Zusammenfassung lesen
In dem Blogbeitrag erfährst du, welches Content-Management-System zu deiner Website passt, was die Systeme in Deutschland kosten und worauf du für die Sichtbarkeit bei Google achten solltest.
Laut dem Statistikdienst W3Techs läuft WordPress auf rund 40 Prozent aller Websites. Dahinter folgen Shopify, Wix und Squarespace. Verbreitung allein ist aber kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob du Seitentitel, Beschreibungen und Weiterleitungen selbst festlegen kannst und wer sich in zwei Jahren um die Website kümmert.
Meine Einordnung aus der Praxis: Für Dienstleister und alle, die bloggen wollen, ist WordPress aus meiner Sicht die beste Wahl. Webflow und Framer passen, wenn die Website gestalterisch besonders anspruchsvoll sein soll. Wix und Jimdo sind ein einfacher Einstieg für Anfänger, Onepage.io setze ich gern für Landingpages ein. TYPO3 spielt seine Stärken bei großen Organisationen mit vielen Redakteuren aus. Für Onlineshops ist Shopify meine klare Nummer 1: anfängerfreundlich, einfach zu bedienen und mit sehr guten Anbindungen.
Zu jedem System findest du die aktuellen Preise von den Preisseiten der Anbieter, geprüft am 8. Oktober 2026, dazu eine große Tabelle mit allen Systemen, ihren Stärken und Grenzen. Wichtig dabei: Der Monatspreis ist nur ein Teil der Rechnung. Domain, Hosting, Erweiterungen, Pflege und bei Shops die Zahlungsgebühren kommen hinzu.
Außerdem schaue ich auf neue Werkzeuge wie Claude Design oder Lovable, mit denen sich Entwürfe per KI erstellen lassen. Für schnelle Ideen ist das spannend, ein pflegbares System ersetzt es aber in den meisten Fällen nicht.
Für Deutschland gelten zusätzliche Punkte, etwa Datenschutz, ein sauber eingebundener Cookie-Banner und Rechtstexte. Und wenn du das System wechseln willst, zeige ich dir in fünf Schritten, wie du umziehst, ohne Besucher zu verlieren. Der wichtigste davon: Jede alte Adresse braucht eine dauerhafte Weiterleitung.
Mein Tipp zum Schluss: Entscheide nicht nach dem Design einer Vorlage, sondern danach, was deine Website in zwei Jahren können muss.
Inhaltsverzeichnis
- Welches System ist das beste wofür?
- Welche Systeme verbreitet sind
- Worauf es bei der Wahl ankommt
- WordPress: die beste Wahl für Dienstleister und Blogs
- Webflow: wenn es gestalterisch richtig schön werden soll
- Framer: Design-Baukasten mit KI-Unterstützung
- Onepage.io: schnelle Landingpages
- Wix: der einfache Einstieg für Anfänger
- Squarespace und Jimdo
- TYPO3: für große Organisationen
- Onlineshop: Shopify ist meine Nummer 1
- Websites mit KI bauen: Claude Design, Lovable und Co.
- Kosten und Einsatz im Überblick
- Was in Deutschland besonders zählt
- Systemwechsel: umziehen, ohne Besucher zu verlieren
- Meine Empfehlung
- Häufige Fragen zum CMS-Vergleich
- Fazit
- Quellen
Welches Content-Management-System, kurz CMS, ist das richtige für deine Website? Die Frage höre ich fast in jedem Erstgespräch, und eine Antwort für alle gibt es nicht. Ich baue Websites mit WordPress, Webflow und Onepage.io und betreue Kunden, die mit ganz anderen Systemen arbeiten. In diesem Vergleich zeige ich dir, welches System sich wofür am besten eignet, was die Systeme in Deutschland kosten, worauf es für die Sichtbarkeit bei Google ankommt und wo du dir direkt ein Konto anlegen kannst.

