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Jan Philipps – Freelancer für SEO, SEA, Google Ads & Webdesign
Performance Max im Zentrum, ringsum die Google-Kanäle Search, YouTube, Gmail, Shopping, Display, Discover und Maps

Google Ads

Google Performance Max: Aktuelle Updates & neue Features

Channel Reports, Suchthemen, AI Brief, AI Max - der laufend aktualisierte Überblick zu allen relevanten Performance-Max-Updates aus Freelancer-Sicht.

Inhaltsverzeichnis

Channel Reporting, Suchthemen, animierte Assets, AI Brief – Google baut Performance Max laufend um. Hier der praktische Überblick aus Freelancer-Sicht. Ich pflege diesen Beitrag regelmäßig nach, sobald sich relevante Dinge ändern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Channel Performance Reports zeigen, auf welchen Google-Kanälen (Search, YouTube, Display, Discover, Gmail) deine PMax-Anzeigen tatsächlich laufen.
  • Animierte Bild- und Video-Assets entstehen automatisch aus Standbildern – aktuell im Roll-out, Logos und Produktfotos werden zu kurzen Clips.
  • Suchthemen ergänzen Keywords um Themen-Cluster: du beschreibst, die KI matcht.
  • AI Brief erlaubt es, PMax und Search-Kampagnen in natürlicher Sprache zu steuern – über das Gemini-Modell.
  • AI Max erweitert die KI-Steuerung schrittweise auf Shopping- und Travel-Kampagnen und vereinheitlicht so die Werbe-Logik über Kampagnentypen hinweg.

Performance Max (PMax) ist Googles Multi-Kanal-Kampagnentyp. Die Mechanik bleibt: du gibst Assets und Conversion-Ziele, Google entscheidet, wo wann welche Anzeige läuft. Was sich ständig ändert, sind die Stellschrauben – und genau die sammle ich hier.

Was ist Performance Max?

Channel Reports

Endlich mehr Transparenz, welcher Kanal in PMax wie performt.

Animierte Assets

Bewegte Bild- und Video-Assets für stärkere Wirkung.

Suchthemen

Keyword-ähnliche Hinweise, um die Ausrichtung zu schärfen.

AI Max

Erweiterung auf Shopping & Travel mit mehr Automatisierung.

Performance Max läuft über alle Google-Kanäle gleichzeitig: Search, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps. Du lädst Texte, Bilder, Videos und Logos hoch, definierst Conversion-Ziele und Zielgruppen-Signale – Google verteilt das Budget automatisch dorthin, wo es am besten konvertiert.

Die Stärke: Reichweite und Skalierung. Die Schwäche bis vor wenigen Jahren: kaum Transparenz. Genau das ändert sich gerade Schritt für Schritt.

Updates auf einen Blick

  • 2024 — Channel Performance Reports gehen live, Suchthemen werden freigeschaltet.
  • Anfang 2026 — AI Brief startet als Gemini-gesteuerte Steuerungsoberfläche.
  • Frühjahr 2026 — Animierte Bild- und Video-Assets im Roll-out.
  • Mai 2026 — AI Max kommt für Shopping- und Travel-Kampagnen.

Channel Performance Reports

Verfügbar seit 2024

Lange war PMax eine Black Box: Geld rein, Conversions raus, ohne zu wissen wohin. Mit den Channel Performance Reports zeigt Google jetzt erstmals, auf welchen Kanälen die Anzeigen tatsächlich liefen – mit Impressionen, Klicks, Conversions und Cost-per-Conversion pro Kanal.

Warum das wichtig ist: Wenn 80 % deiner Conversions aus YouTube kommen, brauchst du gute Video-Assets. Wenn der Großteil über Search läuft, sind Texte und Suchbegriff-Insights entscheidend. Vorher hat man das geraten – heute kann man es sehen und gezielt nachbauen.

Animierte Bild- und Video-Assets

Im Roll-out – 2026

Aus Standbildern macht PMax automatisch kurze Clips: Logos werden eingeblendet, Produktfotos animiert, Texte fade-in. Gedacht ist das vor allem für Werbetreibende, die keine Video-Produktion haben, aber trotzdem auf YouTube und Discover sichtbar sein wollen.

Was das in der Praxis bedeutet

  • Mehr YouTube-Inventar: Ohne eigene Video-Assets bekommst du trotzdem Anzeigen ausgespielt.
  • Schwächere Performance möglich: Auto-generierte Animationen funktionieren selten so gut wie ein eigenes Video. Wer Conversions ernst nimmt, sollte zumindest ein einfaches Hauptvideo selbst produzieren.
  • Brand-Risiko: Animationen können Marken-Look brechen. Über Asset-Reports prüfen, ob die KI-Clips wirklich performen.

