Zusammenfassung lesen
Viele fragen mich, welches WordPress-Theme ich für eine neue Website nehmen würde. Meine ehrliche Antwort: Das eine beste Theme gibt es nicht, aber für jedes Vorhaben eine gute Wahl. Ich habe neun bekannte Themes verglichen, und zwar nach Kriterien, die du selbst nachprüfen kannst: Pflege, Zusammenspiel mit Editor und Page Builder, Barrierefreiheit, Preis und Einsatzzweck.
Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Im offiziellen Verzeichnis auf WordPress.org siehst du bei jedem Theme das letzte Update und die Zahl der aktiven Installationen. Astra, Hello Elementor und Twenty Twenty-Five laufen dort jeweils auf über einer Million Websites.
Wenn du mit Elementor baust, ist Hello Elementor die naheliegende Grundlage, weil es bewusst fast leer ist. Astra passt gut, wenn du schnell mit einer Vorlage starten willst. Wer nur mit dem WordPress-Editor arbeiten möchte, ist mit Kadence, Blocksy oder dem sehr schlichten GeneratePress gut aufgestellt. Divi ist Theme und Page Builder in einem und kostet neunundachtzig Dollar im Jahr oder einmalig zweihundertneunundvierzig Dollar, für unbegrenzt viele Websites. Nach meiner Erfahrung lädt Divi aber teilweise langsamer als Elementor. Twenty Twenty-Five ist das kostenlose Standard-Theme von WordPress und eignet sich gut für kleine Websites und Blogs.
Beim Thema Barrierefreiheit solltest du genau hinschauen. Das Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“ ist laut WordPress-Handbuch nur ein Mindeststandard und keine Garantie für eine barrierefreie Website. Entscheidend sind Kontraste, Überschriften, Alternativtexte und die Bedienung mit der Tastatur.
Für die Ladezeit zählen am Ende vor allem Hosting, Bildgrößen und die Zahl der Erweiterungen. Deshalb rate ich dir, eine echte Testseite mit deinen Inhalten zu bauen und die mobile Ansicht zu messen, statt nur Herstellerangaben zu vertrauen. Und wechsle das Theme nie direkt auf der Live-Website, sondern teste es vorher auf einer Kopie. Wenn du am Code etwas anpasst, nutze ein Child Theme, damit Updates deine Änderungen nicht überschreiben.
Inhaltsverzeichnis
- Was ein Theme macht, und was nicht
- Nach diesen Kriterien habe ich verglichen
- Die besten WordPress-Themes 2026 im Überblick
- Die Themes im Einzelnen
- Stärken und Grenzen auf einen Blick
- Ladezeit: was das Theme beeinflusst und was nicht
- Barrierefreiheit: was das Schlagwort bedeutet
- Theme anpassen, ohne Updates zu verlieren
- Welches Theme für welchen Einsatzzweck?
- Meine Einschätzung aus der Praxis
- Häufige Fragen zu WordPress-Themes
- Fazit
- Quellen
Ein WordPress-Theme bestimmt, wie deine Website aussieht und wie viel Code beim Laden mitkommt. Die Auswahl ist riesig: Im offiziellen Verzeichnis auf WordPress.org gibt es sehr viele kostenlose Themes, dazu kommen kommerzielle Anbieter mit eigenen Shops. Ich baue Websites mit WordPress, Divi und Elementor, außerdem mit Webflow, und werde oft gefragt, welches Theme ich nehmen würde.

In diesem Vergleich stelle ich dir neun bekannte Themes vor: Astra, GeneratePress, Kadence, Blocksy, Hello Elementor, Divi, OceanWP, Neve und Twenty Twenty-Five. Ich vergleiche sie nach Kriterien, die du selbst nachprüfen kannst. Ob WordPress überhaupt das richtige System für dich ist, klärt mein CMS-Vergleich.
