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Glossar · BWL & Finanzen

DB2 — Deckungsbeitrag 2

DB1 minus die direkt zurechenbaren Fixkosten eines Produkts oder Bereichs.

Was bedeutet DB2?

Der DB2 (Deckungsbeitrag 2) ist die zweite Stufe: Vom DB1 werden die Fixkosten abgezogen, die sich einem Produkt, einer Produktgruppe oder einem Bereich direkt zurechnen lassen (z. B. eine Maschine nur für dieses Produkt).

So sieht man, ob ein einzelnes Produkt/Segment nach seinen Einzelkosten noch positiv beiträgt. Weitere Stufen (DB3 usw.) ziehen Schritt für Schritt übergeordnete Fixkosten ab, bis am Ende der Gewinn steht.

Der DB2 wird interessant, sobald ein Unternehmen mehrere Produkte, Standorte oder Vertriebskanäle führt. Indem die direkt zurechenbaren Fixkosten abgezogen werden, lässt sich beurteilen, ob ein einzelnes Segment für sich genommen trägt oder vom Rest quersubventioniert wird. Im Marketing hilft das, Budgets ehrlich zuzuordnen: Ein Kanal mit hohem Umsatz, aber negativem DB2, bindet eigene Kosten, die er selbst nicht erwirtschaftet.

Ein typischer Fehler ist die Zuordnung von Kosten, die in Wahrheit nicht eindeutig zurechenbar sind. Werden anteilige Gemeinkosten in den DB2 gezogen, verliert die Kennzahl ihre Aussagekraft. Sauber gehört in den DB2 nur, was bei Wegfall des Produkts oder Bereichs tatsächlich entfiele. Abzugrenzen ist der DB2 von den weiteren Stufen, die übergeordnete Fixkosten schrittweise abziehen, bis am Ende der Betriebsgewinn steht.

Häufige Fragen zu DB2

Welche Kosten gehören in den DB2?
In den DB2 fließen nur Fixkosten, die sich einem Produkt, einer Produktgruppe oder einem Bereich direkt zurechnen lassen, etwa eine Maschine oder ein Mitarbeiter ausschließlich für dieses Segment. Allgemeine Gemeinkosten wie die Geschäftsführung bleiben außen vor und werden erst in späteren Stufen abgezogen.
Wann ist der DB2 aussagekräftiger als der DB1?
Immer dann, wenn Sie beurteilen wollen, ob ein einzelnes Produkt oder Segment auch seine eigenen Fixkosten erwirtschaftet. Der DB1 ignoriert diese, der DB2 bezieht sie ein und zeigt damit ein realistischeres Bild der Eigenwirtschaftlichkeit eines Bereichs.
Was bedeutet ein negativer DB2?
Ein negativer DB2 heißt, dass ein Produkt oder Bereich nicht einmal seine direkt zurechenbaren Fixkosten deckt. Das ist ein deutliches Warnsignal: Solche Segmente belasten das Gesamtergebnis und gehören auf den Prüfstand, etwa hinsichtlich Preis, Kostenstruktur oder Fortführung.
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