Zusammenfassung lesen
Viele fragen mich, ob es sich lohnt, Links mit anderen Unternehmen zu tauschen. Die Frage kam zuletzt aus einem Coaching für Fotografen und Videografen: Sollten sich alle Teilnehmer gegenseitig verlinken? Kurz gesagt: Als Strategie lohnt sich das nicht. Google nennt in seinen Spamrichtlinien exzessiven Linktausch und Partnerseiten, die nur der gegenseitigen Verlinkung dienen, ausdrücklich als Linkspam. Gegenseitige Links an sich sind aber völlig normal. In einer Auswertung von Ahrefs, einem Anbieter von SEO-Tools, hatten 73,6 Prozent von rund 140.000 Websites mit Google-Besuchern mindestens einen. Die Studie hat allerdings einen Haken: Abgestrafte Websites waren gar nicht dabei. Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Entscheidend ist der Grund für den Link. John Mueller von Google hat gesagt, dass gegenseitige Links natürlich sein können, etwa wenn lokale Betriebe ihre Nachbarn verlinken. Wer das aber systematisch macht, für den hält Google das für eine schlechte Idee. Erkennt Google einen Tausch, zählen die Links meistens einfach nicht. Seit Dezember 2022 neutralisiert Google unnatürliche Links mit dem KI-System SpamBrain. Im schlimmsten Fall gibt es eine manuelle Maßnahme, dann verschwinden einzelne Seiten oder die ganze Website aus der Suche. Ein weiterer Punkt ist die Domain Authority. Das ist eine Kennzahl des Tool-Anbieters Moz. Google nutzt sie laut John Mueller überhaupt nicht. Steigt sie durch getauschte Links, heißt das noch lange nicht, dass dein Ranking steigt. Für Fotografen, Videografen und Hochzeitsplaner rate ich deshalb: Verlinke Partner, mit denen du wirklich arbeitest, am besten aus derselben Region und im passenden Zusammenhang. Etwa auf einer Empfehlungsseite mit ein paar Sätzen pro Partner oder in einer Hochzeitsreportage, die das Team nennt. Kein Ring aus dreißig Websites, keine Linkliste in der Fußzeile. Gibt es eine Gegenleistung, bekommt der Link den Zusatz sponsored oder nofollow. Bessere Wege zu guten Links sind das Google-Unternehmensprofil, gute Branchenverzeichnisse, die lokale Presse und Inhalte, die man gern verlinkt.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Linktausch?
- Was sagt Google zum Linktausch?
- Was passiert, wenn Google einen Linktausch erkennt?
- Was Studien zum Linktausch zeigen
- Domain Authority: Was die Zahl wirklich aussagt
- Wann Linktausch eher klappt und wann nicht
- Sollten sich Fotografen, Videografen und Hochzeitsplaner verlinken?
- Was gegenseitige Links bringen, wenn sie sauber gemacht sind
- Bessere Wege, Backlinks aufzubauen
- Häufige Fragen zum Linktausch
- Fazit
- Quellen
Neulich kam in einem Coaching-Programm für Fotografen und Videografen, in dem ich die Themen SEO und Google Ads betreue, eine gute Frage auf: Würde es nicht allen helfen, wenn sich die Teilnehmer gegenseitig auf ihren Websites verlinken? Mehr Backlinks, mehr Domain Authority, bessere Rankings. Die Idee klingt logisch, und sie ist fast so alt wie die Suchmaschinenoptimierung selbst.

In diesem Beitrag zeige ich dir, was Google zum Linktausch sagt, was Studien dazu herausgefunden haben und wo die Grenze zwischen einer ehrlichen Empfehlung und einem riskanten Tauschgeschäft verläuft. Am Ende weißt du, wie sich Fotografen, Videografen, Hochzeitsplaner und andere Dienstleister sauber verlinken.
Das Wichtigste in Kürze
- Google nennt „exzessiven Linktausch“ und Partnerseiten, die nur der gegenseitigen Verlinkung dienen, ausdrücklich als Linkspam.
- Gegenseitige Links an sich sind normal: In einer Ahrefs-Auswertung hatten 73,6 % von rund 140.000 Websites mit Google-Besuchern mindestens einen.
