Was bedeutet Retargeting?
Beim Retargeting (auch Remarketing) werden Menschen, die Ihre Website schon besucht haben, später gezielt mit Anzeigen erneut angesprochen.
Das ist besonders effizient, weil diese Personen Ihr Angebot schon kennen — die Abschlusswahrscheinlichkeit ist höher und die Kosten pro Anfrage oft niedriger.
Wirksames Retargeting lebt von Segmentierung statt Gießkanne: Wer nur den Warenkorb füllte, braucht eine andere Botschaft als jemand, der bloß die Startseite sah. Über Mindestverweildauern, ausgeschlossene Käufer und Frequenzbegrenzungen verhindern Sie, dieselben Menschen mit denselben Anzeigen zu überreizen. Sinnvoll ist auch ein zeitliches Fenster — die Wahrscheinlichkeit eines Abschlusses sinkt mit den Tagen, also lohnt es selten, Besucher monatelang zu verfolgen.
Datenschutzrechtlich ist Retargeting heikel: Es setzt in aller Regel eine Einwilligung über den Cookie-Banner voraus, ohne die keine Listen befüllt werden dürfen. Abzugrenzen ist es von der reinen Neukundenansprache, die kalte Zielgruppen erschließt. Ein typischer Fehler ist, Retargeting als alleinigen Kanal zu sehen — es verstärkt vorhandene Nachfrage, erzeugt aber keine neue. Ohne stetigen Zustrom neuer Besucher läuft die Zielgruppe schlicht leer.
Häufige Fragen zu Retargeting
- Ist Retargeting datenschutzkonform möglich?
- Ja, aber nur mit Einwilligung. Die Zielgruppen dürfen erst befüllt werden, wenn Nutzer dem Tracking über den Cookie-Banner zugestimmt haben. Ich richte das so ein, dass ohne Consent keine personenbezogenen Daten an Werbeplattformen fließen.
- Wirkt Retargeting wirklich besser als normale Anzeigen?
- Bei Personen, die Ihr Angebot schon kennen, ist die Abschlusswahrscheinlichkeit höher und der Preis pro Anfrage oft niedriger. Es ersetzt aber keine Neukundengewinnung, sondern holt vorhandenes Interesse ab — beides zusammen wirkt am stärksten.
- Wie vermeide ich, Besucher zu nerven?
- Über Frequenzbegrenzungen, ein begrenztes Zeitfenster und den Ausschluss bereits konvertierter Nutzer. So sehen Menschen Ihre Anzeige in passender Häufigkeit statt wochenlang dieselbe Werbung — das schützt Marke und Budget gleichermaßen.