Das Wichtigste in Kürze
- WordPress läuft laut W3Techs auf 40,1 % aller Websites, unter den Systemen mit erkennbarem CMS sind das 58,6 % (Stand 8. Oktober 2026).
- Für Dienstleister und alle, die bloggen wollen, ist aus meiner Sicht WordPress die beste Wahl.
- Webflow passt, wenn die Website gestalterisch besonders anspruchsvoll sein soll, Wix ist ein einfacher Einstieg für Anfänger.
- Für Onlineshops ist Shopify meine klare Nummer 1: anfängerfreundlich, einfach zu bedienen und mit sehr guten Anbindungen.
- Alle Preise in diesem Beitrag stammen von den Preisseiten der Anbieter, geprüft am 8. Oktober 2026.
Welches System ist das beste wofür?
Die Übersicht vorweg, darunter erkläre ich jedes System mit Preisen.
Alle Systeme im Vergleich
Meine Einordnung aus der Praxis und nach Angaben der Anbieter, Stand Oktober 2026. Grenzen heißt nicht schlecht, sondern: Hier passt ein anderes System oft besser.
| System | Passt für | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Dienstleister, Blogs, Standortseiten | Sehr flexibel, riesige Auswahl an Erweiterungen, volle Kontrolle für Google, ideal für Blogs | Braucht regelmäßige Updates und Pflege, zu viele Erweiterungen bremsen | |
| Gestalterisch anspruchsvolle Auftritte | Freie Gestaltung ohne Vorlagen-Zwang, sauberer Code, Hosting inklusive | Einarbeitung nötig, stärkere Bindung an den Anbieter, Preise in US-Dollar | |
| Portfolios, Start-ups, Produktseiten | Moderne Gestaltung, Animationen und KI-Hilfe eingebaut | Weiterleitungen laut Preisseite erst im Paket Pro, für große Websites weniger gedacht | |
| Landingpages und Kampagnen | Sehr schnell für Landingpages und einseitige Auftritte | Für große Websites mit vielen Unterseiten weniger gedacht | |
| Anfänger, die selbst starten wollen | Einfacher Einstieg, viele Vorlagen, Hosting inklusive | Bei sehr großen Websites weniger Spielraum, Umzug aufwendiger | |
| Fotografen, Kreative, Portfolios | Hochwertige Vorlagen, gut für Portfolios | Weniger Erweiterungen als offene Systeme | |
| Kleine Betriebe mit wenigen Seiten | Einfach, deutschsprachig, kostenloser Einstieg | Eher für kleine Websites mit wenigen Seiten | |
| Große Organisationen mit Redaktion | Viele Redakteure, Rechte und Sprachen, in Deutschland bei Organisationen verbreitet | Aufwendig in Einrichtung und Pflege, meist nur mit Agentur | |
| Onlineshops, meine Nummer 1 | Sehr anfängerfreundlich, einfach zu bedienen, Hosting, Kasse und Zahlungen aus einer Hand, sehr gute Anbindungen | Laufende Kosten für Apps, stärkere Bindung an den Anbieter | |
| Shop in einer bestehenden WordPress-Website | Software kostenlos, läuft direkt in WordPress | Mehr Einrichtung und Pflege, für Einsteiger weniger komfortabel als Shopify |
Welche Systeme verbreitet sind
Einen guten Überblick gibt W3Techs, ein Dienst, der die Technik von Websites weltweit auswertet. Laut W3Techs nutzen 40,1 % aller Websites WordPress. Unter den Websites mit erkennbarem CMS sind das 58,6 %. Dahinter folgen Shopify, Wix und Squarespace. Webflow liegt bei 0,8 %, TYPO3 bei 0,4 % aller Websites. Bei den Onlineshops ist WooCommerce laut W3Techs mit 47,6 % das meistgenutzte Shop-System.