- Entscheidend ist der Grund für den Link: echte Empfehlung oder Absprache für bessere Rankings.
- Seit Dezember 2022 neutralisiert Google unnatürliche Links mit dem KI-System SpamBrain. Getauschte Links bringen dann schlicht nichts.
- Die Domain Authority ist eine Kennzahl des Tool-Anbieters Moz. Google nutzt sie laut John Mueller überhaupt nicht.
- Für Fotografen, Videografen und Hochzeitsplaner heißt das: Partner verlinken, mit denen du wirklich arbeitest, im passenden Zusammenhang. Kein Ringtausch aller mit allen.
Was ist Linktausch?
Beim Linktausch vereinbaren zwei oder mehr Website-Betreiber, sich gegenseitig zu verlinken. Ein Backlink ist dabei ein Link von einer fremden Website auf deine. Suchmaschinen werten solche Links seit jeher als eine Art Empfehlung: Wer oft von guten Seiten verlinkt wird, scheint etwas Nützliches zu bieten. Genau deshalb ist die Versuchung groß, Empfehlungen einfach zu tauschen.
In der Praxis begegnen mir drei Formen:
Direkter Tausch
Du verlinkst mich, ich verlinke dich. Fachleute sprechen von reziproken, also wechselseitigen Links (englisch: reciprocal links).
Dreieckstausch
A verlinkt B, B verlinkt C, C verlinkt A. Oder du bekommst den Gegenlink von einer zweiten Website. Der Tausch soll so weniger auffallen.
Partnerseite
Eine Seite „Partner“ oder „Freunde“ mit vielen Links, die oft nur im Gegenzug für einen Link zurück dort stehen.
Was sagt Google zum Linktausch?
Google ist hier eindeutig. In den Spamrichtlinien für die Google-Suche steht unter dem Punkt Linkspam wörtlich: „Exzessiver Linktausch („Verlink auf meine Website und ich verlinke auf deine“) oder Partnerseiten zum ausschließlichen Zweck der gegenseitigen Verlinkung“. Linkspam meint Links, die vor allem gesetzt werden, um das Ranking zu beeinflussen.

Wichtig sind zwei Wörter: exzessiv und ausschließlich. Google verbietet nicht, dass sich zwei Websites gegenseitig verlinken. Problematisch ist der Tausch als Methode, also Links, die nur wegen einer Absprache existieren.
So hat es auch John Mueller erklärt, der bei Google die Fragen von Website-Betreibern beantwortet. In einer Fragerunde Ende Januar 2022 sagte er sinngemäß: Gegenseitige Links können ganz natürlich sein, gerade bei lokalen Unternehmen, die auf ihre Nachbarn verlinken (laut Search Engine Journal). In einer anderen Runde 2021 wurde er deutlicher: Wer das systematisch macht, für den hält Google das für eine schlechte Idee. Und wenn solche Links den Großteil der Links einer Website ausmachen, kann eine manuelle Maßnahme folgen (ebenfalls laut Search Engine Journal).
Einfach erklärt
Eine manuelle Maßnahme ist eine Strafe, die ein Mitarbeiter von Google von Hand verhängt. Du siehst sie in der Google Search Console unter „Sicherheit und manuelle Maßnahmen“. Die Search Console ist das kostenlose Werkzeug, mit dem Google dir zeigt, wie es deine Website sieht.
Was passiert, wenn Google einen Linktausch erkennt?
Es gibt zwei mögliche Folgen. Die harmlosere ist nach allem, was Google beschreibt, die häufigere.
Folge 1: Die Links zählen einfach nicht
Mit dem Link-Spam-Update vom Dezember 2022 hat Google angekündigt, unnatürliche Links mit seinem KI-System SpamBrain zu neutralisieren. Das System erkennt laut Google nicht nur Spam, sondern auch Websites, die Links kaufen, und Websites, die dazu dienen, ausgehende Links weiterzugeben. Für dich heißt das: Die Zeit, die du in einen Tausch steckst, ist im ungünstigsten Fall einfach verschwendet.

