist ad_personalization abgelehnt, erhebt Google keine Daten für Remarketing. Darunter der Hinweis, dass beide neuen Signale nötig sind.Screenshot: Google Ads-Hilfe

Einfach oder erweitert: der Unterschied

Google kennt zwei Arten, den Consent Mode einzurichten. Der Unterschied liegt darin, was passiert, bevor und nachdem jemand im Banner abgelehnt hat.

Einfacher Einwilligungsmodus: Die Google-Tags laden erst, wenn der Besucher im Banner eine Entscheidung trifft. Lehnt er ab, geht laut Google überhaupt nichts an Google, nicht einmal der Einwilligungsstatus. Die Conversion-Modellierung stützt sich dann laut Google auf ein allgemeines Modell.

Erweiterter Einwilligungsmodus: Die Tags laden sofort beim Seitenaufruf, stehen aber standardmäßig auf „abgelehnt“. Lehnt der Besucher ab, senden sie laut Google Pings ohne Cookies. Daraus kann Google ein Modell speziell für dein Konto bauen statt eines allgemeinen. Laut Google enthalten diese Pings bei Analytics nur Angaben wie User-Agent, Bildschirmauflösung und IP-Adresse, wobei die IP-Adresse laut Google nicht gespeichert wird.

Google Ads-Hilfe mit rot markierter Erklärung des einfachen Einwilligungsmodus
So beschreibt Google den einfachen Modus: Tags laden erst nach der Interaktion mit dem Banner. Darunter folgt der erweiterte Modus.Screenshot: Google Ads-Hilfe

Welche Variante passt, ist nicht nur eine technische Frage. Auch im erweiterten Modus fließen ohne Einwilligung Daten an Google, wenn auch ohne Cookies. Ob das für deine Website zulässig ist, solltest du mit deinem Datenschutzbeauftragten klären. Technisch nennt Google als Vorteil der erweiterten Variante die bessere Modellierung, und Microsoft empfiehlt sie ausdrücklich.

Modellierung: Schätzung statt Datenloch

Das ist der Teil, der den Consent Mode aus meiner Sicht wirklich wertvoll macht. Ohne Consent Mode ist eine Ablehnung im Banner für Google ein schwarzes Loch. Es weiß nicht, dass da jemand war, und kann nichts hochrechnen. Mit Consent Mode kann Google die Lücke schätzen. In der Google Ads-Hilfe heißt das Conversion-Modellierung. Vereinfacht läuft es so ab:

  1. 1

    Signale sammeln

    Google sieht, wie viele Besucher zustimmen und wie viele ablehnen.

  2. 2

    Verhalten vergleichen

    Aus den Besuchern mit Einwilligung lernt das Modell, welche Wege zu Conversions führen.

  3. 3

    Lücke schätzen

    Für Besucher ohne Einwilligung schätzt Google die wahrscheinlichen Conversions, ohne sie einzeln zu verfolgen.

  4. 4

    Im Konto anzeigen

    Geschätzte Conversions erscheinen laut Google in der Spalte „Conversions“ und in allen Berichten, die diese Daten nutzen.

Die ehrliche Einschränkung: Das klappt nicht für jedes Konto. Laut Google Ads-Hilfe muss der Einwilligungsmodus korrekt eingerichtet sein, und du brauchst in einem Zeitraum von 7 Tagen pro Tag, Land und Domaingruppierung mindestens 700 Anzeigenklicks. Erst dann beginnt das Training der Modelle.

Google Ads-Hilfe zur Modellierung, rot markiert die Voraussetzung von mindestens 700 Anzeigenklicks
Die Mindestmenge für die Conversion-Modellierung in Google Ads laut Google.Screenshot: Google Ads-Hilfe

Viele kleine Konten von Handwerkern oder Dienstleistern kommen auf diese Klickzahl nicht. Heißt das, der Consent Mode ist für sie nutzlos? Nein. Erstens bleiben ohne ihn im EWR Remarketing und Teile der Messung gesperrt, unabhängig von der Kontogröße. Zweitens ist er die Voraussetzung dafür, dass die Modellierung überhaupt greifen kann, sobald das Konto wächst. Ich würde ihn deshalb immer einrichten, aber bei kleinen Konten keine geschätzten Conversions erwarten.

