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Jan Philipps, Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign

Glossar · SEA

Context Hints, einfach erklärt

Die Beschreibung des Gesprächs, in dem eine ChatGPT-Anzeige auftauchen soll, statt einer Keyword-Liste.

Was bedeutet Context Hints?

Context Hints sind die Steuerung von Anzeigen in ChatGPT. Statt eine Liste von Suchbegriffen zu hinterlegen, beschreiben Sie in normaler Sprache die Situation, in der Ihre Anzeige erscheinen soll, zum Beispiel: jemand plant den Umzug in eine neue Wohnung und fragt nach Handwerkern.

Der Unterschied zu Keywords ist grundsätzlich. Ein Keyword trifft eine Eingabe, ein Context Hint trifft ein Anliegen. In der klassischen Suche tippen Menschen zwei bis vier Stichwörter, den Rest muss man erraten. In einem Chat steht das Problem bereits ausformuliert da, und genau darauf zielt diese Steuerung.

Praktisch heißt das: Es gibt keine exakte Übereinstimmung, keine ausschließenden Keywords im gewohnten Sinn und keine Match Types. Sie beschreiben das Umfeld, das System entscheidet, wann es passt. Wer seine bestehende Google-Ads-Struktur eins zu eins kopiert, verbrennt hier Budget.

Technisch ist ein Context Hint eine kurze Beschreibung in normaler Sprache, die das Gespräch umreißt, in dem eine Anzeige sinnvoll wäre. Sie hinterlegen keine Begriffe, die exakt getroffen werden müssen, sondern eine Situation. Das System liest das laufende Gespräch und entscheidet, ob es zu Ihrer Beschreibung passt. Damit verschiebt sich die Arbeit vom Sammeln und Sortieren von Suchbegriffen hin zum präzisen Formulieren dessen, wofür Sie eigentlich die richtige Antwort sind.

Der wichtigste Unterschied zu Keywords liegt in der Länge der Eingabe. In der klassischen Suche tippen Menschen zwei bis vier Stichwörter, der Rest muss erraten werden, und genau dafür gibt es Match Types, ausschließende Keywords und exakte Übereinstimmung. In einem Chat steht das Anliegen dagegen bereits ausformuliert da, oft über mehrere Sätze. Ein Context Hint greift dieses Anliegen auf, statt eine Eingabe zu treffen. Deshalb gibt es hier weder exakte Übereinstimmung noch Match Types im gewohnten Sinn.

Ein Beispiel: Ein Steuerberater, der Selbstständige betreut, hinterlegt in Google Ads Begriffe wie „Steuerberater Freiberufler" und schließt „Steuererklärung Student" aus. Als Context Hint beschreibt er stattdessen die Lage: jemand hat gerade ein Gewerbe angemeldet, ist unsicher wegen Umsatzsteuer und Vorauszahlungen und sucht jemanden, der das übernimmt. Das trifft auch Gespräche, in denen das Wort Steuerberater gar nicht vorkommt, weil die Person ihr Problem beschreibt statt einen Beruf zu nennen.

Der häufigste Fehler ist, die bestehende Google-Ads-Struktur eins zu eins zu übernehmen. Wer seine Anzeigengruppen samt Keyword-Listen kopiert, beschreibt am Ende Begriffe statt Situationen und verbrennt Budget. Ebenso wenig hilft eine sehr allgemeine Beschreibung, die auf fast jedes Gespräch passt: Sie erzeugt Klicks ohne Kaufabsicht. Praktisch bewährt hat sich, mehrere klar unterschiedliche Context Hints gegeneinander laufen zu lassen und getrennt auszuwerten, statt einen einzigen breiten zu formulieren. Dafür braucht es allerdings genug Budget, um überhaupt zu erkennen, welche Beschreibung trägt.

Häufige Fragen zu Context Hints

Sind Context Hints dasselbe wie Keywords?
Nein. Ein Keyword trifft eine Eingabe, ein Context Hint trifft ein Anliegen. Keywords arbeiten mit Match Types bis hin zur exakten Übereinstimmung und lassen sich über ausschließende Begriffe eingrenzen. Ein Context Hint beschreibt dagegen in normaler Sprache die Situation, in der Ihre Anzeige passen soll. Beide steuern Werbung, aber über völlig verschiedene Wege.
Kann ich bestimmte Gespräche ausschließen?
Nicht über ausschließende Keywords, wie Sie es aus Google Ads kennen. Die Steuerung läuft allein über die Beschreibung selbst: Je genauer Sie die Situation eingrenzen, in der Sie auftauchen wollen, desto weniger unpassende Gespräche erreichen Sie. Präzision in der Formulierung ersetzt hier die Negativliste.
Wie viele Context Hints brauche ich?
Mehrere, aber klar voneinander unterscheidbare. Ein einziger breiter Hint bringt Klicks ohne Kaufabsicht, zwanzig kleinteilige verteilen das Budget so weit, dass sich nichts auswerten lässt. Sinnvoll ist, mit einer Handvoll deutlich verschiedener Situationen zu starten und nach ein paar Wochen zu sehen, welche davon tatsächlich Anfragen bringt.
Was mache ich, wenn ein Hint nicht funktioniert?
Erst prüfen, ob überhaupt genug Daten vorliegen. Bei zu kleinem Budget kommen zu wenige Klicks zusammen, um eine Aussage zu treffen, dann ist nicht der Hint schuld, sondern die Datenbasis. Liegen genug Zahlen vor, hilft meist, die Beschreibung konkreter zu machen: weniger Branche, mehr Situation, also nicht wer Sie sind, sondern was die Person gerade vorhat.
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