Das Wichtigste in Kürze
- Für die meisten kleinen Unternehmen reicht ein kostenloses, schlankes Theme. Wichtiger ist, wie sauber die Website gebaut wird.
- Astra, Hello Elementor und Twenty Twenty-Five haben laut WordPress.org jeweils über 1 Million aktive Installationen (Stand 9. Oktober 2026).
- Wer mit Elementor baut, nimmt meist Hello Elementor oder Astra. Divi ist Theme und Page Builder in einem.
- Für den WordPress-Editor passen Kadence, Blocksy, GeneratePress oder Twenty Twenty-Five gut.
- Das Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“ ist ein Mindeststandard, keine Garantie für eine barrierefreie Website.
Was ein Theme macht, und was nicht
Das Theme ist die Gestaltungsschicht von WordPress. Es legt Kopfbereich, Fußzeile, Schriften, Farben und die Vorlagen für Seiten und Beiträge fest. Deine Inhalte liegen dagegen in der Datenbank und bleiben bei einem Wechsel erhalten. Verloren gehen können Einstellungen und Bausteine, die nur das alte Theme kennt.
Heute gibt es zwei Arten. Klassische Themes stellst du über den Customizer und oft eine eigene Optionsseite ein. Bei Block-Themes bearbeitest du auch Kopfbereich, Fußzeile und Vorlagen direkt im Website-Editor mit Blöcken, Twenty Twenty-Five ist so ein Block-Theme. Dazu kommen Page Builder wie Elementor oder Divi mit einer eigenen Bearbeitungsoberfläche. Wie sich die beiden unterscheiden, zeige ich im Vergleich Divi oder Elementor.
Klassisches Theme oder Block-Theme?
- Einstellungen über den Customizer und oft eine eigene Optionsseite.
- Kopfbereich und Fußzeile über Theme-Optionen oder einen Page Builder.
- Beispiele im Vergleich: Astra, GeneratePress, OceanWP, Neve.
- Kopfbereich, Fußzeile und Vorlagen direkt mit Blöcken bearbeiten.
- Laut WordPress-Dokumentation ersetzt der Website-Editor dabei den klassischen Customizer.
- Beispiel im Vergleich: Twenty Twenty-Five.
Die meisten Themes in diesem Vergleich sind klassische Themes, die den Block-Editor für Inhalte trotzdem voll unterstützen. Für dich heißt das: Texte und Bilder pflegst du überall mit Blöcken. Der Unterschied liegt darin, wo du Kopfbereich, Fußzeile und Vorlagen gestaltest. Wer gern alles an einem Ort einstellt, fühlt sich mit einem Block-Theme oft schnell wohl.
Nach diesen Kriterien habe ich verglichen
Eigene Ladezeit-Messungen für jedes Theme habe ich bewusst nicht gemacht. Solche Werte hängen stark von Hosting, Bildern und Erweiterungen ab und sind schnell veraltet. Stattdessen habe ich sechs Kriterien gewählt, die sich nachprüfen lassen.
Vieles davon kannst du direkt im offiziellen Theme-Verzeichnis nachsehen. Dort steht bei jedem Theme, wann es zuletzt aktualisiert wurde, wie viele Websites es aktiv nutzen und welche Schlagworte es trägt. Das ist für mich der schnellste Gesundheitscheck, bevor ich ein Theme in ein Projekt nehme.

Sechs Kriterien für die Theme-Wahl
Schlankheit
Wie viel bringt das Theme selbst mit? Weniger eigene Funktionen heißt meist weniger Code.
Pflege
Wann gab es das letzte Update, und wie viele Websites nutzen das Theme laut WordPress.org?
Editor und Builder
Passt es zum WordPress-Editor, zu Elementor, oder bringt es einen eigenen Builder mit?
Barrierefreiheit
Trägt das Theme im Verzeichnis das Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“?
Preis und Lizenz
Was kostet die Pro-Version, für wie viele Websites, jährlich oder einmalig?
Für wen
Für welches Vorhaben passt das Theme am besten?
