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Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

Social Media Ads

Meta Ads 2026: Was sich geändert hat und was du jetzt prüfen solltest

Neue Bedingungen, mehr KI, neue Werbeplätze: was du bei Meta jetzt prüfen solltest.

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Wer bei Meta wirbt, hat in den letzten Monaten einiges an Umstellungen erlebt. Die Richtung ist klar: weniger Handarbeit, mehr Entscheidungen durch Metas KI, und gleichzeitig strengere Regeln in der EU.

Am dringendsten ist ein Termin. Ab dem 30. Oktober 2026 gelten neue Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads. In der Vorschau steht, dass KI-Funktionen Fehler machen können und dass du für Anzeigen aus Metas KI-Werkzeugen allein verantwortlich bist. Wasserzeichen in KI-Inhalten darfst du nicht entfernen.

Dazu passt, dass Meta immer mehr automatisiert. Bei Leads-Kampagnen ist Advantage+ die Standardeinstellung, Zielgruppe, Platzierungen und Budget laufen dann automatisch. In der Anzeigengestaltung sind einige KI-Optimierungen von Anfang an aktiv, etwa für Texte und Hintergründe. Du kannst sie abschalten, solltest aber jede Vorschau ansehen.

Was dabei wichtig ist, ist Folgendes: Ausschlüsse, die für dein Geschäft zählen, legst du am besten auf Kontoebene fest. Dann gelten sie für alle Kampagnen, auch für neue mit Advantage+.

Beim detaillierten Targeting gibt es weniger Stellschrauben. Ausschlüsse dort sind seit 2025 weg, viele Interessen wurden zusammengelegt, und alte Anzeigengruppen mit betroffenen Interessen laufen seit dem 15. Januar 2026 nicht mehr aus.

Auch die Messung hat sich geändert. Seit März 2026 zählt Meta bei Website-Conversions als Klick nur noch einen Linkklick. Alles nach Speichern oder Teilen steht jetzt unter Engage-through. Sinken die Klick-Conversions, ist die Kampagne also nicht automatisch schlechter.

Neu sind außerdem Werbeplätze. Threads ist seit Januar weltweit dabei und wird automatisch zu Kampagnen hinzugefügt. Der WhatsApp-Status steht in Metas Liste der Platzierungen, wird aber schrittweise eingeführt.

In der EU laufen seit Oktober 2025 keine Anzeigen zu Politik und gesellschaftlichen Themen mehr. Und für Januar 2026 hat Meta zugesagt, dass Nutzer dort weniger personalisierte Werbung wählen können.

Mein Rat: Lies die neuen Bedingungen vor dem 30. Oktober, prüf die KI-Optimierungen in deinen Anzeigen und werte die Ergebnisse nach Platzierung aus.

Inhaltsverzeichnis

Wer Werbung auf Facebook und Instagram schaltet, merkt es meist erst im Konto: Schalter, die früher da waren, sind weg, neue Werbeplätze sind von selbst an, und ab dem 30. Oktober 2026 gelten neue Nutzungsbedingungen. Ich habe die Änderungen der letzten Monate an den offiziellen Quellen von Meta geprüft und für dich sortiert: was neu ist, seit wann, was es für kleine Unternehmen bedeutet und was du jetzt kontrollieren solltest.

Monitor in einem hellen Loft mit der Überschrift Meta Ads 2026, umgeben von Glaskarten mit den Logos von Meta, Instagram, WhatsApp und Threads

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab dem 30. Oktober 2026 gelten neue Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads: Für Anzeigen aus Metas KI-Werkzeugen trägst du laut Vorschau allein das Risiko.
  • Advantage+ ist bei Leads-Kampagnen die Standardeinstellung. Zielgruppe, Platzierungen und Budget laufen dann automatisch.
  • Einige KI-Optimierungen der Anzeigengestaltung sind standardmäßig aktiv. Du kannst sie jederzeit abschalten.
  • Seit März 2026 zählt Meta als Klick-Conversion nur noch Linkklicks. Interaktionen wie Speichern laufen unter „Engage-through“.
  • Neue Werbeplätze: Threads seit Januar 2026 weltweit, WhatsApp-Status wird schrittweise eingeführt, auch in Europa.
  • In der EU laufen seit Oktober 2025 keine politischen und gesellschaftspolitischen Anzeigen mehr. Für Januar 2026 hat Meta dort eine neue Wahl für weniger personalisierte Werbung zugesagt.