In Google Analytics 4 gibt es ein ähnliches Verfahren, dort heißt es Verhaltensmodellierung. Auch hier nennt Google Mindestwerte: unter anderem an mindestens 7 Tagen jeweils mindestens 1.000 Ereignisse mit analytics_storage auf „denied“ und an mindestens 7 der letzten 28 Tage mindestens 1.000 tägliche Nutzer mit Einwilligung. Laut Google setzt die Verhaltensmodellierung außerdem die erweiterte Implementierung voraus.

Google Analytics-Hilfe zur Verhaltensmodellierung, rot markiert die Voraussetzung von 1.000 Ereignissen pro Tag
Auch Google Analytics 4 modelliert nur ab bestimmten Mindestwerten.Screenshot: Google Analytics-Hilfe

Wer neben Google auch bei Microsoft Advertising wirbt, also mit Anzeigen in der Suchmaschine Bing, braucht dort ebenfalls Einwilligungssignale. Das Tracking läuft bei Microsoft über den UET-Tag (Universal Event Tracking, Microsofts Gegenstück zum Google-Ads-Tag). Microsoft hat im März 2025 angekündigt, die Einwilligungssignale ab dem 5. Mai 2025 für Besucher aus dem EWR, dem Vereinigten Königreich und der Schweiz durchzusetzen.

Die Folgen stehen in Microsofts FAQ sehr deutlich: Wer UET nutzt, aber weder den Consent Mode noch das TCF (einen Branchenstandard für Einwilligungen) eingebunden hat, bei dem stoppt Microsoft das Tracking der UET-Conversions und das Befüllen der Remarketing-Listen.

Microsoft-Advertising-FAQ zur Einwilligung, rot markiert die Folgen eines fehlenden Consent Mode für UET
Ohne Consent Mode oder TCF stoppt Microsoft die UET-Conversions und das Befüllen der Remarketing-Listen.Screenshot: Microsoft Learn, FAQ zu UET und Einwilligung

Ein paar Unterschiede zu Google lohnen sich: Microsoft setzt laut eigener FAQ derzeit nur das Signal ad_storage durch, du kannst aber auch ad_user_data und ad_personalization mitsenden. Microsoft empfiehlt ebenfalls den erweiterten Modus. Und modellierte Conversions sind bei Microsoft laut FAQ geplant, aber noch nicht als fertige Funktion beschrieben. Ob sich Microsoft Ads für dich überhaupt lohnt, habe ich im Beitrag Microsoft Ads für kleine Unternehmen aufgeschrieben.

So mache ich es auf meiner eigenen Website

Auf janphilipps.de nutze ich Klaro, ein quelloffenes Werkzeug für Cookie-Banner, zusammen mit dem Google Tag Manager und dem Consent Mode v2. Der Ablauf ist bewusst schlicht: Beim Seitenaufruf stehen alle vier Signale auf „denied“. Erst wenn ein Besucher im Banner zustimmt, schickt Klaro die Aktualisierung auf „granted“ an Google, und die passenden Tags dürfen arbeiten.

Eine Erfahrung aus der Einrichtung möchte ich dir mitgeben, weil sie typisch ist: Die Reihenfolge entscheidet. Bei mir lief anfangs ein Tag, das auf ad_storage angewiesen war, trotz Zustimmung nicht, weil der Tag Manager geladen wurde, bevor die Zustimmung bei Google angekommen war. Seit die Einwilligung immer zuerst übermittelt wird und erst danach der Tag Manager startet, funktioniert es. Solche Fehler fallen nicht auf, solange niemand nachsieht.

Mein Tipp

Teste nach jeder Änderung am Banner beide Wege: einmal „Alle akzeptieren“ und einmal „Ablehnen“. Viele Einrichtungen funktionieren nur in eine Richtung.

Google beschreibt in der Entwicklerdokumentation, wie du den Consent Mode mit dem Tag Assistant prüfst, einem kostenlosen Prüfwerkzeug von Google. So gehe ich vor:

  1. 1

    Tag Assistant öffnen

    Deine Website-Adresse eingeben und die Seite im Prüfmodus laden.