Verbreitung ist kein Qualitätsmerkmal an sich. Sie hat aber praktische Folgen: Für ein verbreitetes System findest du leichter Dienstleister, Erweiterungen und Antworten auf Fragen. In Deutschland kommt hinzu, dass TYPO3 bei Hochschulen, Verwaltungen und größeren Unternehmen eine größere Rolle spielt als im weltweiten Durchschnitt, und mit Jimdo und Shopware gibt es zwei Anbieter aus Deutschland.
Worauf es bei der Wahl ankommt
Bevor du dich für ein System entscheidest, lohnt der Blick auf sechs Fragen. Sie entscheiden später darüber, wie gut deine Website bei Google gefunden wird und wie viel Arbeit sie dir macht.
Sechs Fragen vor der Entscheidung
Steuerung für Google
Kannst du Seitentitel, Beschreibungen, Adressen und Weiterleitungen selbst festlegen?
Ladezeit
Wie schnell sind die Seiten, auch auf dem Handy, ohne dass du viel nachbessern musst?
Pflege
Wer kümmert sich um Updates, Sicherheit und Sicherungen?
Flexibilität
Lässt sich die Website mit dem Unternehmen erweitern, zum Beispiel um Standortseiten oder einen Blog?
Abhängigkeit
Kannst du später umziehen, ohne alles neu zu bauen?
Kosten
Was kostet das System im Jahr, mit Hosting, Erweiterungen und Betreuung?
WordPress: die beste Wahl für Dienstleister und Blogs
WordPress ist eine offene Software, die jeder kostenlos nutzen und anpassen darf. Du brauchst eigenes Hosting, also einen Server, auf dem die Website läuft. Über Erweiterungen, sogenannte Plugins, lässt sich fast alles ergänzen, von SEO-Einstellungen über Formulare und Terminbuchung bis zum Shop mit WooCommerce.

Meine Erfahrung: Für Dienstleister ist WordPress aus meiner Sicht die beste Wahl. Leistungsseiten, Standortseiten für verschiedene Städte, Referenzen und ein Blog lassen sich in einem System sauber aufbauen und miteinander verknüpfen. Kunden können Texte und Bilder selbst pflegen, und ich kann Seitentitel, Beschreibungen, Adressen und strukturierte Daten genau so einstellen, wie es für Google sinnvoll ist. Wer regelmäßig bloggen möchte, ist mit WordPress ohnehin am besten aufgestellt, denn dafür wurde es ursprünglich gebaut.
Die Kehrseite ist die Pflege. WordPress und seine Plugins brauchen regelmäßige Updates, und zu viele Erweiterungen bremsen die Seite. Wer das nicht selbst machen will, sollte eine Betreuung einplanen.
Webflow: wenn es gestalterisch richtig schön werden soll
Webflow ist ein Baukasten für Designer. Du gestaltest die Seite visuell, Webflow erzeugt daraus sauberen Code und kümmert sich um das Hosting. Inhalte wie Blogbeiträge oder Referenzen legst du in Sammlungen an. Weiterleitungen lassen sich laut der Webflow-Hilfe direkt in den Einstellungen pflegen. Die Preise gibt Webflow in US-Dollar an: Starter ist kostenlos, Basic kostet 15 $ und Premium mit CMS 25 $ pro Monat bei jährlicher Zahlung.
Meine Erfahrung: Ich nutze Webflow, wenn die Gestaltung im Vordergrund steht, etwa bei Marken, Kreativen oder Unternehmen, die mit ihrem Auftritt auffallen wollen. Animationen und ungewöhnliche Layouts sind hier deutlich leichter umzusetzen als mit einer Vorlage. Updates und Server sind kein Thema, weil Webflow das übernimmt. Dafür bist du stärker an den Anbieter gebunden.
Framer: Design-Baukasten mit KI-Unterstützung
Framer kommt aus der Welt der Designer und wird oft in einem Atemzug mit Webflow genannt. Du gestaltest frei auf einer Arbeitsfläche, Animationen gehören fest dazu, und eine eingebaute KI hilft beim Entwurf von Seiten und Texten. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt Framer.

Laut Preisseite gibt es einen kostenlosen Einstieg mit Framer-Adresse. Basic kostet 10 € und Pro 30 € pro Monat bei jährlicher Zahlung. Wichtig für die Sichtbarkeit: Weiterleitungen führt Framer auf der Preisseite erst im Paket Pro auf. Wer eine bestehende Website umzieht, sollte das bei der Paketwahl einplanen.
Meine Einschätzung: Framer ist stark für Portfolios, Start-ups und Produktseiten, die modern wirken sollen. Für eine Dienstleister-Website mit vielen Leistungs- und Standortseiten fühle ich mich mit WordPress freier, weil sich dort jede Seite bis ins Detail für Google steuern lässt.
Onepage.io: schnelle Landingpages
Onepage.io ist ein Baukasten für schnelle, schlanke Websites. Es gibt einen kostenlosen Einstieg, das Paket Essential kostet laut Preisseite 19,90 € pro Monat bei monatlicher Zahlung, bei jährlicher Zahlung 17 % weniger. Ich setze Onepage.io vor allem für Landingpages und einseitige Auftritte ein, etwa für eine Google-Ads-Kampagne oder ein einzelnes Angebot. Für eine Kampagne zählt oft, dass die Seite in kurzer Zeit online ist und genau eine Aufgabe erfüllt.