Meta Ads 2026 im Überblick: Was sich verändert hat

Die Richtung ist bei fast allen Änderungen gleich: Meta nimmt Handarbeit aus dem Werbekonto und überlässt mehr Entscheidungen der eigenen KI. Gleichzeitig ziehen die Regeln in der EU an. Für kleine Unternehmen heißt das: weniger einstellen, aber genauer hinschauen, was die Automatik macht. Die Neuerungen fallen in sechs Bereiche.

Automatik

Bei Leads-Kampagnen ist Advantage+ voreingestellt.

KI-Gestaltung

Meta verändert Bilder und Texte, teils standardmäßig.

Zielgruppen

Weniger Interessen, keine Ausschlüsse im detaillierten Targeting.

Messung

Neue Klick-Definition und neue Spalte „Engage-through“.

Werbeplätze

Threads und WhatsApp-Status kommen dazu.

EU-Regeln

Neue Wahl für Nutzer, keine politischen Anzeigen.

Neue Nutzungsbedingungen ab 30. Oktober 2026

Ganz oben auf den Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads steht derzeit ein Hinweis: Meta aktualisiert die Bedingungen, die Änderungen treten am 30. Oktober 2026 in Kraft. Dasselbe gilt für die Meta-Bedingungen für die gewerbliche Nutzung. Self-Serve Ads sind alle Anzeigen, die du selbst im Werbeanzeigenmanager oder über „Beitrag bewerben“ buchst, also genau das, was kleine Unternehmen nutzen.

Ich habe die Vorschau der neuen Fassung mit der aktuellen verglichen. Drei Punkte fallen auf:

  • KI-Funktionen: Neu ist ein eigener Absatz. Darin steht, dass KI-Funktionen Fehler machen und nicht immer korrekte, vollständige oder geeignete Ergebnisse liefern. Für die Risiken und die daraus entstandene Anzeigengestaltung bist laut Text allein du verantwortlich.
  • Wasserzeichen: Wasserzeichen oder andere Metadaten zur Authentifizierung von KI-generierten Inhalten aus der Anzeigengestaltung darfst du nicht ändern oder entfernen.
  • Zugriff auf deine Website: Schon heute darf Meta die Inhalte deiner Domains indexieren und analysieren. Die neue Fassung beschreibt das genauer, nennt automatisierte Software wie Crawler und erlaubt ausdrücklich, Test-Anmeldedaten zu erstellen. Inhalte dürfen genutzt werden, um Produkte zu entwickeln, zu verbessern, zu erforschen und zu trainieren.
Hinweis auf der Seite der Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads: Aktualisierung tritt am 30. Oktober 2026 in Kraft
Der Hinweis auf Metas Bedingungsseite: Die neuen Nutzungsbedingungen gelten ab dem 30. Oktober 2026 (markiert).Screenshot: Meta, Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads

Für die Praxis heißt das vor allem: Wer KI-Varianten von Meta zulässt, sollte sie vor dem Start ansehen. Steht in einer automatisch erzeugten Anzeige etwas Falsches über dein Angebot, kannst du dich nicht auf Meta berufen. Das ist meine Lesart des Textes, keine Rechtsberatung. Bei Fragen zu deinen Verträgen hilft ein Anwalt.

Keine Zustimmung nötig

Laut Hinweis gelten die neuen Bedingungen ab dem 30. Oktober 2026. Wer danach weiter Anzeigen schaltet, arbeitet unter der neuen Fassung. Lies die Vorschau deshalb vorher einmal selbst.

Advantage+: Automatik ist die neue Grundeinstellung

Advantage+ ist Metas Sammelbegriff für automatisierte Kampagnen. Statt Zielgruppe, Platzierung und Budget von Hand festzulegen, entscheidet die KI. Auf der Seite zu Advantage+-Leads-Kampagnen schreibt Meta, dass Advantage+ im Werbeanzeigenmanager die Standardeinstellung für Kampagnen mit dem Ziel „Leads“ ist. Dann sind Advantage+ Audience, Advantage+-Platzierungen und das Advantage+-Kampagnenbudget automatisch aktiv. Laut Meta lagen die Kosten pro Lead dort im Durchschnitt 14 % niedriger; wie und über welchen Zeitraum das gemessen wurde, steht auf der Seite nicht.