Die besten WordPress-Themes 2026 im Überblick
Die Tabelle fasst die harten Fakten zusammen. Installationen, Updates und Schlagworte habe ich auf WordPress.org geprüft, die Preise auf den Preisseiten der Anbieter.
Neun WordPress-Themes im Vergleich
Installationen, Updates und Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“ laut WordPress.org, Preise laut Preisseiten der Anbieter, jeweils geprüft am 9. Oktober 2026. Pro-Preise für die kleinste Stufe, Aktionspreise können sich jederzeit ändern.
| Theme | Installationen | Update | Barrierefrei | Pro ab |
|---|---|---|---|---|
| 1+ Million | 24.09.2026 | Nein | 69 $ / Jahr, 3 Websites | |
| 500.000+ | 01.12.2025 | Nein | 59 $ / Jahr, 500 Websites | |
| 500.000+ | 24.07.2026 | Ja | 99 $ / Jahr je Website | |
| 300.000+ | 02.10.2026 | Ja | 69 $ / Jahr oder 199 $ einmalig | |
| 1+ Million | 25.08.2026 | Ja | Elementor Pro ab 60 € / Jahr | |
| nicht gelistet | nicht gelistet | nicht gelistet | 89 $ / Jahr oder 249 $ einmalig | |
| 400.000+ | 06.10.2026 | Ja | 42 $ / Jahr (Aktion) | |
| 200.000+ | 07.10.2026 | Ja | 69 € / Jahr (Aktion) | |
| 1+ Million | 20.05.2026 | Ja | kostenlos |
Die Themes im Einzelnen
Jetzt zu den einzelnen Themes: was sie auszeichnet, für wen sie passen und wo ihre Grenzen liegen.
Astra: der Allrounder mit vielen Vorlagen
Astra vom Anbieter Brainstorm Force gehört zu den meistgenutzten Themes im Verzeichnis. Laut Theme-Beschreibung arbeitet es mit Page Buildern wie Elementor, Beaver Builder und dem hauseigenen Spectra zusammen und bringt fertige Vorlagen mit. Die kostenlose Version reicht für viele Websites. Astra Pro kostet laut Preisseite 69 $ im Jahr für bis zu 3 Websites, einmalig gibt es Astra Pro derzeit für 249 $.
Astra passt aus meiner Sicht gut, wenn du schnell mit einer Vorlage starten willst und noch nicht sicher bist, ob du mit dem WordPress-Editor oder mit Elementor arbeitest.
GeneratePress: schlicht und sparsam
GeneratePress stellt laut Anbieter Geschwindigkeit, Stabilität und Barrierefreiheit in den Mittelpunkt. Das Grund-Theme ist bewusst schlicht, die meisten Gestaltungsmöglichkeiten kommen mit dem Zusatz-Plugin GP Premium und mit GenerateBlocks, einer Block-Erweiterung desselben Anbieters. GP Premium kostet laut Preisseite 59 $ im Jahr und gilt für bis zu 500 Websites, das Paket GeneratePress One mit allen Erweiterungen 149 $ im Jahr.
Das Grund-Theme wurde laut WordPress.org zuletzt am 1. Dezember 2025 aktualisiert. Ein ruhiger Rhythmus ist bei einem schlanken Theme nicht automatisch ein Nachteil. Ich würde vor dem Start trotzdem nachsehen, wie aktiv Theme und Plugins gepflegt werden. GeneratePress eignet sich eher für Leute, die gern mit Blöcken arbeiten und wenig Zusätzliches brauchen.

Kadence: stark im WordPress-Editor
Die Produktseite von Kadence liegt heute beim Hoster Liquid Web, auf WordPress.org ist Nexcess als Autor eingetragen. Das Theme trägt das Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“ und bringt laut Beschreibung schon kostenlos einen Baukasten für Kopfbereich und Fußzeile mit. Zusammen mit dem Plugin Kadence Blocks bekommt der WordPress-Editor viele zusätzliche Blöcke. Das kleinste Bezahlpaket Essentials mit Theme und Blocks kostet laut Preisseite 99 $ im Jahr, abgerechnet wird je Website.
