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Jan Philipps – Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

Glossar · Kosten & Kennzahlen

CPM — Cost per Mille

Kosten pro 1.000 Einblendungen Ihrer Anzeige.

Was bedeutet CPM?

CPM steht für „Cost per Mille" — die Kosten für 1.000 Einblendungen (Impressionen) einer Anzeige. „Mille" ist lateinisch für tausend.

CPM ist vor allem bei Reichweiten- und Bekanntheits-Kampagnen relevant (z. B. Social Ads), wo es ums Gesehen-werden geht. Bei Anfragen-Kampagnen schaut man eher auf CPL und CPA.

Praxisbeispiel

So wird der CPM berechnet

50 € Kosten
10.000 Einblendungen
1.000 je 1.000
5 € CPM

CPM sind die Kosten für 1.000 Einblendungen — hier 5 € pro 1.000 Impressionen.

Beim CPM zahlen Sie für Sichtbarkeit, nicht für Reaktionen: Abgerechnet werden 1.000 Auslieferungen der Anzeige, unabhängig davon, ob jemand klickt. Dieses Modell ist typisch für Branding-Kampagnen auf Plattformen wie Meta, YouTube oder im Display-Netzwerk, wo es darum geht, eine Marke bei einer breiten Zielgruppe bekannt zu machen. Der CPM hängt stark von der Zielgruppe ab — schmale, stark umworbene Zielgruppen treiben den Tausenderkontaktpreis nach oben.

Der häufigste Fehler ist, den CPM mit Erfolg gleichzusetzen. Ein niedriger CPM bedeutet nur günstige Reichweite, nicht zwangsläufig Wirkung — die Anzeige kann millionenfach ausgeliefert werden, ohne ein einziges Geschäft anzustoßen. Bei direkt erfolgsorientierten Kampagnen ist deshalb der CPL oder CPA die relevantere Kennzahl. Der CPM eignet sich, um die Effizienz der Auslieferung zu beurteilen, nicht den geschäftlichen Ertrag.

Ein Beispiel aus der Praxis: Bei einem CPM von 8 Euro kostet es 8 Euro, die Anzeige 1.000-mal auszuspielen. Mit einem Budget von 400 Euro entstehen so rund 50.000 Auslieferungen. Klicken davon 0,8 Prozent, sind das etwa 400 Klicks, und der rechnerische Klickpreis liegt bei rund einem Euro. An diesem Beispiel wird deutlich, dass der CPM nur den Einkauf der Reichweite beschreibt, während sich der geschäftliche Erfolg erst weiter unten im Trichter entscheidet, nämlich bei Klick- und Anfragenraten.

Häufig werden CPM und CPC durcheinandergebracht, weil beide als Preis pro etwas erscheinen. Der CPM misst die Kosten je tausend Einblendungen und damit den Einkauf von Sichtbarkeit, der CPC dagegen die Kosten je Klick und damit den Einkauf einer konkreten Reaktion. Viele Plattformen rechnen technisch über den CPM ab und zeigen den effektiven CPC nur als abgeleiteten Vergleichswert an. Wer beide Kennzahlen sauber trennt, versteht besser, ob ein teures Ergebnis an der Reichweite oder an einer schwachen Klickrate liegt.

Wissenswertes rund um CPM

Abrechnung nach Sichtbarkeit

Beim CPM zahlen Sie fürs Gesehen-werden, nicht fürs Klicken. Das lohnt bei Bekanntheits- und Reichweiten-Zielen — wer dagegen Anfragen will, fährt mit CPC (pro Klick) meist berechenbarer.

Zielgruppe treibt den Preis

Der CPM steigt stark mit der Enge und dem Wert der Zielgruppe: Entscheider, B2B-Nischen oder kaufkräftige Regionen kosten pro tausend Einblendungen ein Vielfaches breiter Zielgruppen.

Saisonale Preisspitzen

Rund um Black Friday, Weihnachten und Wahlkampfphasen steigt die Konkurrenz um Werbeplätze — der CPM kann sich im Q4 gegenüber dem Sommer spürbar erhöhen, bei gleicher Anzeige.

CPM allein sagt wenig

Ein niedriger CPM ist kein Erfolg, wenn niemand reagiert. Erst zusammen mit CTR und Conversion-Rate zeigt sich, ob billige Reichweite auch tatsächlich in Anfragen oder Umsatz mündet.

Format verschiebt den CPM

Videoanzeigen und Platzierungen im Feed haben oft einen höheren CPM als klassische Banner, liefern dafür aber mehr Aufmerksamkeit pro Einblendung — der Vergleich lohnt nur bei gleicher Qualität des Kontakts.

Häufige Fragen zu CPM

Wann ist CPM sinnvoller als CPC?
CPM lohnt sich bei Reichweiten- und Bekanntheitszielen, bei denen es ums Gesehen-werden geht, etwa beim Markenaufbau. CPC passt besser, wenn Sie konkrete Klicks und Reaktionen wollen. Viele Plattformen rechnen ohnehin intern über CPM ab und weisen den effektiven CPC nur zum Vergleich aus.
Was ist ein guter CPM?
Das schwankt stark nach Plattform, Zielgruppe und Saison. Breite Zielgruppen sind günstig, eng umworbene Nischen oder das Weihnachtsgeschäft teuer. Ein niedriger CPM allein sagt aber wenig aus — entscheidend ist, ob die erreichten Menschen zur Zielgruppe gehören und die Botschaft wirkt.
Bedeutet ein hoher CPM, dass die Kampagne schlecht läuft?
Nicht unbedingt. Ein hoher CPM kann auf eine wertvolle, eng definierte Zielgruppe hindeuten, die schwerer zu erreichen ist. Beurteilen Sie den CPM immer im Zusammenhang mit dem Ziel: Bei Branding zählt die Qualität der Reichweite, bei Anfragen ohnehin eher CPL und CPA.
Wie berechne ich den CPM selbst?
Teilen Sie die Kosten der Auslieferung durch die Zahl der Einblendungen und multiplizieren Sie das Ergebnis mit 1.000. Bei 200 Euro Kosten und 40.000 Einblendungen ergibt sich also ein CPM von 5 Euro. Umgekehrt können Sie mit einem geschätzten CPM abschätzen, wie viel Reichweite ein bestimmtes Budget bringt. So planen Sie Kampagnen realistischer, statt nur auf das Gesamtbudget zu schauen.
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