Bei den Advantage+-Platzierungen nennt Meta ein Experiment, in dem Anzeigengruppen damit im Durchschnitt 11,7 % niedrigere Kosten pro Handlung erzielten als mit manuellen Platzierungen. Das sind Metas eigene Zahlen. Für ein Handwerksunternehmen mit kleinem Budget sagt der Durchschnitt wenig. Entscheidend ist, ob die Anfragen aus deinem Konto passen.

Laut einem Bericht des Fachmediums PPC Land vom August 2026 sehen einzelne Werbekonten die Platzierungsauswahl in der Anzeigengruppe gar nicht mehr. Eine offizielle Ankündigung von Meta dazu habe ich nicht gefunden. Sicher ist: Wer bestimmte Werbeplätze grundsätzlich nicht nutzen will, kann das über Einschränkungen auf Kontoebene festlegen. Diese gelten laut Meta für alle Kampagnen im Werbekonto, auch wenn KI-Einstellungen wie Advantage+ Audience oder Advantage+-Platzierungen aktiv sind. Meta weist darauf hin, dass die Funktion schrittweise eingeführt wird.

Mein Tipp

Lege Ausschlüsse, die für dein Geschäft wirklich wichtig sind, auf Kontoebene fest, zum Beispiel ein Mindestalter oder Werbeplätze, die du nicht willst. Dann greifen sie auch, wenn eine neue Kampagne mit Advantage+ startet. Das ist sicherer als in jeder Kampagne neu daran zu denken.

KI in der Anzeigengestaltung: Was standardmäßig an ist

Die Advantage+-Anzeigengestaltung erstellt aus deinen Bildern und Videos veränderte Versionen. Meta schreibt dazu wörtlich: „Einige Optimierungen sind standardmäßig aktiviert, aber du kannst sie jederzeit deaktivieren.“ Hochgeladene Medien und Texte werden möglicherweise angepasst. Die Liste der Optimierungen ist lang, viele sind mit „KI“ gekennzeichnet, etwa Textgenerierung, Hintergrundgenerierung, Bildgenerierung, Übersetzungen oder Musik.

Meta-Hilfebereich: Hinweis, dass einige Optimierungen der Advantage+-Anzeigengestaltung standardmäßig aktiviert sind
Meta sagt es selbst: Einige KI-Optimierungen sind von Anfang an an (markiert).Screenshot: Meta Hilfebereich für Unternehmen

Zusammen mit den neuen Bedingungen ergibt sich ein klares Bild: Meta darf deine Anzeige verändern, die Verantwortung für das Ergebnis bleibt bei dir. Bei einem Malerbetrieb ist ein generierter Hintergrund vielleicht harmlos. Bei einer Arztpraxis, einer Kanzlei oder bei Preisangaben kann ein umformulierter Text schnell zum Problem werden. Wie Meta KI-Bilder kennzeichnet und was der AI Act verlangt, habe ich im Beitrag KI-Bilder kennzeichnen zusammengefasst.

Meta AI im Werbeanzeigenmanager: was im Oktober angekündigt wurde

Auf der Advertising Week in New York hat Meta am 6. Oktober 2026 neue KI-Funktionen vorgestellt. Wichtig ist der Status, denn vieles ist noch nicht für alle da:

  • Customer Lifecycle Strategy: laut Meta jetzt für alle Werbetreibenden verfügbar. Du markierst eine Kampagne als Neukundengewinnung und bekommst Vorschläge, bestehende Kunden auszuschließen.
  • Videos aus Bildern: Advantage+ creative erstellt aus vorhandenen Bildern Videos. Laut Meta allgemein verfügbar.
  • Zielgruppen in eigenen Worten beschreiben: Du beschreibst deinen Wunschkunden in normaler Sprache, der Werbeanzeigenmanager schlägt passende Zielgruppen vor. Das soll bis Ende des Jahres im detaillierten Targeting verfügbar sein.
  • Meta AI Business Assistant: Kampagnen per Chat planen, Budgets und Targeting ändern. Meta beginnt laut Beitrag erst, diese Funktionen zu testen.
Meta for Business: Ankündigung zur KI-gestützten Zielgruppensuche im detaillierten Targeting bis Ende 2026
Aus Metas Beitrag zur Advertising Week 2026: Die KI-Zielgruppensuche soll bis Jahresende kommen (markiert).Screenshot: Meta for Business

Schon im August hat Meta neue Funktionen von Meta AI für kleine Unternehmen angekündigt, etwa die Auswertung von Kampagnen und Hinweise, wo das Budget besser arbeiten könnte. Der KI-Agent Muse for Small Business kann Werbekonten verbinden und Kampagnen entwerfen, veröffentlicht laut Meta aber nichts ohne deine Freigabe. Muse wurde zunächst in den USA und Kanada eingeführt. Für Deutschland nennt Meta in den Beiträgen keinen Termin.