Folge 2: eine manuelle Maßnahme
In der Hilfe der Search Console nennt Google bei der Maßnahme „Unnatürliche Links zu Ihrer Website“ ausdrücklich die Teilnahme an Linktauschprogrammen als Grund. Dazu gibt es die Maßnahme „Unnatürliche Links von Ihrer Website“. Wer tauscht, kann also auf beiden Seiten betroffen sein: als Empfänger und als Absender der Links. Die Folge beschreibt Google so: Die gesamte Website oder einzelne Seiten werden nicht mehr in den Suchergebnissen angezeigt.

Aus meiner Sicht ist eine manuelle Maßnahme wegen ein paar gegenseitiger Links zwischen Kollegen sehr unwahrscheinlich. Ein echtes Risiko entsteht, wenn sich eine Gruppe von zwanzig oder dreißig Websites nach Plan gegenseitig verlinkt. Das ist genau das systematische Vorgehen, vor dem John Mueller warnt.
Was Studien zum Linktausch zeigen
Die bekannteste Untersuchung stammt von Ahrefs, einem Anbieter von SEO-Tools. Tim Soulo hat dafür 140.592 Domains ausgewertet, die laut Schätzung von Ahrefs jeweils mehr als 10.000 Besuche im Monat über Google bekommen. Gezählt wurden nur normale Links, keine mit dem Zusatz nofollow. In einer zweiten Auswertung ging es um 112.440 Seiten aus den Top 10 von rund 10.000 Suchanfragen.
Zahlen gesehen bei Ahrefs, Tim Soulo, Stand 11. März 2020, eigene Darstellung. „Überschneidung“ heißt: Mindestens 15 % der Domains, auf die eine Website verlinkt, verlinken auch zurück.
Gegenseitige Links sind also völlig normal. Wer viel verlinkt und oft verlinkt wird, hat zwangsläufig Überschneidungen. Ahrefs weist aber selbst auf einen Haken hin: Untersucht wurden nur Websites, die noch Besucher von Google bekommen. Websites, die wegen Linktausch abgestraft wurden, fallen dadurch von vornherein heraus. Fachleute nennen das Überlebensverzerrung. Die Studie beweist also nicht, dass Linktausch sicher ist. Sie zeigt nur, dass ein gegenseitiger Link allein kein Warnsignal ist.
Wie wichtig sind Backlinks überhaupt noch?
Google schreibt in der Erklärung, wie die Suche Ergebnisse ordnet, dass geprüft wird, ob bekannte Websites auf die Inhalte verweisen. Das deute in der Regel darauf hin, dass die Informationen aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen. Links bleiben also ein Signal.

Gleichzeitig hat Gary Illyes von Google im April 2024 auf einer Konferenz in Bulgarien gesagt, Google brauche nur sehr wenige Links, um Seiten zu ranken (laut Search Engine Journal). Eine Auswertung von Backlinko mit 11,8 Millionen Suchergebnissen kam dagegen zu dem Ergebnis, dass die Seite auf Platz 1 im Schnitt 3,8-mal so viele Backlinks hat wie die Seiten auf Platz 2 bis 10. Das ist ein Zusammenhang, kein Beweis für Ursache und Wirkung.
Für mich passt beides zusammen: Viele Links von irgendwoher bringen wenig. Wenige Links von bekannten, passenden Websites können viel bringen. Und genau die bekommst du durch einen Tausch in einer gemischten Gruppe eher nicht.
Domain Authority: Was die Zahl wirklich aussagt
In der Frage aus dem Coaching ging es auch um die Domain Authority, kurz DA. Das ist eine Kennzahl von Moz, einem amerikanischen Anbieter von SEO-Tools. Sie schätzt auf einer Skala von 1 bis 100, wie gut eine Website im Vergleich zu anderen ranken könnte, vor allem anhand ihrer Links. Ähnliche Werte haben andere Tools, etwa das Domain Rating bei Ahrefs oder den Authority Score bei Semrush.
Wichtig: Google nutzt diese Zahl nicht. Moz schreibt selbst, die DA sei kein direkter Rankingfaktor, sondern ein Vergleichswert. John Mueller hat mehrfach gesagt, dass Google sie nicht verwendet, 2022 etwa sinngemäß: Für die Google-Suche brauchst du keine DA, Google nutzt sie überhaupt nicht (Übersicht der Aussagen bei Search Engine Journal).