Kadence ist für mich eine gute Wahl, wenn du ohne Page Builder, nur mit dem WordPress-Editor, eine ansprechende Website bauen willst.
Blocksy: häufige Updates, Einmal-Lizenz möglich
Blocksy von Creative Themes wird laut WordPress.org sehr regelmäßig aktualisiert, zuletzt am 2. Oktober 2026, und steht dort bei über 870 Bewertungen auf 5 von 5 Sternen. Laut Anbieter ist es von Grund auf für den Gutenberg-Editor gebaut, auf der Produktseite nennt Creative Themes außerdem Page Builder wie Elementor. Blocksy Pro gibt es ab 69 $ im Jahr oder einmalig ab 199 $, jeweils für eine Website.

Blocksy passt gut, wenn dir eine Einmalzahlung lieber ist als ein Abo und du viel bequem über die Oberfläche einstellen willst.
Hello Elementor: die leere Leinwand für Elementor
Hello Elementor ist das hauseigene Theme von Elementor und ganz bewusst fast leer. Es liefert nur das Grundgerüst, gestaltet wird alles mit Elementor. Der Anbieter beschreibt es selbst als besonders leichtes Theme. Hello ist kostenlos, für Theme Builder, Formulare und weitere Funktionen brauchst du Elementor Pro. Das kleinste Paket Essential kostet laut Preisseite 60 € im Jahr für eine Website.

Mit Elementor baue ich selbst Websites. Nach meiner Erfahrung lädt eine Elementor-Seite meist etwas schneller als eine vergleichbare Divi-Seite, ist aber in der Bedienung minimal komplexer. Hello Elementor ist dafür die naheliegende Grundlage.
Divi: Theme und Page Builder in einem
Divi von Elegant Themes ist kein klassisches Theme, sondern Theme und Page Builder in einem. Es steht nicht im WordPress-Verzeichnis, sondern wird direkt beim Anbieter gekauft. Die Lizenz kostet laut Preisseite 89 $ im Jahr oder einmalig 249 $, gilt für unbegrenzt viele Websites und enthält Support rund um die Uhr.

Ich arbeite viel mit Divi. Für Divi sprechen aus meiner Sicht der Preis, der gute Kundensupport und die riesige Auswahl an Erweiterungen wie Divi Pixel oder DiviFlash. Ehrlich dazu gehört: Divi-Seiten laden nach meiner Erfahrung teilweise recht langsam, vor allem mit vielen Modulen und Animationen. Mit gutem Hosting, Caching und kleinen Bildern lässt sich viel herausholen.
OceanWP: viele Erweiterungen und Vorlagen
OceanWP steht seit 2017 im Verzeichnis, wurde zuletzt am 6. Oktober 2026 aktualisiert und trägt das Schlagwort für Barrierefreiheit. Viele Zusatzfunktionen kommen als Erweiterungen, gebündelt im Pro Bundle. Laut Preisseite kostet es für eine Website derzeit 42 $ im Jahr statt regulär 52 $ und enthält 14 Premium-Erweiterungen sowie über 200 fertige Website-Vorlagen.
OceanWP eignet sich eher, wenn du eine Vorlage mit vielen eingebauten Funktionen suchst, etwa für einen kleinen Shop mit WooCommerce.
Neve: auf Tempo ausgelegt
Neve von Themeisle wirbt vor allem mit Geschwindigkeit. Laut Anbieter ist eine Standardinstallation nur 28 KB groß und lud in 0,6 Sekunden. Solche Herstellerwerte sind ein Anhaltspunkt, mehr nicht, denn deine Seite lädt am Ende so schnell, wie Hosting, Bilder und Erweiterungen es zulassen. Neve Pro kostet laut Preisseite derzeit 69 € im Jahr statt 139 €, für unbegrenzt viele Websites, Verlängerungen zum vollen Preis.