Neu: bis zu 15 Videos pro Asset-Gruppe (statt 5)

Eine Neuerung, die in der Praxis richtig was bringt: Google hat das Limit für Video-Assets in Performance Max von bisher 5 auf bis zu 15 pro Asset-Gruppe angehoben (ausgerollt Anfang 2026). Klingt unspektakulär, ist aber ein echter Hebel fürs Creative-Testing.

Vorher war die Grenze von 5 Videos oft frustrierend: Man musste sich zwischen Formaten und Seitenverhältnissen entscheiden — und um alle Ratios (quer, quadratisch, hochkant) plus mehrere Varianten abzudecken, blieb nur, Asset-Gruppen zu duplizieren oder die Kampagne zu zerstückeln. Das hat die Steuerung unnötig kompliziert gemacht.

Mit 15 Slots deckst du jetzt alle Seitenverhältnisse, Längen und Botschaften in EINER Asset-Gruppe ab. Genau das ist mir zuletzt bei einem Kunden positiv aufgefallen: Wir hatten viele starke Videos und konnten uns kaum entscheiden — jetzt kommen einfach mehr rein. Das gibt dem Algorithmus deutlich mehr Material zum Testen, und erfahrungsgemäß stechen dann ein, zwei Creatives heraus, die richtig performen.

Mehr Slots ≠ alles reinkippen

Nutze die 15 Plätze bewusst: alle drei Ratios abdecken (16:9, 1:1, 9:16), verschiedene Hooks und Längen — aber nur Videos in guter Qualität. So hat die KI die beste Grundlage, die Gewinner-Creatives zu finden.

Details dazu in der Google-Ads-Hilfe zu Video-Assets in Performance Max.

Suchthemen als Keyword-Ergänzung

Verfügbar seit 2024

PMax basiert primär auf Conversion-Daten und Asset-Signalen. Mit Suchthemen (in der Google-Oberfläche oft noch Search Themes) gibt es jetzt eine Art steuerbares Keyword-Set: du beschreibst Themenfelder, die Google in der Suche zusätzlich abdecken soll.

Beispiel: Eine Boutique für nachhaltige Mode kann Suchthemen wie „nachhaltige Sommerkleider“, „fair produzierte Mode“ oder „Bio-Baumwolle Damen“ hinterlegen. Damit findet PMax auch Long-Tail-Suchen, die im Conversion-Modell sonst vielleicht durchrutschen würden.

AI Brief: PMax in natürlicher Sprache steuern

Neu – 2026

Das ist die wohl interessanteste Neuerung: ein Eingabefeld, in dem du die KI in normaler Sprache instruierst – angetrieben von Gemini. Statt Klick-Hierarchien durch das Interface arbeitest du dich nicht mehr durch zehn Menüs, sondern formulierst Regeln direkt aus.

Beispiele, was du eingeben kannst

  • „Priorisiere Suchanfragen mit Kaufabsicht über reine Informationsanfragen.“
  • „Schließe Markennamen unserer Mitbewerber aus.“
  • „Zeige bei Anfragen rund um Geschenke unsere Premium-Produktlinie.“

Dazu kommen Compliance-Features: Disclaimer-Texte für rechtlich sensible Branchen (Finanzen, Gesundheit, Glücksspiel) lassen sich zentral pflegen. Und mit Final URL Expansion wählt die KI für jede Suchanfrage automatisch die passendste Landingpage aus deinem Sitemap-Pool.

AI Max: Erweiterung auf Shopping & Travel

Roll-out – 2026

Wichtig zur Einordnung: AI Max ist genau genommen kein PMax-Feature, sondern Googles übergreifende KI-Schicht für Werbung. Sie startete in Search-Kampagnen und wird jetzt schrittweise ausgerollt – auf Shopping, Travel und perspektivisch alle Kampagnentypen. Für Werbetreibende verschwimmen die Grenzen zwischen den Formaten dadurch zunehmend.

AI Max für Shopping

Klassische Shopping-Kampagnen reagieren primär auf Suchanfragen, die das Produkt direkt nennen. AI Max generiert adaptive Anzeigen für Long-Tail- und Discovery-Anfragen – also Suchen, bei denen Nutzer noch vergleichen oder recherchieren. Datenbasis ist der Merchant Center Feed. Ergebnis: Marken werden früher in der Kaufreise sichtbar, nicht erst am Ende.

AI Max für Travel (Search Campaigns for Travel)

Hotel-Anzeigen, Things-to-Do-Ads und klassische Search-Kampagnen wurden bisher in getrennten Oberflächen gepflegt. Search Campaigns for Travel fasst diese Formate in einer einheitlichen Oberfläche zusammen – mit konsolidiertem Reporting und integrierter AI-Max-Logik. Wer Touristik-Werbung macht, hat damit deutlich weniger Wartungsaufwand.