Genau hier entsteht beim Linktausch viel Enttäuschung: Das Tool zählt jeden neuen Link und zeigt eine steigende DA. Ob Google denselben Link mitzählt, steht auf einem anderen Blatt.
Achtung bei DA-Versprechen
Angebote, die gegen Geld eine höhere Domain Authority versprechen, arbeiten aus meiner Erfahrung meist mit gekauften oder getauschten Links. Gekaufte Links ohne Kennzeichnung stehen in Googles Spamrichtlinien ausdrücklich auf der Liste für Linkspam.
Wann Linktausch eher klappt und wann nicht
Die wichtigste Prüffrage ergibt sich direkt aus Muellers Aussage: Gäbe es den Link auch ohne die Absprache? Wenn ja, ist er in Ordnung. Wenn er nur wegen des Gegenlinks existiert, ist er ein Tauschgeschäft.
Gegenseitige Links: meine Einordnung
Meine Einschätzung auf Grundlage der Google-Spamrichtlinien und der Aussagen von John Mueller, keine Garantie.
| Situation | Einschätzung | Warum |
|---|---|---|
| Fotograf empfiehlt die Hochzeitsplanerin, mit der er regelmäßig arbeitet | In Ordnung | Echte Zusammenarbeit, hilft Brautpaaren bei der Suche |
| Hochzeitsreportage nennt und verlinkt Location, Floristin und DJ | In Ordnung | Der Link gehört zum Inhalt und hilft dem Leser |
| Zwei Betriebe aus demselben Ort verlinken sich als Nachbarn | In Ordnung | Genau das Beispiel, das John Mueller als natürlich nennt |
| Gruppe von 30 Fotografen aus ganz Deutschland verlinkt sich gegenseitig | Riskant | Kein Nutzen für Kunden, klares Muster, systematisch |
| Linkliste „Partner“ in der Fußzeile jeder Seite | Riskant | Google nennt Links in Fußzeilen vieler Websites als Linkspam |
| Dreieckstausch über eine Zweitwebsite | Riskant | Dient nur dazu, den Tausch zu verstecken |
| Link gegen Geld oder Ware ohne Kennzeichnung | Verstoß | Google nennt gekaufte Links ausdrücklich als Linkspam |

Ein Partnerlink ist aus meiner Sicht unbedenklich, wenn er diese Merkmale erfüllt:
- Echte Beziehung: Ihr arbeitet zusammen oder du kennst die Arbeit gut genug, um sie zu empfehlen.
- Passender Zusammenhang: Das Angebot ergänzt deins, thematisch oder in derselben Region.
- Im Inhalt: Der Link steht in einem Text, einer Reportage oder einer Empfehlung, nicht in einer nackten Liste.
- Wenige: eine Handvoll guter Partner, nicht alle Mitglieder einer Gruppe.
- Natürlicher Linktext: der Name des Partners statt „Hochzeitsfotograf Köln günstig“.
- Keine Bedingung: Du verlinkst, weil du empfiehlst, nicht weil du einen Link zurück verlangst.
Sollten sich Fotografen, Videografen und Hochzeitsplaner verlinken?
Jetzt zur Frage aus dem Coaching. Meine Antwort: Ja, aber nicht alle mit allen.
Eine Gruppe aus einem Coaching-Programm ist bunt gemischt: Fotografen aus Hamburg, Videografen aus München, Hochzeitsplanerinnen aus Köln. Würde jeder jeden verlinken, entstünde genau das Muster, vor dem Google warnt: viele Websites, die sich nach Absprache gegenseitig verlinken, ohne dass ein Kunde etwas davon hat. Wer in Hamburg einen Hochzeitsfotografen sucht, braucht keine Empfehlung für eine Planerin in München.
Anders sieht es aus, wenn Teilnehmer aus derselben Region wirklich zusammenarbeiten. Ein Hochzeitsfotograf, der regelmäßig mit einer Videografin und einer Hochzeitsplanerin aus seiner Stadt arbeitet, darf diese guten Gewissens empfehlen. Für Brautpaare ist so eine Empfehlung echter Mehrwert. So würde ich es aufziehen:
- 1
Echte Partner auswählen
Nur Kollegen, mit denen du gearbeitet hast oder die du ehrlich empfehlen würdest. Am besten aus deiner Region oder mit Angeboten, die deins ergänzen.