Wix: der einfache Einstieg für Anfänger
Wix ist einer der bekanntesten Baukästen. Du wählst eine Vorlage, ziehst Elemente per Maus an die richtige Stelle und bist ohne technische Vorkenntnisse online. Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt Wix. Laut Wix-Blog beginnen die Premiumpakete bei 16,66 € pro Monat (Stand Januar 2026).
Auch für die Sichtbarkeit bietet Wix inzwischen viel. Wix legt laut eigener Hilfe zum Beispiel automatisch eine dauerhafte Weiterleitung an, wenn du die Adresse einer Seite änderst. Bei Blogbeiträgen musst du das laut Wix selbst im Weiterleitungs-Manager erledigen.

Meine Einschätzung: Für Anfänger, die ihre erste Website selbst bauen wollen, ist Wix ein guter Start. Wird die Website größer, etwa mit vielen Standortseiten, prüfe vorher, ob sich alles so steuern lässt, wie du es brauchst.
Squarespace und Jimdo
Squarespace ist bekannt für hochwertige Vorlagen und eignet sich gut für Portfolios, Fotografen und kleinere Unternehmensseiten. Das Paket Basic kostet laut Preisseite 12 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, zuzüglich Mehrwertsteuer.
Jimdo ist ein Baukasten mit deutschsprachiger Oberfläche und kostenlosem Einstieg. Laut Preisseite kosten die Pakete Start 12 €, Grow 20 € und Unlimited 50 € pro Monat, dazu gibt es ein Paket mit Unterstützung bei Rechtstexten. Für kleine Betriebe mit wenigen Seiten ist das ein unkomplizierter Weg.

TYPO3: für große Organisationen
TYPO3 ist ein offenes System, das in Deutschland vor allem bei größeren Unternehmen, Hochschulen und Verwaltungen verbreitet ist. Es ist auf viele Redakteure, mehrere Sprachen und genaue Rechtevergaben ausgelegt. Die Software ist kostenlos, für Einrichtung und Pflege brauchst du in der Regel eine Agentur oder eine eigene IT. Für kleine Betriebe ist das meist mehr System, als sie brauchen.
Onlineshop: Shopify ist meine Nummer 1
Für einen Onlineshop gelten eigene Kriterien: Produktdaten, Zahlungsarten, Versand und Schnittstellen. Hier ist meine Empfehlung klar: Shopify.
Shopify ist ein Baukasten speziell für Shops. Hosting, Kasse und Zahlungen kommen aus einer Hand. Laut Preisseite kostet Basic 27 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, dazu kommen Zahlungsgebühren ab 2,1 % plus 0,30 € je Onlinezahlung. Das ist ein schneller und verlässlicher Start, vor allem wenn der Shop im Mittelpunkt steht. Aus meiner Erfahrung ist Shopify sehr anfängerfreundlich und einfach zu bedienen, und die Anbindungen an Zahlungsanbieter, Versand und Marktplätze funktionieren sehr gut.

WooCommerce ist eine kostenlose Erweiterung für WordPress und laut W3Techs das meistgenutzte Shop-System. Im direkten Vergleich setze ich trotzdem auf Shopify: WooCommerce braucht mehr Einrichtung und Pflege, ist für Einsteiger weniger komfortabel, und viele Zusatzfunktionen kosten extra.
Einen ausführlichen Vergleich mit Shopware, Wix und Jimdo, geprüften Preisen und Tipps für Google findest du in meinem Shop-System-Vergleich.
Websites mit KI bauen: Claude Design, Lovable und Co.
Neu ist, dass sich Entwürfe für Websites inzwischen mit KI erstellen lassen. Ein Beispiel ist Claude Design von Anthropic, das am 17. April 2026 als Vorschau gestartet ist. Laut Anthropic entstehen damit unter anderem Prototypen, Wireframes und Landingpages, die sich als HTML-Datei oder PDF exportieren lassen. Nutzen können es Abonnenten der kostenpflichtigen Claude-Tarife.
Meine Einschätzung: Für schnelle Entwürfe und erste Ideen ist das spannend. Ein CMS ersetzt es nicht, denn Inhalte pflegen, Seiten erweitern und für Google sauber steuern musst du weiterhin in einem System wie WordPress oder Webflow. Kleinere Websites, deren Inhalte sich selten ändern, lassen sich mit KI-Hilfe aber durchaus ohne klassisches CMS umsetzen. Für eine Videoproduktion habe ich das bereits gemacht.