Meine Einschätzung: Die Werkzeuge machen das Anlegen schneller. Ob eine Kampagne die richtigen Kunden bringt, hängt aber weiter an Angebot, Zielseite und sauberer Messung. Das kann dir kein Assistent abnehmen, der dein Geschäft nicht kennt.

Zielgruppen: weniger Stellschrauben im detaillierten Targeting

Meta hat das detaillierte Targeting in zwei Schritten verkleinert, das zeigt die Hilfeseite Updates zum detaillierten Targeting. Seit dem 31. März 2025 im Werbeanzeigenmanager und seit dem 10. Juni 2025 beim Bewerben von Beiträgen sind Ausschlüsse im detaillierten Targeting nicht mehr möglich. Ab dem 23. Juni 2025 hat Meta außerdem viele Interessen zu größeren Gruppen zusammengefasst. Alte Kampagnen mit betroffenen Interessen liefen noch bis zum 15. Januar 2026, danach stoppt Meta die Auslieferung, wenn die Optionen nicht ersetzt wurden.

Meta-Hilfebereich: Hinweis, dass Kampagnen mit zusammengefassten Interessen ab dem 15. Januar 2026 nicht mehr ausgeliefert werden
Die Frist ist abgelaufen: Seit dem 15. Januar 2026 laufen Anzeigengruppen mit alten Interessen nicht mehr aus (markiert).Screenshot: Meta Hilfebereich für Unternehmen

Gerade bei älteren Konten lohnt ein Blick: Gibt es Anzeigengruppen, die seit Januar still stehen, ohne dass es jemand gemerkt hat? Ausschließen kannst du weiter über Custom Audiences, zum Beispiel deine Kundenliste, und über die Einschränkungen auf Kontoebene.

Messung: Klick heißt jetzt Linkklick

Am 3. März 2026 hat Meta eine neue Klick-Attribution angekündigt. Der Start sollte laut Meta noch im März 2026 beginnen, schrittweise und für Kampagnen, die auf Website- oder In-Store-Conversions optimieren. Die wichtigsten Punkte:

  • Als Klick-Conversion zählt nur noch, wer vorher auf einen Link geklickt hat.
  • Conversions nach Teilen, Speichern oder anderen Interaktionen ohne Linkklick laufen unter dem neuen Namen „Engage-through“ (vorher „Engaged-view“).
  • Ein Video gilt schon nach 5 statt nach 10 Sekunden als intensiv angesehen.
  • An der Abrechnung ändert sich laut Meta nichts.
Meta for Business: Ankündigung, dass Klick-Attribution künftig nur noch Linkklicks umfasst
Meta definiert Klick-Conversions neu: nur noch nach Linkklicks (markiert).Screenshot: Meta for Business

Meta begründet das damit, dass die Zahlen dann besser zu Werkzeugen wie Google Analytics passen. Für dich bedeutet es: Wenn die Klick-Conversions seit dem Frühjahr gesunken sind, muss die Kampagne nicht schlechter geworden sein. Schau dir dann die Spalte für Engage-through dazu an. Zusätzlich bietet Meta die inkrementelle Attribution an, die per Modell schätzt, welche Conversions wirklich auf eine Anzeige zurückgehen.

Auf meiner eigenen Website läuft der Meta-Pixel über den Google Tag Manager und erst nach Einwilligung im Cookie-Banner. Ohne saubere Einwilligung und Messung helfen dir die neuen Spalten wenig. Warum das so wichtig ist, erkläre ich im Beitrag zum Consent Mode v2. Wie Pixel und Conversions API zusammenspielen, steht im Beitrag Meta Pixel und Conversions API.

Neue Werbeplätze: Threads und WhatsApp-Status

Am 21. Januar 2026 hat Meta angekündigt, Anzeigen auf Threads ab der Folgewoche für Nutzer in allen Märkten auszurollen, mit zunächst geringer Anzeigenmenge. Wichtig: Meta fügt Threads-Platzierungen laut Beitrag automatisch zu Advantage+-Kampagnen und manuellen Kampagnen hinzu. Unterstützt werden Bild, Video und Karussell, dazu das Format 4:5.