- 2
Empfehlungsseite mit Inhalt
Statt einer Linkliste eine Seite „Dienstleister, die ich empfehle“ mit zwei, drei Sätzen pro Partner: was sie machen und warum du sie empfiehlst.
- 3
Links in echten Inhalten
Bei Hochzeitsreportagen oder Projekten das Team nennen: Location, Planerin, Videograf. Der Link gehört dann zum Inhalt.
- 4
Keine Gegenleistung verlangen
Verlinke, weil es für deine Besucher passt. Ob der andere zurückverlinkt, ist seine Entscheidung.
- 5
Absprachen kennzeichnen
Gibt es doch eine Gegenleistung, etwa eine bezahlte Kooperation, bekommt der Link den Zusatz sponsored oder nofollow. Besucher kommen trotzdem darüber.
Den Zusatz sponsored oder nofollow setzt dein Webdesigner oder du selbst im Website-Baukasten. Google beschreibt in der eigenen Dokumentation, dass sponsored für Werbung und bezahlte Platzierungen gedacht ist. nofollow nimmst du für alle anderen Links, die nicht als Empfehlung zählen sollen.

Ich halte es auf meiner eigenen Website genauso. Im Beitrag über Bilder und Videos für die Website verlinke ich Foto- und Videografen, mit denen ich tatsächlich zusammenarbeite und die ich weiterempfehle, wenn Kunden Bilder oder Videos für ihre Website brauchen. Das ist eine Empfehlung, kein Tausch. Mehr zur Suchmaschinenoptimierung speziell für diese Branche findest du auf meiner Seite SEO für Fotografen.
Was gegenseitige Links bringen, wenn sie sauber gemacht sind
Kunden über Empfehlungen
Wer über einen Partner kommt, bringt schon Vertrauen mit. Ein Link, auf den Menschen klicken, ist aus meiner Sicht mehr wert als jeder Ranking-Effekt.
Lokale Verbindungen
Links zwischen Betrieben aus derselben Region sind laut John Mueller etwas ganz Natürliches. Sie zeigen, wo und mit wem du arbeitest.
Schneller gefunden
Google entdeckt neue Seiten unter anderem über Links. Ein Link von einer bekannten Partnerseite kann helfen, dass deine Seite gefunden wird.
Erwähnungen für die KI-Suche
ChatGPT und der Google KI-Modus stützen sich auf Inhalte im Netz. Wer auf mehreren passenden Seiten genannt wird, hat aus meiner Sicht bessere Chancen, dort aufzutauchen.
Wie du in KI-Antworten sichtbar wirst, habe ich in einem eigenen Beitrag beschrieben: In der KI-Suche sichtbar werden.
Bessere Wege, Backlinks aufzubauen
Linktausch ist selten der beste Hebel. Diese Wege bringen aus meiner Sicht mehr, und sie sind sauber:
- Google-Unternehmensprofil und gute Branchenverzeichnisse: mit überall gleichem Namen, gleicher Adresse und Telefonnummer. Mehr dazu auf meiner Seite zu Local SEO.
- Lokale Presse und Vereine: ein Bericht über ein besonderes Projekt oder ein Sponsoring. Gesponserte Links gehören mit sponsored gekennzeichnet.
- Partner, die ohnehin über dich sprechen: Locations, die ihre Dienstleister vorstellen, oder Firmenkunden mit einer Referenzseite.
- Inhalte, die man gern verlinkt: eine ehrliche Preisübersicht, eine Checkliste für Brautpaare oder ein Ratgeber zu Locations in deiner Region.
- Gastbeiträge nur mit echtem Inhalt: Google nennt Gastbeiträge mit optimierten Linktexten, die auf anderen Websites verbreitet werden, ausdrücklich als Linkspam.
Welche Links deine Website schon hat, zeigt dir die Search Console im Bericht „Links“. Dort siehst du unter anderem, welche Websites am häufigsten auf dich verlinken. Ob ein Link als nofollow markiert ist, zeigt der Bericht laut Google allerdings nicht.