Daneben gibt es Werkzeuge, die aus einer Beschreibung gleich eine lauffähige Website oder App bauen, zum Beispiel Lovable. Auch Framer und Wix bieten inzwischen KI-Assistenten an, die erste Seiten vorschlagen. Das spart am Anfang viel Zeit.
Bevor du so eine Seite für dein Unternehmen nutzt, kläre drei Dinge: Wer pflegt die Inhalte später, wo liegen die Daten, und kannst du Seitentitel, Beschreibungen und Weiterleitungen sauber festlegen? In meinen Projekten nutze ich KI gern für Entwürfe und Ideen, die fertige Website baue ich dann in einem System, das sich langfristig pflegen lässt.
Kosten und Einsatz im Überblick
Hier alle Systeme nebeneinander, mit den Preisen von den Seiten der Anbieter. Die Angaben habe ich am 8. Oktober 2026 geprüft. Preise ändern sich, prüfe sie deshalb vor dem Abschluss noch einmal selbst.
Kosten und Einsatz im Überblick
Preise laut den Preisseiten der Anbieter, geprüft am 8. Oktober 2026. Preise können sich jederzeit ändern.
| System | Art | Kosten | Hosting und Pflege | Passt für |
|---|---|---|---|---|
| Offenes System | Software kostenlos, dazu Hosting und je nach Bedarf Premium-Erweiterungen | Eigenes Hosting, Updates selbst oder mit Betreuung | Unternehmensseiten mit Blog, Standortseiten oder Shop | |
| Baukasten für Designer | Starter kostenlos, Basic 15 $ pro Monat, Premium mit CMS 25 $ pro Monat (jährliche Zahlung) | Hosting und Updates durch Webflow | Gestaltungsstarke Auftritte | |
| Baukasten für Designer | Free 0 €, Basic 10 €, Pro 30 € pro Monat (jährliche Zahlung) | Hosting und Updates durch Framer | Portfolios, Start-ups, Produktseiten | |
| Baukasten | Free 0 €, Essential 19,90 € pro Monat bei monatlicher Zahlung, jährlich 17 % günstiger | Hosting durch Onepage | Landingpages und einseitige Auftritte | |
| Baukasten | Ab 16,66 € pro Monat (Light, laut Wix-Blog, Stand Januar 2026) | Hosting und Updates durch Wix | Kleinere Websites, schneller Start | |
| Baukasten | Basic 12 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, 17 € bei monatlicher (zzgl. MwSt.) | Hosting und Updates durch Squarespace | Portfolios und gestaltete kleinere Websites | |
| Baukasten | Free 0 €, Start 12 €, Grow 20 €, Unlimited 50 € pro Monat | Hosting und Updates durch Jimdo | Kleine Betriebe mit wenigen Seiten | |
| Shop-Baukasten | Basic 27 € pro Monat bei jährlicher, 36 € bei monatlicher Zahlung, dazu Zahlungsgebühren ab 2,1 % + 0,30 € | Hosting und Updates durch Shopify | Onlineshops, die schnell starten sollen | |
| Shop-Erweiterung für WordPress | Erweiterung kostenlos, dazu Hosting, kostenpflichtige Erweiterungen und Zahlungsanbieter | Wie WordPress: eigenes Hosting, Updates selbst oder mit Betreuung | Shops, die mit Inhalten und Blog wachsen sollen | |
| Offenes System | Software kostenlos, Kosten für Hosting und Agentur | Agentur oder eigene IT | Große Organisationen mit vielen Redakteuren |
Bei Baukästen kommen je nach Paket Domain, E-Mail oder zusätzliche Funktionen hinzu. Bei WordPress und TYPO3 hängen die Kosten vor allem von Hosting und Betreuung ab.
Baukasten oder offenes System?
- Schneller Start, Hosting inklusive.
- Updates und Sicherheit übernimmt der Anbieter.
- Weniger Freiheit, Umzug aufwendiger.
- Volle Kontrolle über Technik und Daten.
- Riesige Auswahl an Erweiterungen.
- Eigene Pflege oder Betreuung nötig.
Was im Jahr wirklich anfällt
Der Monatspreis eines Pakets ist nur ein Teil der Rechnung. Wenn ich mit Kunden ein System auswähle, rechnen wir die laufenden Kosten für ein ganzes Jahr zusammen:
- Domain und E-Mail: bei manchen Baukästen im ersten Jahr enthalten, danach oft extra.
- Hosting: bei Baukästen im Paket, bei WordPress und TYPO3 ein eigener Vertrag beim Hoster.
- Erweiterungen und Apps: Premium-Plugins, Shopify-Apps oder Zusatzfunktionen kosten häufig monatlich.
- Pflege und Betreuung: Updates, Sicherungen und Änderungen machst du selbst oder gibst sie ab.
- Zahlungsgebühren: bei Shops kommen pro Bestellung Gebühren des Zahlungsanbieters dazu.
Ein günstiger Baukasten kann so am Ende teurer sein als gedacht, und ein offenes System günstiger, wenn wenige gute Erweiterungen reichen. Rechne deshalb immer mit deinem echten Bedarf, nicht mit dem Einstiegspreis.