Was das für PMax-Konten bedeutet

  • Mehr Überschneidung: AI Max in Search und PMax greifen teils auf dieselbe Logik zu. Negative Keywords und Account-Negatives werden wichtiger, damit die Kampagnentypen sich nicht gegenseitig überbieten.
  • Briefing wird zur Skill: Wer der KI klare Anweisungen geben kann (Markenton, Zielgruppen, Tabu-Themen), hat einen direkten Performance-Vorteil.
  • Manuelle Hebel verlieren an Gewicht: Bid Adjustments, exakte Match-Types, statische Audience-Listen – das alles wird zunehmend von KI-Modellen abgelöst.

Was bedeutet das für KMUs?

Praxis-Tipp

Mehr Automatisierung ist kein Selbstläufer: Saubere Assets, gutes Tracking und klare Conversion-Ziele entscheiden weiterhin über den Erfolg.

Drei klare Ableitungen für kleine und mittlere Werbetreibende:

  1. Channel Reports nutzen. Mindestens monatlich reinschauen und Assets für die starken Kanäle gezielt verstärken.
  2. Suchthemen pflegen. 5–10 saubere Themen-Cluster bringen mehr als 100 Keywords pro Anzeigengruppe. Quartal-Update reicht.
  3. AI Brief üben. Wer der KI klare schriftliche Anweisungen geben kann, hat den Hebel – das ist die neue Kernkompetenz im Konto-Management.

Was sich nicht ändert: Die saubere Setup-Phase – Asset-Pool, Conversion-Tracking, klare Ziele – entscheidet weiter über Erfolg oder Fehlinvestition. Wer einfach „Auto-Pilot an“ macht, verbrennt Budget. Wer als SEA-Freelancer oder Google Ads Freelancer die neuen Reports und Steuerelemente aktiv nutzt, holt deutlich mehr Effizienz raus als noch vor zwei Jahren.

Häufig gestellte Fragen

Lohnen sich PMax-Kampagnen für kleine Budgets?

Ab etwa 1.500 € Monatsbudget. Darunter findet die Automatik nicht genug Conversion-Daten, um sauber zu lernen. Bei kleineren Budgets sind klassische Search-Kampagnen meist effizienter.

Wie unterscheidet sich AI Max von Performance Max?

PMax ist ein eigener Kampagnentyp über alle Google-Kanäle. AI Max ist eine KI-Schicht, die in Search-, Shopping- und Travel-Kampagnen eingebaut wird. Beide arbeiten mit Gemini-Modellen, aber AI Max ergänzt klassische Search-Kampagnen um KI-Funktionen, während PMax komplett auf Automatik setzt.

Brauche ich AI Brief, oder reicht die normale PMax-Oberfläche?

Für einfache Kampagnen reicht die Standard-Oberfläche. AI Brief lohnt sich, sobald du Sonderfälle steuern willst – ausgeschlossene Themen, Premium-Logik bei bestimmten Suchen, Compliance-Texte. Die Lernkurve ist überschaubar, der Hebel aber groß.

Wie oft sollte ich PMax-Kampagnen prüfen?

Wöchentlich kurz drauf schauen, monatlich tief analysieren. Channel Reports, Asset-Performance und Suchbegriffe (über Insights) sind die drei wichtigsten Anlaufstellen. Aktive Steuerung schlägt jede Black-Box-Annahme.

Soll ich PMax oder klassische Search nutzen?

Idealerweise beides parallel. Klassische Search-Kampagnen für die wichtigsten Money-Keywords mit voller Kontrolle. PMax als Skalierungs-Layer für Reichweite über YouTube, Display und Long-Tail-Suchen. Negative Keywords sauber zwischen beiden verteilen, damit sie sich nicht in die Quere kommen.

Wie lange dauert die PMax-Lernphase?

Faustregel: 2–4 Wochen, abhängig von Conversion-Volumen. Google empfiehlt mindestens 50 Conversions im Lernzeitraum. In den ersten 14 Tagen nicht groß eingreifen – Budget, Asset-Pool oder Zielgruppen-Signale zu ändern setzt das Lernen zurück.

Sind die animierten Asset-Generationen wirklich brauchbar?

Für Sichtbarkeit: ja. Für Performance: meist nein. Auto-generierte Animationen liefern Inventar, das du sonst nicht bekommen würdest. Die Performance pro View ist aber selten so gut wie ein eigenes, einfaches Hauptvideo. Für Marken mit Brand-Anspruch: Asset-Reports prüfen und auffällige Animationen ggf. deaktivieren.

Jan Philipps

Über den Autor

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