Wenn du Hilfe beim Auswerten oder beim sauberen Aufbau brauchst, unterstütze ich dich gern als SEO-Freelancer.
Häufige Fragen zum Linktausch
Ist Linktausch verboten?
Nicht jeder gegenseitige Link. Google stuft exzessiven Linktausch und Partnerseiten, die nur dem Verlinken dienen, als Linkspam ein. Einzelne gegenseitige Links zwischen Partnern, die wirklich zusammenarbeiten, sind laut John Mueller oft ganz natürlich.
Kann ich für Linktausch abgestraft werden?
Ja. Google nennt die Teilnahme an Linktauschprogrammen als Grund für eine manuelle Maßnahme. Häufiger ist aber, dass Google die getauschten Links einfach nicht mitzählt. Ob gegen deine Website eine Maßnahme läuft, siehst du in der Search Console.
Bringt ein Dreieckstausch mehr als ein direkter Tausch?
Aus meiner Sicht nicht. Er soll den Tausch nur verstecken. Googles Richtlinie zielt auf den Zweck der Links, nicht auf ihre Form. Und SpamBrain erkennt laut Google auch Websites, die vor allem dazu dienen, Links weiterzugeben.
Muss ich Partnerlinks auf nofollow setzen?
Bei echten Empfehlungen nicht. Gibt es eine Gegenleistung, etwa Geld, Ware oder eine feste Absprache zum Gegenlink, würde ich sponsored oder nofollow setzen. Die Besucher kommen trotzdem über den Link zu dir.
Was ist eine gute Domain Authority?
Die Zahl ist nur im Vergleich sinnvoll, etwa mit deinen direkten Mitbewerbern in deiner Stadt. Google nutzt sie nicht. Wichtiger als eine hohe DA ist, ob die Websites, die dich verlinken, zu dir passen und echte Besucher haben.
Wie viele Backlinks braucht meine Website?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Für einen lokalen Dienstleister reichen oft wenige gute Links, etwa aus guten Branchenverzeichnissen, der lokalen Presse und von echten Partnern. In Städten mit starker Konkurrenz braucht es mehr. Ich würde mir ansehen, welche Websites für deine wichtigsten Suchbegriffe vorne stehen und woher deren Links kommen.
Fazit
Linktausch als Strategie lohnt sich nicht. Google stuft ihn als Linkspam ein, neutralisiert solche Links seit 2022 mit SpamBrain und kann im schlimmsten Fall eine manuelle Maßnahme verhängen. Gegenseitige Links zwischen echten Partnern sind dagegen völlig normal und für Kunden wertvoll.
Für die Gruppe aus dem Coaching heißt das: Verlinke dort, wo du wirklich mit anderen zusammenarbeitest, mit Text und Zusammenhang. Ein Ring aus dreißig Websites bringt dagegen bestenfalls nichts. Wenn du wissen willst, welche Links deiner Website wirklich helfen, schau dir meine SEO-Betreuung an oder schreib mir.
Quellen
- Google Search Central: Spamrichtlinien für die Google-Websuche, Abschnitt Linkspam (zuletzt aktualisiert 02.09.2026)
- Google Search Central Blog: Link-Spam-Update vom Dezember 2022 (14.12.2022)
- Search Console-Hilfe: Bericht „Manuelle Maßnahmen“
- Search Console-Hilfe: Bericht „Links“
- Google Search Central: Ausgehende Links für Google eingrenzen
- Google: So funktioniert die Google Suche, Ranking der Ergebnisse
- Ahrefs, Tim Soulo: Reciprocal Links: Will They Hurt Your SEO? (11.03.2020)
- Search Engine Journal: Google Affirms Reciprocal Linking Is Natural In Many Cases (31.01.2022)
- Search Engine Journal: John Mueller zu systematischem Linktausch (12.07.2021)
- Search Engine Journal: Google Confirms Links Are Not That Important (22.04.2024)
- Search Engine Journal: Domain Authority: Is It A Google Ranking Factor? (10.01.2023)
- Moz: Domain Authority, what it is and how it is calculated (18.03.2025)
- Backlinko, Brian Dean: We Analyzed 11.8 Million Google Search Results (aktualisiert 14.04.2025)