  2. 2

    Standard prüfen

    Das früheste Consent-Ereignis anklicken. Dort sollten die vier Signale gesetzt sein, bevor ein Tag läuft, im Normalfall auf „denied“.

  3. 3

    Zustimmen und Update prüfen

    Im Banner zustimmen und das letzte Consent-Ereignis ansehen. Jetzt sollten die Signale auf „granted“ stehen.

  4. 4

    Ablehnen testen

    In einem neuen privaten Fenster ablehnen und prüfen, dass die Signale auf „denied“ bleiben.

Google-Entwicklerseite zur Fehlerbehebung beim Einwilligungsmodus mit dem Tag Assistant, Inhaltsverzeichnis mit typischen Fehlern
Googles Anleitung listet die typischen Fehler, etwa eine zu spät gesetzte Standardeinwilligung oder einen Status, der nicht aktualisiert wird.Screenshot: Google for Developers

Für Microsoft nennt die FAQ den UET Tag Helper, eine Browser-Erweiterung von Microsoft. Im Seitenaufruf-Ereignis zeigt der Parameter asc ein „G“ bei Zustimmung und ein „D“ bei Ablehnung.

Ist der Consent Mode v2 Pflicht?

Der Consent Mode ist eine Vorgabe der Werbeplattformen, kein eigenes Gesetz. Google verlangt aber für Nutzer im EWR Einwilligungssignale, wenn du Analysen, personalisierte Anzeigen und Remarketing weiter nutzen willst. Microsoft setzt die Signale seit dem 5. Mai 2025 durch. Wer Google Ads oder Microsoft Ads in Deutschland schaltet, kommt praktisch nicht daran vorbei.

Ersetzt der Consent Mode meinen Cookie-Banner?

Nein. Der Consent Mode gibt nur weiter, was im Banner entschieden wurde. Laut Google bist du selbst dafür verantwortlich, die Einwilligung einzuholen. Du brauchst also beides: einen Banner und den Consent Mode.

Was ist der Unterschied zwischen Version 1 und Version 2?

Google hat die Schnittstelle um zwei Signale ergänzt: ad_user_data für das Senden von Nutzerdaten zu Werbezwecken und ad_personalization für personalisierte Anzeigen. Die älteren Signale ad_storage und analytics_storage bleiben bestehen.

Sehe ich die geschätzten Conversions in Google Ads?

Ja, wenn dein Konto die Voraussetzungen erfüllt. Laut Google erscheinen sie in der Spalte „Conversions“ und in allen Berichten, die diese Daten verwenden. Erreicht dein Konto die Mindestmenge an Klicks nicht, siehst du nur die beobachteten Conversions.

Brauche ich für Microsoft Ads einen eigenen Consent Mode?

Ja, Microsoft hat einen eigenen UET Consent Mode, alternativ das TCF. Laut Microsoft soll man nie beides gleichzeitig nutzen. Für den Google Tag Manager gibt es laut Microsoft eine offizielle UET-Vorlage und eine eigene Anleitung.

Funktioniert der Consent Mode mit jedem Cookie-Banner?

Technisch braucht dein Banner eine Anbindung an den Consent Mode, die die Signale beim Laden und nach der Entscheidung setzt. Viele Banner-Anbieter haben das eingebaut, bei anderen muss man es selbst einrichten. Prüfe es nach der Einrichtung immer mit dem Tag Assistant.

Fazit

Der Consent Mode v2 klingt nach Technik für Spezialisten, löst aber ein ganz handfestes Problem. Er sorgt dafür, dass die Entscheidung deiner Besucher korrekt umgesetzt wird, und er hält dir in Google Ads die Tür für Remarketing und eine vollständigere Messung offen. Gegenüber einem Tracking, das du einfach ganz abschaltest, ist das aus meiner Sicht klar die bessere Lösung, weil Google die Lücke wenigstens schätzen kann, sobald dein Konto groß genug ist.

Wenn du unsicher bist, ob dein Consent Mode richtig läuft, oder deine Kampagnen plötzlich weniger Conversions zeigen, schaue ich mir das gern an. Mehr zu meiner Arbeit findest du auf der Seite Google Ads Freelancer.

Quellen

Jan Philipps

Über den Autor

Jan Philipps

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