Neve passt gut für schlichte Firmen-Websites und Blogs, die mit dem WordPress-Editor oder mit Elementor gebaut werden.
Twenty Twenty-Five: das kostenlose Standard-Theme
Twenty Twenty-Five ist das Standard-Theme, das WordPress selbst herausgibt. Es ist komplett kostenlos, ein Block-Theme und trägt das Schlagwort für Barrierefreiheit. Kopfbereich, Fußzeile und Vorlagen bearbeitest du direkt im Website-Editor. Laut WordPress.org nutzen es über 1 Million Websites, es braucht mindestens WordPress 6.7.

Für eine kleine Website, einen Blog oder zum Ausprobieren ist es aus meiner Sicht eine gute, schlanke Grundlage. Wer viele Sonderwünsche hat, kommt mit Kadence oder Blocksy oft schneller ans Ziel.
Stärken und Grenzen auf einen Blick
Welches Theme passt zu wem?
Meine Einordnung nach Angaben der Anbieter und von WordPress.org, Stand Oktober 2026. Grenzen heißt nicht schlecht, sondern: Hier passt ein anderes Theme oft besser.
| Theme | Passt für | Stärken | Grenzen |
|---|---|---|---|
| Schneller Start mit Vorlagen | Sehr verbreitet, viele Vorlagen, passt zu Editor und Page Buildern | Viele Funktionen erst mit Pro | |
| Schlanke Websites mit Blöcken | Bewusst schlicht, Lizenz für bis zu 500 Websites | Gestaltung vor allem über GP Premium und GenerateBlocks | |
| Websites nur mit dem WordPress-Editor | Starke Blöcke, Kopf- und Fußzeilen-Baukasten kostenlos | Bezahlpakete je Website | |
| Wer lieber einmal zahlt | Häufige Updates, Einmal-Lizenz möglich | Kleinste Pro-Lizenz für nur eine Website | |
| Websites mit Elementor | Minimales Grundgerüst, genau auf Elementor abgestimmt | Ohne Elementor kaum sinnvoll nutzbar | |
| Viele Websites zu einem Preis | Unbegrenzte Websites, Support rund um die Uhr, viele Erweiterungen | Lädt nach meiner Erfahrung teils langsamer, starke Bindung an Divi | |
| Funktionsreiche Vorlagen, kleine Shops | Viele Erweiterungen und fertige Vorlagen | Jede Erweiterung bringt eigenen Code mit | |
| Schlichte Firmen-Websites und Blogs | Auf Tempo ausgelegt, Pro für unbegrenzte Websites | Aktionspreis, Verlängerung zum vollen Preis | |
| Kleine Websites, Blogs, Einstieg | Kostenlos, offizielles Block-Theme | Weniger Funktionen ohne Zusatz-Plugins |
Ladezeit: was das Theme beeinflusst und was nicht
Google bewertet die Nutzerfreundlichkeit einer Seite unter anderem über die Core Web Vitals, also Messwerte zu Ladezeit, Reaktion und Stabilität beim Laden. Ein schlankes Theme hilft dabei, entscheidet aber selten allein.

Nach meiner Erfahrung bremsen vor allem drei Dinge: zu große Bilder, zu viele Erweiterungen und aufwendige Animationen. Bei Page Buildern kommt außerdem mehr Code dazu als bei einem reinen Block-Theme. Ich würde deshalb nicht nur auf Herstellerangaben schauen, sondern eine echte Seite mit deinen Inhalten bauen und messen.
So prüfst du ein Theme vor der Entscheidung
- 1
Testseite bauen
Eine typische Seite mit echten Bildern und Texten, nicht die Demo des Anbieters.
- 2
Mobil messen
Mit PageSpeed Insights vor allem die mobile Ansicht prüfen.
