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Jan Philipps – Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

Glossar · Kosten & Kennzahlen

CPA — Cost per Acquisition

Kosten pro Abschluss — Werbekosten, bis aus einem Interessenten ein Kunde wird.

Was bedeutet CPA?

CPA („Cost per Acquisition") sind die Werbekosten pro tatsächlichem Abschluss — also pro Kauf oder gewonnenem Auftrag, nicht nur pro Anfrage.

Der CPA liegt naturgemäß höher als der CPL, weil nicht jede Anfrage zum Abschluss führt. Er ist die ehrlichste Kosten-Kennzahl: Solange Ihr CPA unter dem Gewinn pro Kunde liegt, verdient die Werbung Geld.

Praxisbeispiel

So wird der CPA berechnet

800 € Werbekosten
16 Abschlüsse
50 € CPA

Führen 800 € Werbebudget zu 16 Verkäufen, kostet jeder Abschluss 50 €.

Den CPA berechnen Sie, indem Sie das gesamte Werbebudget durch die Zahl der gewonnenen Kunden teilen. Voraussetzung ist, dass nicht nur Anfragen, sondern auch Abschlüsse zurückgemeldet werden — bei längeren Verkaufsprozessen oft erst Wochen später. Genau diese Rückführung der Abschlüsse in die Auswertung ist anspruchsvoll, aber entscheidend: Erst sie zeigt, welche Kampagnen nicht nur Anfragen, sondern zahlende Kunden bringen.

Der CPA ist eng mit der Abschlussquote verknüpft: Verdoppelt sich die Quote, halbiert sich der CPA bei gleichem Budget — ganz ohne Änderung an der Werbung. Deshalb liegt ein großer Hebel oft im Vertrieb und in der Angebotsphase, nicht nur im Marketing. Die Grenze zur Wirtschaftlichkeit zieht der Kundenwert: Solange der CPA unter dem Deckungsbeitrag pro Kunde liegt, lohnt sich jede weitere Akquise.

Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Betrieb gibt in einem Monat 4.000 Euro für Werbung aus und gewinnt daraus 8 neue Kunden, was einem CPA von 500 Euro entspricht. Die 4.000 Euro brachten allerdings 40 Anfragen, von denen nur jede fünfte zum Auftrag wurde. Verbessert der Betrieb allein die Nachfassreaktion und schließt künftig 12 statt 8 dieser Anfragen ab, sinkt der CPA bei unverändertem Budget auf rund 333 Euro. An der Werbung selbst wurde dabei nichts geändert, nur an der Bearbeitung der bereits vorhandenen Anfragen.

Eine häufige Verwechslung betrifft CPA und ROAS oder den reinen Klickpreis. Der Klickpreis sagt nur, was der Weg auf die Seite kostet, nicht, ob am Ende ein Kunde entsteht; eine Kampagne mit teuren Klicks kann trotzdem den niedrigsten CPA liefern, wenn sie gut abschließt. Wichtig ist außerdem, den Betrachtungszeitraum passend zu wählen: Bei langen Verkaufszyklen wirkt der CPA zu hoch, solange die späteren Abschlüsse noch nicht zurückgemeldet sind. Wer zu früh urteilt, stoppt mitunter Kampagnen, die sich mit etwas Verzögerung als die profitabelsten erweisen.

Wissenswertes rund um CPA

Ziel-CPA als Gebotsstrategie

In Google Ads lässt sich ein Ziel-CPA vorgeben (Target CPA): Der Algorithmus steuert die Gebote automatisch so, dass Abschlüsse im Schnitt zu diesem Preis entstehen. Damit das zuverlässig funktioniert, braucht das System genügend Conversion-Daten — als Faustregel etwa 15 bis 30 Abschlüsse pro Monat.

CPA ist nicht gleich CAC

Der CPA misst meist nur die Werbekosten pro Abschluss innerhalb einer Plattform. Der CAC (Customer Acquisition Cost) rechnet umfassender: Er enthält auch Personal, Tools und Vertriebsaufwand. Der echte CAC liegt daher fast immer höher als der in Google Ads angezeigte CPA.

Kanäle mit sehr unterschiedlichem CPA

Suchanzeigen treffen Menschen mit akutem Bedarf und liefern deshalb oft den niedrigsten CPA. Display- oder Social-Kampagnen zur Bekanntheit erreichen Nutzer früher im Entscheidungsprozess — der CPA wirkt dort höher, obwohl diese Kontakte spätere Abschlüsse mit vorbereiten.

Attribution verschiebt den CPA

Wie hoch der CPA eines Kanals ausfällt, hängt vom Attributionsmodell ab. Bei „Last Click" bekommt nur der letzte Kontakt vor dem Abschluss die Gutschrift, datengetriebene Modelle verteilen sie über mehrere Berührungspunkte. Derselbe Kanal kann so je nach Zählweise günstig oder teuer aussehen.

Häufige Fragen zu CPA

Was ist der Unterschied zwischen CPA und CPL?
Der CPL misst die Kosten pro Anfrage, der CPA die Kosten pro tatsächlichem Abschluss. Da nicht jede Anfrage zum Auftrag wird, liegt der CPA immer höher. Der CPA ist die ehrlichere Kennzahl, weil er nur zahlende Kunden zählt, nicht bloß Interessenten.
Wie hoch darf mein CPA sein?
Maßgeblich ist der Gewinn pro Kunde. Solange der CPA unter dem Deckungsbeitrag liegt, verdient die Werbung Geld. Bei Stammkunden mit wiederkehrenden Aufträgen darf der CPA höher sein, weil sich die Akquise über den gesamten Kundenwert rechnet, nicht nur über den ersten Auftrag.
Wie senke ich den CPA, ohne das Budget zu kürzen?
Der oft übersehene Hebel ist die Abschlussquote: Wer aus mehr Anfragen Aufträge macht, senkt den CPA automatisch. Dazu kommen ein niedrigerer CPL durch bessere Kampagnen und Landingpages sowie das Aussortieren unpassender Zielgruppen, die zwar anfragen, aber selten abschließen.
Wie führe ich Abschlüsse aus einem langen Verkaufsprozess in den CPA zurück?
Am besten verknüpfen Sie Ihre Anfragen mit einem einfachen CRM und markieren dort, welche Anfrage später zum Auftrag wurde. Wenn Sie zusätzlich festhalten, aus welcher Kampagne oder welchem Keyword die Anfrage kam, lässt sich der Abschluss der richtigen Quelle zuordnen. Google Ads erlaubt es, solche verzögerten Conversions auch nachträglich zu importieren. So sehen Sie den echten CPA je Kanal, auch wenn zwischen Klick und Auftrag Wochen liegen.
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