Was in Deutschland besonders zählt
Für Websites in Deutschland kommen ein paar Punkte hinzu, die bei internationalen Vergleichen oft fehlen.
- Datenschutz: Prüfe bei jedem Anbieter, wo die Daten gespeichert werden und ob es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung gibt.
- Cookie-Banner: Analyse- und Werbedienste dürfen erst nach Einwilligung laden. Das muss das System sauber unterstützen.

- Rechtstexte: Impressum und Datenschutzerklärung brauchst du immer, einige Baukästen bieten dafür Unterstützung an.
- Sprache und Support: Eine deutschsprachige Oberfläche und Hilfe erleichtern die Pflege im Alltag.
Systemwechsel: umziehen, ohne Besucher zu verlieren
Viele kommen zu mir, wenn die alte Website nicht mehr passt und ein neues System her soll. Beim Wechsel ändern sich fast immer die Adressen der Unterseiten. Genau dann gehen Rankings verloren, wenn alte Adressen ins Leere laufen.
So gehe ich bei einem Umzug vor
- 1
Bestand erfassen
Alle Adressen der alten Website sammeln, dazu die Seiten mit den meisten Besuchern und Anfragen.
- 2
Neue Struktur planen
Jeder wichtigen alten Seite eine passende neue Seite zuordnen, Inhalte nicht ersatzlos streichen.
- 3
Weiterleitungen einrichten
Jede alte Adresse dauerhaft auf die neue umleiten. Vorher prüfen, ob das System das im gewählten Paket kann.
- 4
Technik prüfen
Seitentitel, Beschreibungen, Sitemap und Ladezeit vor dem Start kontrollieren.
- 5
Nach dem Start beobachten
In der Search Console Fehler und Rankings einige Wochen eng verfolgen und nachbessern.

Google erklärt den Ablauf in einer eigenen Anleitung. Wie ich einen Relaunch Schritt für Schritt plane, zeige ich ausführlich im Beitrag Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust.
Meine Empfehlung
Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen, die über Google Anfragen gewinnen wollen, empfehle ich WordPress. Es ist flexibel, lässt sich selbst pflegen und gibt dir die volle Kontrolle über alles, was für die Sichtbarkeit wichtig ist. Soll die Website gestalterisch besonders hochwertig wirken und die Technik möglichst wenig Arbeit machen, ist Webflow eine sehr gute Wahl. Für eine schnelle Landingpage nutze ich Onepage.io, und wer ganz einfach selbst starten möchte, ist mit Wix gut beraten. Für Onlineshops empfehle ich Shopify.
Mein Tipp
Entscheide nicht nach dem Design der Vorlage, sondern danach, wer die Website in zwei Jahren pflegt und was sie dann können muss. Ein Systemwechsel später kostet fast immer mehr als die richtige Wahl am Anfang.