- 3
Pflege ansehen
Letztes Update und aktive Installationen auf WordPress.org nachsehen.
- 4
Kosten rechnen
Pro-Lizenz, Anzahl der Websites und Verlängerungspreis vergleichen.
- 5
Ausstieg bedenken
Prüfen, was bei einem späteren Wechsel neu gebaut werden müsste.
Barrierefreiheit: was das Schlagwort bedeutet
Im Theme-Verzeichnis können Themes das Schlagwort „Für Barrierefreiheit geeignet“ tragen. Dafür müssen sie zusätzliche Anforderungen erfüllen, die auf den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) beruhen, dem internationalen Standard für barrierefreie Websites. Das Theme-Handbuch von WordPress stellt aber klar: Das Schlagwort bedeutet nicht, dass ein Theme die WCAG auf Stufe AA erfüllt, sondern dass es die Mindeststandards des Prüfteams erreicht.

Von den neun Themes tragen Kadence, Blocksy, Hello Elementor, OceanWP, Neve und Twenty Twenty-Five das Schlagwort. Bei Astra und GeneratePress fehlt es im Verzeichnis. Das sagt aber wenig darüber aus, wie barrierearm deine fertige Website wird. Entscheidend sind Kontraste, eine saubere Überschriften-Reihenfolge, Alternativtexte für Bilder und eine Bedienung mit der Tastatur, und die liegen in deiner Hand.
Kein Ersatz für eine Prüfung
Ob für dein Unternehmen gesetzliche Pflichten gelten, etwa nach dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, hängt vom Einzelfall ab. Das hier ist keine Rechtsberatung, im Zweifel fragst du einen Anwalt.
Theme anpassen, ohne Updates zu verlieren
Wenn du direkt am Code eines Themes etwas änderst, ist diese Änderung beim nächsten Update weg. Dafür gibt es Child Themes: Ein Child Theme übernimmt alles vom Eltern-Theme, deine Anpassungen liegen aber getrennt. So kannst du laut WordPress-Handbuch weiter Updates des Eltern-Themes einspielen, ohne deine Änderungen zu verlieren.

Für Einstellungen über die Oberfläche brauchst du kein Child Theme, die bleiben bei einem Update erhalten. Es lohnt sich, sobald jemand eigene Vorlagen oder eigenen Code ergänzt. Und egal welches Theme du nimmst: Updates regelmäßig einspielen, das ist auch eine Frage der Sicherheit. Mehr dazu in meiner Anleitung Website-Sicherheit prüfen.
Welches Theme für welchen Einsatzzweck?
Meine Empfehlungen nach Vorhaben, als Faustregel:
- Du baust mit Elementor: Hello Elementor als schlanke Grundlage, Astra, wenn du mehr Einstellungen im Theme selbst möchtest.
- Du willst nur den WordPress-Editor nutzen: Kadence oder Blocksy, für besonders schlichte Seiten GeneratePress.
- Du betreust viele Websites: Divi, weil eine Lizenz unbegrenzt viele Websites abdeckt, oder GeneratePress mit bis zu 500 Websites.
- Kleiner Shop mit WooCommerce: Astra, Kadence, Blocksy oder OceanWP sind im Verzeichnis für E-Commerce gekennzeichnet. Für einen richtigen Onlineshop rate ich eher zu Shopify, siehe meinen Shop-System-Vergleich.
- Kleine Website oder Blog ohne Budget: Twenty Twenty-Five.
Meine Einschätzung aus der Praxis
Ich baue Websites mit WordPress, Divi und Elementor, außerdem mit Webflow und Onepage.io. Die Wahl des Themes ist für mich selten der entscheidende Punkt. Viel wichtiger ist, wie die Website aufgebaut ist: klare Struktur, schnelle Ladezeit auf dem Handy, saubere Überschriften und Inhalte, die echte Fragen beantworten. Das gelingt mit jedem der neun Themes.