Auch der WhatsApp-Status ist inzwischen eine Platzierung. In Metas Übersicht der Anzeigenplatzierungen steht: „WhatsApp-Status: Deine Anzeigen werden im WhatsApp-Status angezeigt.“ Laut WhatsApp-Hilfe werden Anzeigen in Status und Kanälen schrittweise eingeführt und sind möglicherweise noch nicht in jeder Region verfügbar. Persönliche Chats bleiben laut WhatsApp werbefrei und Ende-zu-Ende-verschlüsselt.

Meta-Hilfebereich: Liste der Anzeigenplatzierungen mit dem Eintrag WhatsApp-Status
WhatsApp-Status steht in Metas Liste der Werbeplätze (markiert).Screenshot: Meta Hilfebereich für Unternehmen

Für die Region Europa hat WhatsApp eine eigene Wahl eingeführt: Nutzer können Status und Kanäle mit einem Abo ohne Werbung nutzen oder kostenlos mit Werbung, so die WhatsApp-Hilfe zur Werbung in der EU. Wer Werbung wählt, kann sich zusätzlich für weniger stark personalisierte Werbung entscheiden. Die Reichweite im Status ist für Werbetreibende in Deutschland deshalb schwer vorherzusagen.

WhatsApp-Hilfebereich: neue Wahl in Europa zwischen Abo ohne Werbung und kostenloser Nutzung mit Werbung
In Europa können WhatsApp-Nutzer Status und Kanäle auch ohne Werbung im Abo nutzen (markiert).Screenshot: WhatsApp Hilfebereich

Ob Threads oder WhatsApp-Status für dich passen, zeigt nur die Auswertung nach Platzierung. Ich würde bei kleinem Budget nicht jeden neuen Werbeplatz einzeln testen, sondern nach ein paar Wochen in der Aufschlüsselung prüfen, ob dort Anfragen entstehen oder nur günstige Impressionen.

EU-Regeln: weniger personalisierte Werbung und keine politischen Anzeigen

Die EU-Kommission hat am 8. Dezember 2025 mitgeteilt, dass Meta Nutzern in der EU eine neue Wahl anbietet: alle Daten teilen und voll personalisierte Werbung sehen, oder weniger Daten teilen und weniger personalisierte Werbung bekommen. Meta sollte diese Optionen im Januar 2026 anzeigen. Hintergrund ist der Digital Markets Act, das EU-Gesetz für große Plattformen.

Wie stark das wirkt, hat Meta im Juli 2025 selbst beschrieben: Die weniger personalisierte Werbung nutze fast 90 % weniger Daten und erziele 70 % weniger Onsite- und 61 % weniger Offsite-Conversions als personalisierte Werbung. Wie diese frühen Werte erhoben wurden, nennt Meta nicht. Es ist Metas eigene Darstellung in einem Streit mit der Kommission. Für dich heißt es trotzdem: Ein Teil deiner Zielgruppe in der EU ist mit Anzeigen schwerer gezielt zu erreichen.

Seit dem 6. Oktober 2025 liefert Meta in der EU außerdem keine Anzeigen zu Politik, Wahlen und gesellschaftlich relevanten Themen mehr aus. Meta begründet das mit der neuen EU-Verordnung über politische Werbung (TTPA). Das betrifft nicht nur Parteien. Auch Unternehmen, Vereine und Verbände können betroffen sein, wenn eine Anzeige ein gesellschaftlich relevantes Thema aufgreift. Was Meta darunter versteht, steht in den Werberichtlinien.

Meta Newsroom: Beitrag über das Ende politischer, wahlbezogener und gesellschaftspolitischer Werbung in der EU
Metas Ankündigung vom 25. Juli 2025, aktualisiert am 6. Oktober 2025: In der EU laufen keine solchen Anzeigen mehr.Screenshot: Meta Newsroom

Was ich jetzt in jedem Meta-Werbekonto prüfen würde

Aus den Änderungen ergibt sich eine kurze Liste. Sie dauert in einem kleinen Konto weniger als eine Stunde:

  1. 1

    Bedingungen lesen

    Die Vorschau der Self-Serve-Ads-Bedingungen vor dem 30. Oktober 2026 einmal selbst durchgehen.