Wenn du gerade vor dieser Entscheidung stehst, helfe ich dir gern dabei. Mehr zu meiner Arbeit findest du unter Webdesign. Wenn du von einem System auf ein anderes umziehen willst, lies vorher den Beitrag Website-Relaunch ohne Ranking-Verlust.
Häufige Fragen zum CMS-Vergleich
Welches CMS ist am besten für SEO?
Das gibt es pauschal nicht. Wichtig ist, dass du Seitentitel, Beschreibungen, Adressen, Weiterleitungen und strukturierte Daten selbst steuern kannst. Das geht mit WordPress, Webflow und den großen Baukästen, im Detail aber unterschiedlich weit.
Welches CMS eignet sich für Dienstleister?
Aus meiner Erfahrung WordPress. Leistungsseiten, Standortseiten, Referenzen und ein Blog lassen sich darin sauber aufbauen und für Google steuern.
Ist ein Baukasten schlechter für Google als WordPress?
Nicht grundsätzlich. Baukästen bieten heute die wichtigsten Einstellungen. Bei großen Websites mit vielen Seiten und besonderen Anforderungen hast du mit einem offenen System meist mehr Spielraum.
Was kostet eine Website mit WordPress?
Die Software ist kostenlos. Kosten entstehen für Hosting, eventuell für kostenpflichtige Erweiterungen und für die Erstellung und Betreuung, wenn du sie nicht selbst übernimmst.
Shopify oder WooCommerce?
Aus meiner Erfahrung Shopify. Es ist anfängerfreundlich, einfach zu bedienen, und die Anbindungen an Zahlungen, Versand und Marktplätze sind sehr gut. WooCommerce kommt vor allem infrage, wenn ein Shop unbedingt in einer bestehenden WordPress-Website laufen soll.
Kann ich später das System wechseln?
Ja, aber ein Wechsel ist ein Relaunch. Inhalte müssen umziehen, Adressen sauber weitergeleitet werden. Plane das sorgfältig, damit du keine Rankings verlierst.
Ist Framer eine Alternative zu Webflow?
Für viele gestaltungsstarke Seiten ja. Framer ist schnell erlernbar und hat eine KI eingebaut, Webflow bietet mehr Tiefe bei Inhalten und Sammlungen. Für große Websites mit vielen Unterseiten prüfe vorher, welches Paket Weiterleitungen und genug Sammlungen enthält.
Kann ich eine Website komplett mit KI bauen lassen?
Einen ersten Entwurf ja, und das geht heute erstaunlich schnell. Für eine Website, die Anfragen bringen soll, brauchst du aber weiterhin klare Inhalte, saubere Technik und jemanden, der sie pflegt. KI ersetzt die Entscheidung für ein passendes System nicht.
Fazit
Das beste CMS ist das, mit dem du deine Website langfristig gut pflegen und für Google sauber steuern kannst. Für Dienstleister und Blogs ist das aus meiner Erfahrung WordPress, für gestalterisch anspruchsvolle Auftritte Webflow, für schnelle Landingpages Onepage.io und für Anfänger Wix. Für Onlineshops ist Shopify meine klare Empfehlung. TYPO3 passt zu großen Organisationen, Claude Design ist ein spannendes Werkzeug für schnelle Entwürfe.
Quellen
- W3Techs: Usage statistics of content management systems: Marktanteile, Stand 08.10.2026
- W3Techs: WooCommerce: Anteil an Shop-Systemen, Stand 08.10.2026
- WordPress.org: About: Selbstbeschreibung des Open-Source-Projekts
- Webflow: Pricing: Site plans, geprüft am 08.10.2026
- Webflow-Hilfe: Weiterleitungen einrichten: 301-Weiterleitungen
- Onepage: Preisoptionen: geprüft am 08.10.2026
- Wix-Blog: Was kostet eine Website?: Premiumpakete, Stand Januar 2026
- Wix-Hilfe: Setting up 301 redirects: automatische Weiterleitungen
- Squarespace: Preise: geprüft am 08.10.2026
- Jimdo: Preise und Pakete: geprüft am 08.10.2026
- Shopify: Preise: geprüft am 08.10.2026
- Anthropic: Introducing Claude Design: Ankündigung vom 17.04.2026
- TYPO3: offizielle Website
- Framer: Pricing: Pakete und Funktionen, geprüft am 08.10.2026
- Google Search Central: Website migrieren: Umzug mit geänderten URLs
- Lovable: offizielle Website