Wenn du gerade vor der Entscheidung stehst oder deine bestehende Website schneller und besser auffindbar machen willst, schau dir gern mein Angebot für Webdesign und WordPress-SEO an. Planst du einen Theme-Wechsel auf einer bestehenden Website, hilft dir mein Beitrag zum Relaunch ohne Ranking-Verlust.

Mein Tipp
Wechsle das Theme nie direkt auf der Live-Website. Teste es zuerst auf einer Kopie und prüfe danach Menüs, Formulare und die mobile Ansicht.
Häufige Fragen zu WordPress-Themes
Ist ein kostenloses Theme gut genug?
Für viele Websites ja. Die kostenlosen Versionen von Astra, Kadence, Blocksy oder Twenty Twenty-Five reichen für eine solide Firmen-Website. Eine Pro-Version lohnt sich, wenn du bestimmte Funktionen oder Vorlagen brauchst.
Welches WordPress-Theme ist am schnellsten?
Eine seriöse Rangliste gibt es nicht, weil die Ladezeit vor allem von Hosting, Bildern und Erweiterungen abhängt. Schlanke Themes wie GeneratePress, Kadence, Blocksy, Neve oder Twenty Twenty-Five sind eine gute Grundlage. Miss am Ende deine eigene Seite.
Verliere ich Inhalte, wenn ich das Theme wechsle?
Beiträge und Seiten bleiben erhalten, weil sie in der Datenbank liegen. Verloren gehen können Einstellungen, Menüpositionen, Widgets und Elemente, die nur das alte Theme kennt. Bei Seiten, die mit Divi gebaut sind, ist der Umbau meist größer.
Brauche ich zusätzlich einen Page Builder?
Nicht unbedingt. Der WordPress-Editor ist mit Block-Themes deutlich stärker geworden. Ein Builder wie Elementor oder Divi lohnt sich vor allem bei sehr individuellen Layouts.
Ist das Theme wichtig für SEO?
Indirekt. Ein schlankes, gepflegtes Theme erleichtert schnelle Ladezeiten und eine saubere Struktur. Für Rankings zählen aber vor allem Inhalte, Aufbau und Nutzerfreundlichkeit.
Woran erkenne ich, ob ein Theme gepflegt wird?
Im Verzeichnis auf WordPress.org stehen das letzte Update und die Zahl aktiver Installationen. Ich schaue außerdem, ob im Support-Forum Fragen beantwortet werden. Mehrere Jahre ohne Update wären für mich ein Warnzeichen.
Fazit
Das eine beste WordPress-Theme gibt es nicht, aber für jedes Vorhaben eine gute Wahl. Mit Elementor ist Hello Elementor die naheliegende Grundlage, für den WordPress-Editor Kadence, Blocksy oder GeneratePress, für viele Websites zu einem Preis Divi. Astra punktet mit Verbreitung und Vorlagen, Twenty Twenty-Five ist der kostenlose Einstieg. Wichtiger als der Name ist, dass das Theme gepflegt wird und deine Website schnell und klar aufgebaut ist.
Quellen
- WordPress.org Theme-Verzeichnis, Installationen, Updates und Schlagworte, geprüft am 09.10.2026: Astra, GeneratePress, Kadence, Blocksy, Hello Elementor, OceanWP, Neve, Twenty Twenty-Five
- Preisseiten der Anbieter, geprüft am 09.10.2026: Astra, GeneratePress, Kadence, Blocksy, Elementor, Divi, OceanWP, Neve
- Themeisle: Neve: Herstellerangaben zu Größe und Ladezeit
- GeneratePress: Schwerpunkte laut Anbieter
- WordPress Developer Resources: Accessibility: Bedeutung des Schlagworts
- WordPress.org Dokumentation: Work with themes: Live-Vorschau und Testseite
- WordPress Developer Resources: Child Themes
- Google Search Central: Nutzerfreundlichkeit von Seiten