  2. 2

    KI-Optimierungen prüfen

    In jeder aktiven Anzeige ansehen, welche Optimierungen der Anzeigengestaltung an sind, und die Vorschau kontrollieren.

  3. 3

    Kontoebene festlegen

    Mindestalter, Länder und unerwünschte Werbeplätze über die Einschränkungen auf Kontoebene setzen.

  4. 4

    Stillstand suchen

    Alte Anzeigengruppen mit Warnhinweis zum detaillierten Targeting finden und ersetzen oder beenden.

  5. 5

    Zahlen neu lesen

    Im Bericht Klick- und Engage-through-Conversions getrennt ansehen, bevor du eine Kampagne abschaltest.

  6. 6

    Platzierungen auswerten

    Nach Platzierung aufschlüsseln: Bringen Threads oder WhatsApp-Status echte Anfragen?

Wenn du dabei Unterstützung willst: Ich betreue Social Media Ads für kleine und mittlere Unternehmen und schaue mir dein Konto gerne an.

Häufige Fragen zu Meta Ads 2026

Muss ich den neuen Bedingungen von Meta zustimmen?

Laut Hinweis auf der Bedingungsseite treten die neuen Nutzungsbedingungen für Self-Serve Ads am 30. Oktober 2026 in Kraft. Wer danach weiter Anzeigen über die Self-Serve-Werkzeuge bucht, nutzt sie unter der neuen Fassung. Bei rechtlichen Fragen zu deinem Fall hilft ein Anwalt.

Kann ich die KI-Optimierungen bei Meta abschalten?

Ja. Meta schreibt in der Hilfe, dass einige Optimierungen der Advantage+-Anzeigengestaltung standardmäßig aktiviert sind, du sie aber jederzeit deaktivieren kannst. Das geht beim Erstellen oder Bearbeiten der Anzeige.

Kann ich Werbeplätze wie Threads oder das Audience Network ausschließen?

Wo du manuelle Platzierungen nutzen kannst, wählst du einzelne Werbeplätze in der Anzeigengruppe ab. Dauerhaft für das ganze Konto geht es über die Einschränkungen auf Kontoebene in den Werbeeinstellungen. Meta führt diese Funktion laut Hilfe schrittweise ein.

Meta-Hilfebereich: Einschränkungen auf Kontoebene für Altersgrenzen, Länder und Platzierungen gelten für alle Kampagnen
Einschränkungen auf Kontoebene gelten für alle Kampagnen im Werbekonto (markiert).Screenshot: Meta Hilfebereich für Unternehmen

Gibt es Werbung im WhatsApp-Status auch in Deutschland?

WhatsApp-Status ist in Metas Liste der Werbeplätze aufgeführt. Laut WhatsApp-Hilfe wird die Werbung schrittweise eingeführt und ist möglicherweise noch nicht überall verfügbar. Für die Region Europa gibt es eine eigene Wahl mit Abo ohne Werbung.

Warum zeigt Meta weniger Klick-Conversions als früher?

Seit März 2026 stellt Meta schrittweise um: Bei Website- und In-Store-Conversions zählt als Klick nur noch ein Linkklick. Conversions nach Interaktionen wie Speichern oder Teilen stehen jetzt unter Engage-through. Die Abrechnung bleibt laut Meta gleich.

Darf ich in der EU noch Anzeigen zu gesellschaftlichen Themen schalten?

Nein. Seit dem 6. Oktober 2025 liefert Meta in der EU keine Anzeigen zu Politik, Wahlen und gesellschaftlich relevanten Themen mehr aus. Eine Ausnahme nennt Meta für Hinweise von Wahlbehörden zum Ablauf von Wahlen.

Fazit

Meta Ads werden 2026 einfacher anzulegen und schwerer zu durchschauen. Die KI übernimmt Zielgruppe, Platzierung und Gestaltung, die neuen Bedingungen legen die Verantwortung für das Ergebnis aber klar zu dir. Wer jetzt einmal die Grundeinstellungen auf Kontoebene setzt, die KI-Optimierungen kontrolliert und die neuen Messspalten versteht, behält den Überblick. Und vor dem 30. Oktober 2026 lohnt sich ein Blick in die neuen Bedingungen.

Quellen

Jan Philipps

Über den Autor

Jan Philipps

Freiberuflicher Spezialist für SEO, GEO & Google Ads, über 10 Jahre Erfahrung und offizieller Google Partner. Hier schreibe ich über das, was im Tagesgeschäft wirklich funktioniert.

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